Schauspieler Peter Schneider spielt sein großes Idol in der Kulturfabrik
Roth — Er ist jedem ein Begriff und doch weiß kaum jemand Genaues über die Person und das Leben von Rio Reiser. Der Leipziger Schauspieler Peter Schneider zeigt den Sänger der Revolte, den Politrocker, die Kunsthure und Stimme einer Generation in seinem Theaterstück „Rio Reiser. Der Traum ist aus, aber…“ am Freitag, den 14. November um 20.00 Uhr in der Kulturfabrik Roth.
Bezeichnungen für Ralph Christian Mobius alias Rio Reiser gibt es genug: Romantiker, Gründervater der deutschen Popmusik, Hassprediger, Schlagersänger, Muse, Trinker, bester Rocksänger der Republik, „für den antiimperialistischen Kampf unbrauchbar“ – das alles (und noch viel mehr) war Rio Reiser und doch auch wieder nicht. Der Leipziger Schauspieler (Polizeiruf 110 – Halle, „Nackt unter Wölfen“, „Was man von hier aus sehen kann“) und studierte Musiker Peter Schneider nähert sich auf seine Art einem seiner
großen Vorbilder und transformiert die Poesie des unvergessenen Songkünstlers in eine szenische Nachtgestalt voller Schmerz, Herz und Liebe zur Musik. Er zeigt den Mann, der nie seiner Rolle, aber immer sich selbst treu geblieben war.
Den Mann, der mit seinem Alter Ego kämpfte. Den Künstler mit dem unbedingten Drang zur Bühne. Einen, der dort lebte und starb, um immer wieder aufzuerstehen — unter Bergen ideologischer Altlasten und dem Verbrauch der popkulturellen Werbemaschinerie. In seinem Ensemble schart Peter Schneider Julia Zabolitzki und seine Musiker Georg Spieß, Andreas Schwaiger, Sascha Paul Stratmann, Melchior Walther um sich.
Karten gibt es an den bekannten eventim-Vorverkaufsstellen, online über eventim.de, bei sowie in Roth bei Bücher Genniges und Buchhandlung Feuerlein und an der Abendkasse. Reservierung unter Tel. 09171 848–714.
Foto: Ilko Eichelmann


