Lesungen mit Suza Kolb

von | 7. April 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen

Gun­zen­hau­sen — Auf Ein­la­dung der Stadt- und Schul­bü­che­rei Gun­zen­hau­sen absol­vier­te die erfolg­rei­che Kin­der­buch­au­to­rin Suza Kolb neun Lesun­gen vor rund 600 Kin­dern.

Susan­ne Reb­scher hat­te sich bereits als Sach­buch­au­to­rin für Kin­der einen Namen gemacht, doch dann kam die „Hafer­hor­de“… Mit den Aben­teu­ern, die Scho­ko, Keks und Toni auf dem Pony­hof erle­ben, hat sie sich unter dem Pseud­onym Suza Kolb einen Platz in den Kin­der­her­zen erobert. Über eine Mil­li­on Hafer­hor­den-Bücher, CDs und Tonies ste­hen bereits in den Kin­der­zim­mern. Mitt­ler­wei­le kön­nen sich ihre Fans im Alter von sechs bis elf Jah­ren auf Band 23 „Da wie­hert ja der Bür­ger­meis­ter“ freu­en.

Die Stadt- und Schul­bü­che­rei Gun­zen­hau­sen hat die viel­sei­ti­ge Autorin für neun Lesun­gen zu einem drei­tä­gi­gen Lese-Mara­thon nach Gun­zen­hau­sen ein­ge­la­den. Rund 600 Kin­der aus der Grund­schu­le Süd, der Ste­pha­ni-Grund­schu­le, der Astrid-Lind­gren-Grund­schu­le Gnotz­heim und der Grund­schu­le Muhr am See hat­ten so Gele­gen­heit, die Autorin und ihre Hafer­hor­de ken­nen­zu­ler­nen.

Auch Fra­gen konn­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler stel­len und manch­mal gab es da für Suza Kolb auch neue und sehr ori­gi­nel­le Fra­ge­stel­lun­gen: „Was wür­dest du sagen, ist Schrift­stel­le­rin ein stres­si­ger Job oder ein coo­ler Job?“ Für Suza Kolb, die bereits im Alter von neun Jah­ren ihre ers­ten selbst aus­ge­dach­ten Geschich­ten mit der Schreib­ma­schi­ne auf­ge­schrie­ben hat, ist „cool“ die ein­deu­ti­ge Ant­wort. Sie sei schon immer ein „Pfer­de­mäd­chen“ gewe­sen, erzählt sie. Sie hat selbst ein Pferd, kennt die gesel­li­ge Rei­ter­hof-Atmo­sphä­re. Was ihr aber beson­ders Spaß macht: Ihre Haupt­fi­gu­ren sind zwei fre­che Shet­land-Ponys und ihr bay­risch-geruh­sa­mer Haf­lin­ger-Freund Toni muss immer mit dabei sein, wenn die bei­den mal wie­der aus­bü­xen.

Im 20sten Band „Mit allen Pony-Was­sern gewa­schen“ legen sich Scho­ko, Keks und Toni mit zwei fie­sen Pfer­de­die­ben an. Die­se „gemei­nen Zwei­bei­ner“ haben den edlen Hengst „Kava­lier“ heim­lich auf ihren Hän­ger gela­den. Doch die drei von der Hafer­hor­de fah­ren als blin­de Pas­sa­gie­re mit, lan­den nach einer span­nen­den Flucht in einem Wild­ge­he­ge und schließ­lich fin­den sie das per­fek­te Ver­steck in einer Auto-Wasch­an­la­ge.

Vie­le Fra­gen hat­ten die Kin­der nach den Lesun­gen an die Autorin und Suza Kolb nahm sich Zeit und erläu­ter­te, wie man denn das Schrei­ben zum Beruf machen kön­ne. „Schrei­ben lernt man ja in der Schu­le, dann sei das Gan­ze eine rei­ne Übungs­sa­che“, mein­te die Autorin. Man brau­che viel Fan­ta­sie, viel Geduld zum Schrei­ben und gute Ideen: So habe sie sich schon als Kind einen Pony-Hel­den aus­ge­dacht, der spre­chen konn­te. An einem Hafer­hor­den-Buch arbei­tet Suza Kolb etwa vier Mona­te und seit 2001 hat sie ins­ge­samt 70 Kin­der­bü­cher geschrie­ben.

Foto: Stadt Gunzenhausen/Babett Gut­h­mann