Gunzenhausen — Die Situation in Russland spitzt sich infolge der überaus erfolgreichen ukrainischen Drohnenangriffe mehr und mehr zu. Die normalen russischen Menschen sind durch den dramatischen Treibstoffmangel, der auch zu gefährlichen Ernteausfällen führen wird, zunehmend persönlich betroffen. Diese schlimme Situation macht sie wütend. Sie verlangen
deshalb ein schnelles Ende des Krieges, aber ohne Niederlage. Das kann zu einer gefährlichen Eskalation dergestalt führen, dass die russische Führung von vielen Bürgern dazu gedrängt wird, endlich „Tabula Rasa“ zu machen und die „Samthandschuhe“ auszuziehen.
Diese Forderung könnte die verbrecherische Führung unter Putin dazu führen, dass gegen die Ukraine noch brutalere Waffen — bis hin zu taktischen sog. kleinen Atomwaffen — eingesetzt werden. Um diese mögliche fatale Entwicklung zu verhindern muss seitens des Westens jetzt klug und zügig reagiert werden: Es muss versucht werden, die normalen Bürger durch zukunftsweisende Botschaften des Westens von der verbrecherischen Führung abzukoppeln.
Dies kann gelingen, wenn den Bürgern vermittelt wird, dass für sie ein Leben nach und ohne die jetzige Führung besser und sicherer sein kann. Es muss für die russischen Bürger denkbar und vorstellbar werden, ohne die jetzige Führung auszukommen. Sie müssen die Chance spüren, in Zukunft ein normaleres und nicht mehr staatlich unterdrücktes Leben ähnlich dem
europäischen „Way of Life“ führen zu können. Die Eröffnung einer solchen Perspektive für die russischen Menschen würde die Gefahr einer eruptiven und gefährlichen Eskalation des Konfliktes deutlich reduzieren. Und es würde sich auch eine ganz neue Chance für spätere reale Entwicklungen auftun.
Foto: Dr. Ingo Friedrich


