Jurahausverein feiert Jubiläum — Ausstellung und Musik als Rahmen

von | 17. Juni 2024 | Altmühlfranken, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). Der Jura­haus­ver­ein wur­de vor 40 Jah­ren gegrün­det. Seit 30 Jah­ren gibt der Ver­ein ein­mal jähr­lich die Fach­zeit­schrift „Das Jura­haus“ her­aus, mit Fach­bei­trä­gen und kri­ti­scher Beglei­tung aktu­el­ler Ent­wick­lun­gen rund um den Haus­typ Jura­haus und den Denk­mal­schutz. Seit 23 Jah­ren gibt es die „Tage der offe­nen Jura­häu­ser“ mit einem umfang­rei­chen jähr­li­chen Besich­ti­gungs­pro­gramm.

Vor 20 Jah­ren besich­tig­te der Vor­stand zum ers­ten Mal das her­un­ter­ge­kom­me­ne Jura­haus in der Rot-Kreuz-Gas­se 17, das im Volks­mund wegen sei­ner spe­zi­el­len Far­be damals „Lila Vil­la“ hieß. Vor 15 Jah­ren über­nahm der Jura­haus­ver­ein das Hand­wer­ker­haus von 1657 von der Stadt Eich­stätt, um es zu sanie­ren. Und vor 10 Jah­ren schließ­lich wur­de dort das Muse­um Das Jura­haus eröff­net.

So refe­rier­te die 1. Vor­sit­zen­de, Eva Mar­ti­ny, die Jubi­lä­ums­ge­schich­te des Jura­haus­ver­eins bei der Fei­er am ver­gan­ge­nen Frei­tag­abend. Sie begrüß­te die zahl­reich erschie­nen Mit­glie­der, die teil­wei­se weit ange­reist waren. Als beson­de­re Ehren­gäs­te freu­te sich der Ver­ein über den Stell­ver­tre­ten­den Land­rat Sven John, den Geschäfts­füh­rer des Natur­parks, Chris­toph Würf­lein, als Ver­te­te­rin und Kul­tur­be­auf­trag­te der Stadt Eich­stätt Frau Susan­ne Reu­ter, die Lei­te­rin des Diö­ze­san­mu­se­ums, Frau Dr. Clau­dia Grund, Stadt­rä­tin Maria Lech­ner und Kreis­hei­mat­pfle­ger und Grün­dungs­mit­glied des Ver­eins Dr. Karl Heinz Rie­der. „Eine gro­ße Freu­de ist mir, dass der lang­jäh­ri­ge Lei­ter des Frei­land­mu­se­ums Bad Winds­heim, Prof. Kon­rad Bedal, gekom­men ist. Von sei­nem Nach­fol­ger, Dr. Her­bert May, soll ich herz­li­che Grü­ße und Glück­wün­sche aus­rich­ten“, so Mar­ti­ny.

In 23 Jah­ren „Tage der offe­nen Jura­häu­ser“ habe man rund 20.000 Teil­neh­mer bei Besich­ti­gun­gen, Wan­de­run­gen, Vor­trä­gen und Kon­zer­ten betreut. Rund 3.500 Besu­cher konn­ten in den ver­gan­gen 10 Jah­ren im Muse­um Das Jura­haus begrüßt wer­den. „Seit der Eröff­nung haben wir unser Ange­bot ste­tig erwei­tert“, so Eva Mar­ti­ny. Zu den Aus­stel­lungs­ta­feln, die das Haus selbst als Aus­stel­lungs­ob­jekt eben­so beschrei­ben wie den Haus­typ Jura­haus im All­ge­mei­nen, sei­en immer wie­der Neue­run­gen hin­zu­ge­kom­men: Ein Moni­tor, auf dem Foto­se­quen­zen zu ver­schie­de­nen The­men rund ums Jura­haus und Kurz­fil­me abge­ru­fen wer­den kön­nen, ein Audio-Gui­de, über den ehe­ma­li­ge Bewoh­ner Geschich­ten aus ihrem Leben erzäh­len. Seit kur­zem sei ein Touch­screen instal­liert wor­den, auf dem wei­te­re Haus­ge­schich­ten nach­zu­le­sen sei­en. Die­se wür­den ergänzt durch kur­ze Infor­ma­tio­nen zur all­ge­mei­nen Zeit­ge­schich­te, in denen die frü­he­ren Bewoh­ner leb­ten, sowie durch his­to­ri­sche Doku­men­te.

„Ein beson­de­res Anlie­gen ist es uns, Kin­der anzu­spre­chen“, so Eva Mar­ti­ny. „Des­halb gibt es auf dem neu­en Touch­screen ein Kin­der­quiz mit der Maus Fip­si. Dem­nächst beglei­tet Fip­si auch neue Info­ta­feln für Kin­der mit kind­ge­rech­ten Tex­ten, die bereits bei der Dru­cke­rei war­ten.“

Jähr­lich wür­den drei Kunst­aus­stel­lun­gen das Muse­um zur „Gale­rie im Jura­haus“ machen: Skulp­tu­ren, Objek­te, Zeich­nun­gen, Male­rei­en, Model­le und Foto­gra­fien.

Umrahmt wur­de die Fei­er dann auch durch die Eröff­nung der Aus­stel­lung “Kies­gru­ben und Schot­ter­wer­ke“ mit Foto­gra­fien von Anton Brandl (EK berich­te­te). Eva Mar­ti­ny bedank­te sich bei dem Künst­ler auch für sei­ne lang­jäh­ri­ge Unter­stüt­zung des Ver­eins. So sei­en sei­ne Foto­gra­fien vom Muse­um auch auf der Home­page www.jurahausverein.de./Museum zu sehen.

Bei Speis und Trank traf man sich anschlie­ßend im Höf­chen des Muse­ums, wo die Grup­pe „Pla­ters­pil“ auf nach­ge­bau­ten his­to­ri­schen Instru­men­ten die Gäs­te mit Musik von der Renais­sance bis zur moder­nen Folk­lo­re unter­hielt.

Foto: Jura­haus­ver­ein