Kreis Weißenburg-Gunzenhausen bietet 385 freie Ausbildungsplätze

von | 20. August 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Vie­le sind kri­sen­si­cher und nicht „KI-wacke­lig“

Gewerk­schaft NGG Nürn­berg-Fürth rät: „Auf Hand­werk und Indus­trie set­zen“

Der Count­down für das neue Aus­bil­dungs­jahr läuft: Die meis­ten Aus­bil­dun­gen star­ten im Sep­tem­ber. Trotz­dem regis­triert die Arbeits­agen­tur noch 385 offe­ne Aus­bil­dungs­plät­ze im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen. „Wer noch kei­ne Aus­bil­dung hat, soll­te die nächs­ten Wochen nut­zen. Vie­le Betrie­be sind da fle­xi­bel: Auch im Okto­ber geht oft noch was“, sagt Tim Lün­ne­mann von der Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stät­ten (NGG).

Der Geschäfts­füh­rer der NGG Nürn­berg-Fürth rät Jugend­li­chen im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen, auf einen Aus­bil­dungs­ver­trag im Hand­werk oder in der Indus­trie zu set­zen: „Vor allem die Lebens­mit­tel­her­stel­lung ist eine kri­sen­si­che­re Sache. Hin­ter Geträn­ken und Nah­rungs­mit­teln ste­cken immer Men­schen, die sie ent­wi­ckeln, pro­du­zie­ren, lagern, ver­trei­ben und die vor allem auch die Qua­li­tät über­prü­fen.“

Ein wich­ti­ger Punkt dabei: Die Lebens­mit­tel­pro­duk­ti­on im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen läuft auf tech­nisch hohem Niveau, so die NGG Nürn­berg-Fürth. Künst­li­che Intel­li­genz (KI) spielt nach Anga­ben der Gewerk­schaft selbst in Bäcke­rei­en mitt­ler­wei­le eine Rol­le. „Etwa dann, wenn es dar­um geht, tags­über mög­lichst ziel­si­cher abzu­schät­zen, was noch nach­ge­ba­cken wer­den muss: Den Abgleich per Cam-Check von dem, was noch in der Bäcke­rei­t­he­ke liegt und was bis zum Geschäfts­schluss noch über den Ver­kaufs­tre­sen gehen wird, macht in eini­gen Bäcke­rei­en schon die KI. Aber das Backen bleibt ein Hand­werk. Das ist ganz und gar nicht ‚KI-wacke­lig‘“, sagt Tim Lün­ne­mann.

Auch beim Mate­ri­al­ein­kauf kom­me KI zum Ein­satz. „Aber das Ein­rich­ten und War­ten von Maschi­nen in der Pro­duk­ti­ons­stra­ße der Lebens­mit­tel­in­dus­trie, das Über­wa­chen der Pro­zes­se oder das Kre­ieren neu­er Pro­duk­te im Labor – da ist der Mensch gefragt – in der Milch- oder der Süß­wa­ren­tech­no­lo­gie, in der Braue­rei oder der Bäcke­rei“, so Lün­ne­mann.

Es sei dabei sogar wich­tig, stän­dig in die Qua­li­fi­zie­rung der Beschäf­tig­ten zu inves­tie­ren. „Um auf der Höhe der Zeit zu blei­ben, sind die Betrie­be im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen gut bera­ten, für Fort­bil­dung und damit für Bran­chen-Know-how zu sor­gen. Denn KI kann nur so effek­tiv im Betrieb genutzt wer­den, wie Men­schen in der Lage sind, sie opti­mal ein­zu­set­zen“, sagt der Geschäfts­füh­rer der NGG Nürn­berg-Fürth, Tim Lün­ne­mann.

Bild­un­ter­schrift: Backen ist Hand­werk – und bleibt es auch, so die Gewerk­schaft NGG Nürn­berg-Fürth. Künst­li­che Intel­li­genz (KI) mache der Hand­ar­beit kei­ne Kon­kur­renz. Foto: NGG/ Tobi­as Sei­fert