Dittenheim (red). Über 100 Mitglieder, Gäste und Delegierte kamen zur Kreisvertreterversammlung der CSU Weißenburg-Gunzenhausen in die Mehrzweckhalle Dittenheim, um gemeinsam Bilanz zu ziehen und den Vorstand neu zu wählen. 82 Delegierte waren stimmberechtigt.
Ein starkes Vertrauenssignal erhielt die Kreisvorsitzende Kristina Becker, die mit 98 Prozent der Stimmen eindrucksvoll im Amt bestätigt wurde. In ihrer Rede machte sie deutlich, worauf es in den kommenden Monaten ankommt: „Bitte nehmt unsere kommunalen Sorgen ernst“,
forderte sie mit Blick auf die finanzielle Ausstattung der Kommunen und den spürbaren Investitionsstau im ländlichen Raum. Sie appellierte an Stimmkreisabgeordneten Helmut Schnotz, die Sorgen nach München in die Staatskanzlei und die entsprechenden Ministerien zu tragen.
Das große Pfund der CSU sei, dass diese einen direkten Draht über die Mandatsträger in die Entscheidungsebenen habe: „Diese direkte Verbindung muss man ausnutzen! Und: die Ergebnisse der Wahlen in der jüngsten Vergangenheit zeigen, dass die Menschen im Landkreis uns Vertrauen entgegenbringen. Artur Auernhammer hat den Stimmkreis souverän gewonnen, was nicht zuletzt Ergebnis der starken Präsenz von ihm und unserer CSU ist“, ist sich Becker sicher. Sie blicke angesichts der vielen kommunalen Herausforderungen mit Respekt, aber insgesamt mit Zuversicht auf die kommende Kommunalwahl.
Zum neuen Vorstand gehören neben Dr. Dr. Becker als Kreisvorsitzender künftig als stellvertretende Vorsitzende Manuel Blenk (Gunzenhausen), Markus Heckl (Pleinfeld), Alexander Höhn (Ellingen), Tobias Kamm (Weißenburg) und Kristin Rathsam (Langenaltheim). Philipp Walther (Treuchtlingen) wurde einstimmig als Schatzmeister bestätigt, Sebastian Münch (Solnhofen) wurde zum Schriftführer gewählt, unterstützt von Katja Schmid (Treuchtlingen) als zweiter Schriftführerin. Auch zehn Beisitzer wurden wieder- oder neugewählt: Anita
Dollinger, Thomas Eschenbacher, Stephan Hoyer, Friedrich Kolb, Ralf Ottmann, Willi Renner, Dr. Friederike Scheel, Jürgen Stäblein, Maren Stichauer und Helmut Strauß vervollständigen die CSU-Vorstandsriege. Der Gunzenhäuser Denis Glotz ist von Becker weiter als CSU-Kreis
geschäftsführer vorgesehen, muss aber in der ersten Vorstandssitzung bestätigt werden.
Ein emotionaler Höhepunkt war der Abschied von Dr. Sigurd Schacht, der nach 56 Jahren als Schriftführer nicht mehr zur Wahl antrat. Kristina Becker würdigte ihn als „ausgleichenden Ratgeber mit unglaublichem Erfahrungsschatz“ (Bericht folgt). Die CSU-Kreisvorsitzende
dankte auch Bezirksrat und Bundeswahlkreisgeschäftsführer Herbert Lindörfer, der die Wahlen wie gewohnt souverän leitete.
Inhaltliche Impulse kamen an diesem Abend in Dittenheim von zwei prominenten Gästen: Landrat Manuel Westphal und MdL Helmut Schnotz. Westphal gab eine umfassende Über sicht über die Landkreisthemen der vergangenen Wahlperiode. Er betonte insbesondere die
Stärke des Landkreises im Bereich Gesundheitsversorgung. „Wir stehen beim Unterhalt unserer Kliniken deutlich besser da als der Rest der Bundesrepublik.“ Man werde weiter investieren – etwa in die Pflegefachschule oder die Sicherstellung der ambulanten Versorgung. „Gesundheit und Pflege bewegt die Menschen besonders. Und wir können stolz sagen: Wir haben hier in den letzten Jahren stark geliefert!“, hob Westphal hervor. Auch beim Thema Hospiz am Brombachsee verwies er auf das herausragende Engagement aller Gemeinden im Landkreis und darüber hinaus. Der Landkreis habe so ein engmaschiges Versorgungssystem für die Gesundheit der Menschen bis zu ihrem Lebensende sichergestellt. „Diese Zusammenarbeit und die er reichte Versorgung im Landkreis sind ganz besonders“, freute sich der Landrat.
MdL Helmut Schnotz zeigte sich überzeugt, dass Investitionen in Krisenzeiten verantwortbar und notwendig sind: „Ich finde es richtig, dass Schulden gemacht werden – das machen auch Unternehmer.“ Verantwortungsvoll sei es nicht, wenn man seinen Kindern kaputte Straßen und nicht funktionsfähige Schulgebäude hinterlasse. Im Gegenteil: „Hier müssen wir anpacken!“ Schnotz sprach sich zudem für mehr Realismus beim sozialen Wohnungsbau und pragmatische Lösungen bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse aus. Auch gesellschaftliche Veränderungen nahm er in den Blick: „Es wird künftig Klimaflüchtlinge geben – da müssen wir schauen, wie wir damit umgehen. Migration bleibt einer der ganz großen Fragen.“
Am Ende der Versammlung war der Tenor eindeutig: Die CSU im Landkreis Weißenburg Gunzenhausen ist gut aufgestellt – mit einem motivierten Team, klaren politischen Positionen und starkem Rückhalt in der Mitgliedschaft. Man werde auch weiterhin die Vor-Ort-Partei sein und könne seine Erfolge der letzten fünf Jahren deutlich präsentieren.
Bildunterschrift: Der neugewählte CSU-Kreisvorstand in Dittenheim für die Amtsperiode 2025–2027. Foto: CSU-Kreisvorstand Weißenburg-Gunzenhausen


