Kultfigur Rio Reiser als Theaterstück

von | 3. November 2025 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Schau­spie­ler Peter Schnei­der spielt sein gro­ßes Idol in der Kul­tur­fa­brik

Roth — Er ist jedem ein Begriff und doch weiß kaum jemand Genau­es über die Per­son und das Leben von Rio Rei­ser. Der Leip­zi­ger Schau­spie­ler Peter Schnei­der zeigt den Sän­ger der Revol­te, den Polit­ro­cker, die Kunst­hu­re und Stim­me einer Gene­ra­ti­on in sei­nem Thea­ter­stück „Rio Rei­ser. Der Traum ist aus, aber…“ am Frei­tag, den 14. Novem­ber um 20.00 Uhr in der Kul­tur­fa­brik Roth.

Bezeich­nun­gen für Ralph Chris­ti­an Mobi­us ali­as Rio Rei­ser gibt es genug: Roman­ti­ker, Grün­der­va­ter der deut­schen Pop­mu­sik, Hass­pre­di­ger, Schla­ger­sän­ger, Muse, Trin­ker, bes­ter Rock­sän­ger der Repu­blik, „für den anti­im­pe­ria­lis­ti­schen Kampf unbrauch­bar“ – das alles (und noch viel mehr) war Rio Rei­ser und doch auch wie­der nicht. Der Leip­zi­ger Schau­spie­ler (Poli­zei­ruf 110 – Hal­le, „Nackt unter Wöl­fen“, „Was man von hier aus sehen kann“) und stu­dier­te Musi­ker Peter Schnei­der nähert sich auf sei­ne Art einem sei­ner
gro­ßen Vor­bil­der und trans­for­miert die Poe­sie des unver­ges­se­nen Songkünst­lers in eine sze­ni­sche Nacht­ge­stalt vol­ler Schmerz, Herz und Lie­be zur Musik. Er zeigt den Mann, der nie sei­ner Rol­le, aber immer sich selbst treu geblie­ben war.

Den Mann, der mit sei­nem Alter Ego kämpf­te. Den Künst­ler mit dem unbe­ding­ten Drang zur Büh­ne. Einen, der dort leb­te und starb, um immer wie­der auf­zu­er­ste­hen — unter Ber­gen ideo­lo­gi­scher Alt­las­ten und dem Ver­brauch der pop­kul­tu­rel­len Wer­be­ma­schi­ne­rie. In sei­nem Ensem­ble schart Peter Schnei­der Julia Zabolitz­ki und sei­ne Musi­ker Georg Spieß, Andre­as Schwai­ger, Sascha Paul Strat­mann, Mel­chi­or Walt­her um sich.

Kar­ten gibt es an den bekann­ten even­tim-Vor­ver­kaufs­stel­len, online über eventim.de, bei sowie in Roth bei Bücher Gen­ni­ges und Buch­hand­lung Feu­er­lein und an der Abend­kas­se. Reser­vie­rung unter Tel. 09171 848–714.

Foto: Ilko Eichelm­ann