Gunzenhäuser Stadträte zu Gast im Simon-Marius-Gymnasium
Gunzenhausen — Junge Menschen stehen heute vor vielfältigen Herausforderungen: Sie engagieren sich zwar vorbildlich für Gleichberechtigung oder Klimaschutz, plagen sich aber gleichzeitig mit zahlreichen Zukunftsängsten herum. Was ist da los und wie kann die Jugend ein gesundes Verständnis für Solidarität, Toleranz und Demokratie entwickeln? Der Gunzenhäuser Stadtrat und das Simon-Marius-Gymnasium setzen diesbezüglich auf Austausch und Information. Eine Maßnahme: Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe sollen mit den Kommunalpolitikern ins Gespräch kommen und deren ehrenamtliche Arbeit besser kennenlernen. Vor kurzem stellten sich daher Stadträtinnen und Stadträte im Gymnasium den Fragen der Heranwachsenden. Lehrerin Stephanie Nagler-Popp hatte die Lehr- und Lerneinheit im Vorfeld organisiert.
Es war eine nicht ganz alltägliche Doppelstunde im Fach „Politik und Gesellschaft“. Nach einer kurzen Begrüßung durch Schulleiterin Susanne Weigel informierte Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz über Grundlagen der Stadtratsarbeit, erklärte die verschiedenen Ausschüsse und welche Themen in den jeweiligen Gremien regelmäßig besprochen werden. „Der Gunzenhäuser Stadtrat ist ein Kollegialorgan. Fraktionsübergreifend arbeiten wir gemeinsam an Themen, die die Stadt voranbringen. Der Stadtrat trifft seine Beschlüsse gemeinsam, die ich im Anschluss als Erster Bürgermeister zu vollziehen habe.“
Unterstützt wurde der Erste Bürgermeister vor Ort von seinen beiden Stellvertretern Friedrich Kolb und Sigrid Niesta-Weiser sowie von weiteren Stadträtinnen und Stadträten. Die thematische Einführung fand in der Aula statt, danach teilten sich die interessierten Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen auf. In vier 15 Minuten-Blocks informierten sich die Jugendlichen ganz nach Interesse bei einem Gremiumsmitglied ihrer Wahl über die politische Arbeit in Gunzenhausen. Die Inhalte waren ganz unterschiedlich. So berichtete beispielsweise Kerstin Zels von Bündnis 90/Die Grünen über Frauenquoten in der Kommunalpolitik, Beate Schlicker von der CSU kam mit den Schülerinnen und Schülern über den Unterschied Stadtrat-Ortssprecher ins Gespräch und Bürgermeisterin Sigrid Niesta-Weiser von der FDP sprach über die Bedeutung von Fraktions-Anträgen und darüber, wie ein städtischer Haushalt funktioniert. Weiter stellten sich der Erste Bürgermeister, der Zweite Bürgermeister Friedrich Kolb sowie Arno Dernerth, alle CSU, den Fragen. Außerdem waren Julia Braun und Harald Romanowski von den Freien Wählern sowie Stefan Bauer und Daniel Hinderks, beide SPD, als Gesprächspartner vor Ort.
Zum Abschluss wurden die Ergebnisse in der Aula zusammengefasst. Das Interesse der Jugendlichen an der lokalen Politik war deutlich spürbar, sodass das weit verbreitete Vorurteil einer generalisierten Demokratieverdrossenheit im konkreten Beispiel von Gunzenhausen nicht bestätigt wurde.
Informationen zum Gunzenhäuser Stadtrat erhalten Sie unter www.gunzenhausen.de. Das Simon-Marius-Gymnasium ist online unter www.simon-marius-gymnasium.de zu finden.
Bildunterschrift: Stadträtin Kerstin Zels sprach mit den Schülerinnen und Schülern u.a. über Frauenquoten in der Politik. Foto: Stadt Gunzenhausen/Manuel Grosser


