Kristina Becker überzeugend als CSU-Kreisvorsitzende bestätigt

von | 14. Juli 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Pleinfeld, Treuchtlingen, Weißenburg

Dit­ten­heim (red). Über 100 Mit­glie­der, Gäs­te und Dele­gier­te kamen zur Kreis­ver­tre­ter­ver­samm­lung der CSU Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen in die Mehr­zweck­hal­le Dit­ten­heim, um gemein­sam Bilanz zu zie­hen und den Vor­stand neu zu wäh­len. 82 Dele­gier­te waren stimm­be­rech­tigt.

Ein star­kes Ver­trau­ens­si­gnal erhielt die Kreis­vor­sit­zen­de Kris­ti­na Becker, die mit 98 Pro­zent der Stim­men ein­drucks­voll im Amt bestä­tigt wur­de. In ihrer Rede mach­te sie deut­lich, wor­auf es in den kom­men­den Mona­ten ankommt: „Bit­te nehmt unse­re kom­mu­na­len Sor­gen ernst“,
for­der­te sie mit Blick auf die finan­zi­el­le Aus­stat­tung der Kom­mu­nen und den spür­ba­ren Inves­ti­ti­ons­stau im länd­li­chen Raum. Sie appel­lier­te an Stimm­kreis­ab­ge­ord­ne­ten Hel­mut Schnotz, die Sor­gen nach Mün­chen in die Staats­kanz­lei und die ent­spre­chen­den Minis­te­ri­en zu tra­gen.
Das gro­ße Pfund der CSU sei, dass die­se einen direk­ten Draht über die Man­dats­trä­ger in die Ent­schei­dungs­ebe­nen habe: „Die­se direk­te Ver­bin­dung muss man aus­nut­zen! Und: die Ergeb­nis­se der Wah­len in der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit zei­gen, dass die Men­schen im Land­kreis uns Ver­trau­en ent­ge­gen­brin­gen. Artur Auern­ham­mer hat den Stimm­kreis sou­ve­rän gewon­nen, was nicht zuletzt Ergeb­nis der star­ken Prä­senz von ihm und unse­rer CSU ist“, ist sich Becker sicher. Sie bli­cke ange­sichts der vie­len kom­mu­na­len Her­aus­for­de­run­gen mit Respekt, aber ins­ge­samt mit Zuver­sicht auf die kom­men­de Kom­mu­nal­wahl.

Zum neu­en Vor­stand gehö­ren neben Dr. Dr. Becker als Kreis­vor­sit­zen­der künf­tig als stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de Manu­el Blenk (Gun­zen­hau­sen), Mar­kus Heckl (Plein­feld), Alex­an­der Höhn (Ellin­gen), Tobi­as Kamm (Wei­ßen­burg) und Kris­tin Rath­sam (Lan­gen­alt­heim). Phil­ipp Walt­her (Treucht­lin­gen) wur­de ein­stim­mig als Schatz­meis­ter bestä­tigt, Sebas­ti­an Münch (Soln­ho­fen) wur­de zum Schrift­füh­rer gewählt, unter­stützt von Kat­ja Schmid (Treucht­lin­gen) als zwei­ter Schrift­füh­re­rin. Auch zehn Bei­sit­zer wur­den wie­der- oder neu­ge­wählt: Ani­ta
Dol­lin­ger, Tho­mas Eschen­ba­cher, Ste­phan Hoyer, Fried­rich Kolb, Ralf Ott­mann, Wil­li Ren­ner, Dr. Frie­de­ri­ke Scheel, Jür­gen Stäb­lein, Maren Stich­au­er und Hel­mut Strauß ver­voll­stän­di­gen die CSU-Vor­stands­rie­ge. Der Gun­zen­häu­ser Denis Glotz ist von Becker wei­ter als CSU-Kreis
geschäfts­füh­rer vor­ge­se­hen, muss aber in der ers­ten Vor­stands­sit­zung bestä­tigt wer­den.

Ein emo­tio­na­ler Höhe­punkt war der Abschied von Dr. Sigurd Schacht, der nach 56 Jah­ren als Schrift­füh­rer nicht mehr zur Wahl antrat. Kris­ti­na Becker wür­dig­te ihn als „aus­glei­chen­den Rat­ge­ber mit unglaub­li­chem Erfah­rungs­schatz“ (Bericht folgt). Die CSU-Kreis­vor­sit­zen­de
dank­te auch Bezirks­rat und Bun­des­wahl­kreis­ge­schäfts­füh­rer Her­bert Lin­dör­fer, der die Wah­len wie gewohnt sou­ve­rän lei­te­te.

Inhalt­li­che Impul­se kamen an die­sem Abend in Dit­ten­heim von zwei pro­mi­nen­ten Gäs­ten: Land­rat Manu­el West­phal und MdL Hel­mut Schnotz. West­phal gab eine umfas­sen­de Über sicht über die Land­kreis­the­men der ver­gan­ge­nen Wahl­pe­ri­ode. Er beton­te ins­be­son­de­re die
Stär­ke des Land­krei­ses im Bereich Gesund­heits­ver­sor­gung. „Wir ste­hen beim Unter­halt unse­rer Kli­ni­ken deut­lich bes­ser da als der Rest der Bun­des­re­pu­blik.“ Man wer­de wei­ter inves­tie­ren – etwa in die Pfle­ge­fach­schu­le oder die Sicher­stel­lung der ambu­lan­ten Ver­sor­gung. „Gesund­heit und Pfle­ge bewegt die Men­schen beson­ders. Und wir kön­nen stolz sagen: Wir haben hier in den letz­ten Jah­ren stark gelie­fert!“, hob West­phal her­vor. Auch beim The­ma Hos­piz am Brom­b­ach­see ver­wies er auf das her­aus­ra­gen­de Enga­ge­ment aller Gemein­den im Land­kreis und dar­über hin­aus. Der Land­kreis habe so ein eng­ma­schi­ges Ver­sor­gungs­sys­tem für die Gesund­heit der Men­schen bis zu ihrem Lebens­en­de sicher­ge­stellt. „Die­se Zusam­men­ar­beit und die er reich­te Ver­sor­gung im Land­kreis sind ganz beson­ders“, freu­te sich der Land­rat.

MdL Hel­mut Schnotz zeig­te sich über­zeugt, dass Inves­ti­tio­nen in Kri­sen­zei­ten ver­ant­wort­bar und not­wen­dig sind: „Ich fin­de es rich­tig, dass Schul­den gemacht wer­den – das machen auch Unter­neh­mer.“ Ver­ant­wor­tungs­voll sei es nicht, wenn man sei­nen Kin­dern kaput­te Stra­ßen und nicht funk­ti­ons­fä­hi­ge Schul­ge­bäu­de hin­ter­las­se. Im Gegen­teil: „Hier müs­sen wir anpa­cken!“ Schnotz sprach sich zudem für mehr Rea­lis­mus beim sozia­len Woh­nungs­bau und prag­ma­ti­sche Lösun­gen bei der Aner­ken­nung aus­län­di­scher Berufs­ab­schlüs­se aus. Auch gesell­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen nahm er in den Blick: „Es wird künf­tig Kli­ma­flücht­lin­ge geben – da müs­sen wir schau­en, wie wir damit umge­hen. Migra­ti­on bleibt einer der ganz gro­ßen Fra­gen.“

Am Ende der Ver­samm­lung war der Tenor ein­deu­tig: Die CSU im Land­kreis Wei­ßen­burg Gun­zen­hau­sen ist gut auf­ge­stellt – mit einem moti­vier­ten Team, kla­ren poli­ti­schen Posi­tio­nen und star­kem Rück­halt in der Mit­glied­schaft. Man wer­de auch wei­ter­hin die Vor-Ort-Par­tei sein und kön­ne sei­ne Erfol­ge der letz­ten fünf Jah­ren deut­lich prä­sen­tie­ren.

Bild­un­ter­schrift: Der neu­ge­wähl­te CSU-Kreis­vor­stand in Dit­ten­heim für die Amts­pe­ri­ode 2025–2027. Foto: CSU-Kreis­vor­stand Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen