Landrat Manuel Westphal besucht Holzwerk Walter am Brombachsee

von | 9. Dezember 2025 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Alt­mühl­fran­ken — Hans Wal­ter jun. und sein Vater Hans Wal­ter sen. haben Land­rat Manu­el West­phal sowie Sebas­ti­an Regens­bur­ger von der Wirt­schafts­för­de­rung des Land­krei­ses in ihrem Holz­werk auf der Furth­müh­le in der Gemein­de Pfo­feld zum Unter­neh­mens­be­such emp­fan­gen. Das tra­di­ti­ons­rei­che Unter­neh­men ist seit über 270 Jah­ren im Fami­li­en­be­sitz. Ein beson­de­rer Fokus liegt im Holz­werk auf nach­hal­ti­ger Pro­duk­ti­on sowie regio­na­ler Wert­schöp­fung.

Das Holz­werk Wal­ter blickt auf eine beweg­te Geschich­te zurück: Ursprüng­lich um das Jahr 1400 gegrün­det, wur­de die Furth­müh­le 1748 von Johann Micha­el Wal­ter über­nom­men und befin­det sich seit­her unun­ter­bro­chen im Besitz der Fami­lie – wohl eines der ältes­ten durch­ge­hend fami­li­en­ge­führ­ten Unter­neh­men in Alt­mühl­fran­ken. 1986 muss­te die alte Müh­le im Zuge des Groß­bau­pro­jekts „Frän­ki­sches Seen­land“ dem Klei­nen Brom­b­ach­see wei­chen. Die Fami­lie Wal­ter errich­te­te dar­auf­hin die neue Furth­müh­le etwa einen Kilo­me­ter west­lich direkt am Klei­nen Brom­b­ach­see und führ­te den Betrieb erfolg­reich wei­ter.

Tra­di­ti­on, Nach­hal­tig­keit und regio­na­le Wert­schöp­fung im Blick

Doch das Holz­werk hat nicht nur eine beein­dru­cken­de His­to­rie vor­zu­wei­sen – son­dern auch eine kla­re Zukunfts­vi­si­on. Ein zen­tra­les The­ma spielt dabei die Aus­rich­tung auf Nach­hal­tig­keit und effi­zi­en­te Pro­zes­se. So bezieht man beim Fami­li­en­un­ter­neh­men aus der Gemein­de Pfo­feld bei­spiels­wei­se einen Groß­teil der Roh­stof­fe aus hei­mi­schen Wäl­dern. Auf die­se Wei­se möch­te man nicht nur mög­lichst kur­ze Trans­port­we­ge sicher­stel­len, son­dern auch den End­kun­den Pro­duk­te anbie­ten, deren Holz aus einer nach­hal­ti­gen Wald­be­wirt­schaf­tung stammt. „Auf regio­na­le Kreis­läu­fe mit kur­zen Wegen und den Bezug von Holz aus nach­hal­ti­ger Wald­be­wirt­schaf­tung wird bei uns gro­ßer Wert gelegt“, beton­te Inha­ber Hans Wal­ter jun..

Und auch bei der Ener­gie­be­schaf­fung setzt man beim Holz­werk Wal­ter auf nach­hal­ti­ge Optio­nen: Eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge sowie eine Hack­schnit­zel­hei­zung decken einen gro­ßen Teil des Ener­gie­be­darfs ab. Zudem sorgt seit 2011 ein EWD-Schwing­rah­men­voll­gat­ter mit einer auto­ma­ti­schen Brei­ten­ver­stel­lung für eine fle­xi­ble und effi­zi­en­te Ver­ar­bei­tung der Holz­stäm­me. „Ein zen­tra­ler Punkt in der Ver­ar­bei­tung von Holz­stäm­men sind robus­te Maschi­nen aus robus­ten Mate­ria­li­en – ohne die geht es nicht“, gewähr­te Wal­ter Ein­blick in sei­nen Arbeits­all­tag. Und auch die Tei­le des Stamms, die nicht zu Bal­ken oder Bret­ter ver­ar­bei­tet wer­den kön­nen, blei­ben nicht unge­nutzt. Die­se wer­den zu Hack­schnit­zeln oder Säge­mehl ver­ar­bei­tet und für die Nut­zung in Heiz­zen­tra­len, in der Pel­lets­pro­duk­ti­on, der Zell­stoff­in­dus­trie oder als Ein­streu in Tier­stal­lun­gen ver­wen­det.

Das Ange­bot des Säge­werks reicht von Lohn­schnitt wie Sägen, Hobeln und Säu­men über Imprä­gnie­rung bis hin zu Holz­trock­nung. Egal ob Bau­holz, Kant­höl­zer, Bret­ter, Lat­ten, Hobel­wa­re oder Gar­ten­holz – alles kann indi­vi­du­ell nach Kun­den­wunsch gefer­tigt oder bestellt wer­den. Die Kun­den des in der Gemein­de Pfo­feld lie­gen­den Fami­li­en­be­triebs schät­zen dabei neben der kom­pe­ten­ten Bera­tung ins­be­son­de­re, dass sehr indi­vi­du­ell auf Kun­den­wün­sche ein­ge­gan­gen wird. Auch klei­ne Auf­trä­ge wer­den unkom­pli­ziert umge­setzt und es besteht die Mög­lich­keit, Son­der­ma­ße fle­xi­bel zu rea­li­sie­ren. Als Beson­der­heit wird beim Holz­werk Wal­ter auch Bau­holz in Eiche ange­bo­ten, das vor allem in Was­ser­bau-Pro­jek­ten oder bei Reno­vie­rungs­ar­bei­ten zum Ein­satz kommt.

„Das Holz­werk Wal­ter ist ein Para­de­bei­spiel für die gelun­ge­ne Kom­bi­na­ti­on aus Regio­na­li­tät, Nach­hal­tig­keit und hand­werk­li­chem Kön­nen – es freut mich einen solch tra­di­ti­ons­rei­chen Betrieb in Alt­mühl­fran­ken zu haben“, zeig­te sich Land­rat Manu­el West­phal beim Besuch beein­druckt.

Bild­un­ter­schrift: Hans Wal­ter sen. (l.) arbei­tet an der Voll­gat­ter­sä­ge beim Auf­schnitt von Fich­ten­stäm­men, wäh­rend Betriebs­in­ha­ber Hans Wal­ter jun. (r.) Land­rat Manu­el West­phal (m.) den Fer­ti­gungs­pro­zess vom Baum­stamm bis zum fer­ti­gen Brett und zur Holz­lat­te erläu­tert. Foto: Land­rats­amt Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen / Sebas­ti­an Regens­bur­ger