Jede Generation braucht ihre Blutspender 

von | 14. Juni 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). Am 14. Juni ist Welt­blut­spen­de­tag. Auch in die­sem Jahr ist er all jenen Men­schen gewid­met, die frei­wil­lig und unent­gelt­lich Blut spen­den oder sich ehren­amt­lich für die Blut­spen­de enga­gie­ren.

Die gesi­cher­te Ver­sor­gung von Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten mit über­le­bens­wich­ti­gen Blut­prä­pa­ra­ten ist jedoch kein Selbst­läu­fer, son­dern ein fra­gi­les Sys­tem, das im Jah­res­ver­lauf durch unter­schied­lichs­te Ein­flüs­se mit­un­ter bedroh­lich ins Wan­ken gerät.

Die Blut­spen­de­diens­te des Deut­schen Roten Kreu­zes (DRK) bli­cken aktu­ell auf­grund erhöh­ter Blut-Bedar­fe auf Sei­ten der Kli­ni­ken sowie der damit kol­li­die­ren­den Feri­en­zeit wie­der mit Sor­ge auf den anste­hen­den Som­mer.

„Ein Man­gel an Blut­kon­ser­ven wie in der Som­mer­fe­ri­en-Sai­son 2022 soll­te sich nicht wie­der­ho­len. Wir appel­lie­ren an alle spen­de­fä­hi­gen Men­schen in Deutsch­land die ange­bo­te­nen Blut­spen­de­ter­mi­ne in den kom­men­den Mona­ten kon­ti­nu­ier­lich hoch aus­zu­las­ten“, sagt Dr. Franz Wein­au­er, Vor­sit­zen­der der Arbeits­ge­mein­schaft der Blut­spen­de­diens­te des DRK.

Die Blut­spen­de in Deutsch­land steht, wie auch ande­re gesell­schaft­li­che Berei­che, vor der gro­ßen Her­aus­for­de­rung des demo­gra­fi­schen Wan­dels. Allein die Blut­spen­de­diens­te des Deut­schen Roten Kreu­zes (DRK) ver­lie­ren in den nächs­ten Jah­ren 275.000 Spen­de­rin­nen und Spen­der aus der spen­de­star­ken Baby­boo­mer-Gene­ra­ti­on. Die alters­be­ding­te Kon­se­quenz: Aus Spen­dern wer­den Emp­fän­ger, dadurch steigt der Bedarf an Blut­prä­pa­ra­ten. Dies bedeu­tet, dass es drin­gend mehr Men­schen benö­tigt, die zum ers­ten Mal Blut spen­den und dann sprich­wört­lich am Ball blei­ben. Jede Gene­ra­ti­on braucht ihren eige­nen, gro­ßen Spen­der­stamm, um das soli­da­ri­sche Ver­sor­gungs-Sys­tem auf­recht­zu­er­hal­ten. Jetzt ist die Zeit für einen Gene­ra­ti­ons­wech­sel gekom­men!

DRK Blut­spen­de­diens­te mit bun­des­wei­ter Kam­pa­gne

Um auf die­se enor­me Her­aus­for­de­rung auf­merk­sam zu machen und neue Spen­de­rin­nen und Spen­der zu gewin­nen, rufen die DRK-Blut­spen­de­diens­te im Rah­men ihrer Kam­pa­gne #miss­ing­ty­pe — erst wenn’s fehlt, fällt‘s auf mit pro­mi­nen­ter Unter­stüt­zung Men­schen dazu auf, sich als Lebens­ret­ter von nun an dau­er­haft und regel­mä­ßig zu enga­gie­ren.

Als Bot­schaf­te­rin­nen und Bot­schaf­ter nut­zen Mot­si Mabu­se, Lau­ra Won­tor­ra sowie Mats Hum­mels ihre Stim­me, um noch mehr Men­schen für ein kon­ti­nu­ier­li­ches Blut­spen­de-Enga­ge­ment zu begeis­tern. Der Fuß­ball-Welt­meis­ter setzt sich bereits seit meh­re­ren Jah­ren für die Blut­spen­de ein.

Aus­ge­hend von einer 5 Tage-Woche, wer­den in Deutsch­land täg­lich ca. 15.000 Blut­spen­den­de benö­tigt, um das Gesund­heits­sys­tem mit unver­zicht­ba­ren Bluts­prä­pa­ra­ten sicher ver­sor­gen zu kön­nen. Die DRK-Blut­spen­de­diens­te tra­gen durch ihre Arbeit 75% des benö­tig­ten Auf­kom­mens — allein das DRK muss daher täg­lich rund 11.000 Men­schen zu einer Blut­spen­de bewe­gen. Ein Wert, den es nach ein­hel­li­ger Ein­schät­zung von Fach­leu­ten, für die Zukunft zu stei­gern gilt.

Alle Infor­ma­tio­nen zu #miss­ing­ty­pe fin­den Sie unter www.missingtype.de.

Foto: DRK