Wirtschaftsimpulse Altmühlfranken

von | 3. November 2025 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Nach­hal­tig­keit in der Kunst­stoff­ver­pa­ckungs­in­dus­trie

Gun­zen­hau­sen — Am 29. Okto­ber fand bei der VERPA Folie GmbH in Gun­zen­hau­sen die zwei­te Ver­an­stal­tung der For­mat­rei­he „Wirt­schafts­im­pul­se Alt­mühl­fran­ken“ statt. Das Dia­log- und Anwen­der­fo­rum stand dabei unter dem Mot­to „Nach­hal­tig­keit in der Kunst­stoff­ver­pa­ckungs­in­dus­trie – Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen“. Ein­ge­la­den hat­te die Wirt­schafts­för­de­rung des Land­krei­ses, die mit die­sem For­mat den fach­li­chen Aus­tausch rund um zukunfts­fä­hi­ge The­men und inno­va­ti­ve Unter­neh­mens­pra­xis in der Regi­on för­dert.

Im Mit­tel­punkt der Ver­an­stal­tung stand die Fra­ge, wie Nach­hal­tig­keit in der Kunst­stoff­ver­pa­ckungs­bran­che kon­kret, wirt­schaft­lich trag­fä­hig und erfolg­reich umge­setzt wer­den kann. Das Forum bot dazu zahl­rei­che Anre­gun­gen, Pra­xis­bei­spie­le und Raum für Dis­kus­si­on – ein Treff­punkt für Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer, Füh­rungs­kräf­te und Inter­es­sier­te glei­cher­ma­ßen.

Nach der Begrü­ßung durch Land­rat Manu­el West­phal, der die Zie­le der Ver­an­stal­tungs­rei­he „Wirt­schafts­im­pul­se Alt­mühl­fran­ken“ kurz vor­stell­te, über­nahm das gast­ge­ben­de Unter­neh­men VERPA Folie Gun­zen­hau­sen GmbH die inhalt­li­che Ein­füh­rung. Das Fami­li­en­un­ter­neh­men gilt als einer der Vor­rei­ter der Bran­che, wenn es um nach­hal­ti­ge Foli­en­lö­sun­gen geht, und stell­te anschau­lich vor, wie öko­lo­gi­sche Ver­ant­wor­tung und wirt­schaft­li­che Effi­zi­enz mit­ein­an­der ver­ein­bar sind.

Im Anschluss stell­te die Geschäfts­lei­tung der Unter­neh­mens­grup­pe die VERPA Folie GmbH sowie ihre Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie vor. Das inter­na­tio­nal agie­ren­de, frän­ki­sche Fami­li­en­un­ter­neh­men ver­fügt über 40 Jah­re Erfah­rung in der Ent­wick­lung inno­va­ti­ver Foli­en­pro­duk­te. Im Vor­trag wur­de deut­lich, wie VERPA durch den Ein­satz von Rezy­kla­ten, bio­ba­sier­ten Mate­ria­li­en und geschlos­se­nen Mate­ri­al­kreis­läu­fen gemein­sam mit Kun­din­nen und Kun­den res­sour­cen­scho­nen­de Ver­pa­ckungs­lö­sun­gen ent­wi­ckelt. Werks­lei­ter Mar­co Steng­lein prä­sen­tier­te erfolg­rei­che Pro­duk­te bzw. Pro­jek­te wie bei­spiels­wei­se, die Foli­en­rück­ho­lung mit dem „Ver­pa Release Sys­tem“, das Recy­cling-Kon­zept „Ver­pa­lin Green Life“ sowie das neue Ver­pa-Mehr­weg­sys­tem bei der PP-Hohl­kam­mer­plat­ten­pro­duk­ti­on. Ein Pro­jekt ist hier das eigens ent­wi­ckel­te Kunst­stoff-Mehr­weg­sys­tem, indem die Kis­ten bis zu 25 mal wie­der­ver­wen­det wer­den kön­nen, ehe sie regra­nu­liert und zu neu­en Pro­duk­ten ver­ar­bei­tet wer­den.

Auch die EU-Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung (PPWR), die ab dem 12. August 2026 in Kraft tritt, war Bestand­teil der Dis­kus­si­on. Sie ver­pflich­tet Unter­neh­men unter ande­rem dazu, bis 2030 alle Ver­pa­ckun­gen recy­cling­fä­hig oder wie­der­ver­wend­bar zu gestal­ten, bestimm­te Rezy­klat­an­tei­le zu erfül­len und unnö­ti­ge Ver­pa­ckun­gen zu ver­mei­den. Die Ver­ord­nung legt somit kla­re Vor­ga­ben für die Gestal­tung, Ver­wen­dung und Ent­sor­gung von Ver­pa­ckun­gen fest, um die Umwelt­be­las­tung zu mini­mie­ren.

Der Fir­men­in­ha­ber André Bau­mann und sein Geschäfts­füh­rer Tho­mas Greb­ner appel­lier­ten an die Teil­neh­mer, sich bereits jetzt mit dem The­ma aus­ein­an­der­zu­set­zen und nicht bis zum Start der Ver­ord­nung in 2030 zu war­ten. VERPA sei hier­bei bereits heu­te auf einem guten Weg: „Wir sind stolz dar­auf, als Pio­nier im Bereich inno­va­ti­ver und nach­hal­ti­ger Ver­pa­ckungs­lö­sun­gen bes­tens auf die neu­en Vor­ga­ben und Ver­ord­nun­gen rund um die PPWR vor­be­rei­tet zu sein“, erklär­te And­re Bau­mann.

Nach den Impuls­vor­trä­gen gab zudem Mara Han­cker (Geschäfts­füh­re­rin Indus­trie­ver­ei­ni­gung Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen e.V.) einen kur­zen Ein­blick in ihre Ver­bands­ar­beit sowie über die Ver­än­de­run­gen in der Bran­che in den ver­gan­ge­nen 20 Jah­ren. Dabei appel­lier­te die Geschäfts­füh­re­rin an die Ver­tre­ter der Kunst­stoff­in­dus­trie, mit den eige­nen The­men, wie z.B. Recy­cling­fä­hig­keit bei Kunst­stof­fen, durch­aus auch selbst­be­wusst nach außen zu tre­ten.

Ein beson­de­res High­light war der anschlie­ßen­de Rund­gang durch die Pro­duk­ti­ons­hal­len von VERPA Folie. Dabei konn­ten die Teil­neh­mer etwa die Foli­en­ex­tru­si­on, die High­Speed-Dru­cke­rei sowie die Kon­fek­ti­on live im Betrieb erle­ben und die zuvor erläu­ter­ten Kon­zep­te direkt in der Pra­xis ver­fol­gen. Auch der Aus­tausch mit den Fach­leu­ten vor Ort kam nicht zu kurz. Das Forum bot somit nicht nur wert­vol­le Infor­ma­tio­nen und Best-Prac­ti­ce-Bei­spie­le, son­dern auch Gele­gen­heit zum Netz­wer­ken und Erfah­rungs­aus­tausch. Ziel der Ver­an­stal­tung war es, pra­xis­na­he Impul­se für die eige­ne Unter­neh­mens­ent­wick­lung mit­zu­neh­men und den regio­na­len Dia­log zum The­ma Nach­hal­tig­keit wei­ter zu ver­tie­fen.

Auch Land­rat Manu­el West­phal war beein­druckt vom Wis­sens­aus­tausch bei der Ver­an­stal­tung: „Nach­hal­tig­keit ist längst kein Trend­the­ma mehr, son­dern ein zen­tra­ler Wirt­schafts­fak­tor. Unter­neh­men wie VERPA zei­gen ein­drucks­voll, dass öko­lo­gi­sche Ver­ant­wor­tung und wirt­schaft­li­cher Erfolg Hand in Hand gehen kön­nen. Genau die­sen pra­xis­na­hen Aus­tausch und Wis­sens­trans­fer zu aktu­el­len The­men för­dern wir mit den Wirt­schafts­im­pul­sen Alt­mühl­fran­ken.“

Die Wirt­schafts­im­pul­se der Wirt­schafts­för­de­rung sind mit ihren Dia­log- und Anwen­der­fo­ren geför­dert durch das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft, Lan­des­ent­wick­lung und Ener­gie im Rah­men des Regio­nal­ma­nage­ments Bay­ern.

Schon bald war­tet mit dem kom­men­den Dia­log- und Anwen­der­fo­rum das nächs­te High­light der „Wirt­schafts­im­pul­se Alt­mühl­fran­ken“. Am 12. Novem­ber dreht sich im Saal der Braue­rei Fürst Carl in Ellin­gen alles um das The­ma „Erschlie­ßung neu­er Aus­lands­märk­te – gewusst wie!“. Die Anmel­dung hier­für läuft noch unter https://kunststoffverpackungen.de/ gibt es noch wei­te­re Infor­ma­tio­nen.