Leichte Frühjahrsbelebung trotz wirt­schaftlich schwieriger Phase

von | 2. April 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Arbeitslosigkeit sinkt im Vergleich zum Vormonat

Daten im Über­blick

Arbeits­lo­sen­zahl im März: ‑337 zu Vor­mo­nat (‑3,8 Pro­zent) auf 8.509

Arbeits­lo­sen­zahl im Vor­jah­res­ver­gleich: +190 (+2,3 Pro­zent)

Arbeits­lo­sen­quo­te gegen­über Vor­mo­nat: ‑0,2 auf 3,2 Pro­zent

Arbeits­lo­sen­quo­te im Vor­jahr: 3,2 Pro­zent

(red). Wie sai­so­nal üblich geht die Arbeits­lo­sig­keit zu Beginn des Früh­jahrs zurück. Wit­te­rungs­ab­hän­gi­ge Betrie­be wie zum Bei­spiel aus der Bau­bran­che stel­len Per­so­nal wie­der ein, das sie über den Win­ter vor­über­ge­hend ent­las­sen hat­ten.

„Die­se Früh­jahrs­be­le­bung ist Aus­druck eines rela­tiv robus­ten regio­na­len Arbeits­markts genau­so wie die ver­gleichs­wei­se gerin­ge Zunah­me der Arbeits­lo­sig­keit gegen­über dem Vor­jahr. Mit 190 Per­so­nen mehr bezie­hungs­wei­se einer Erhö­hung um 2,3 Pro­zent bewegt sie sich auf einem mode­ra­ten Niveau. Zusätz­lich fan­den im März 1.092 arbeits­los gemel­de­te Men­schen eine neue Stel­le, etwa so vie­le wie in den Jah­ren zuvor. Der regio­na­le Arbeits­markt bie­tet also wei­ter­hin recht gute Chan­cen, erläu­tert Clau­dia Wol­fin­ger, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Ansbach–Weißenburg.

„Den­noch geht die anhal­tend schwie­ri­ge wirt­schaft­li­che Situa­ti­on nicht spur­los am Arbeits­markt der Regi­on vor­bei und so befin­det sich die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen mit 8.509 auf einen rela­tiv hohen Stand. Außer­dem fällt der Zugang neu gemel­de­ter Stel­len mit 785 deut­lich gerin­ger aus als in den Vor­jah­ren, als die Arbeit­ge­ber im März immer jeweils über 1.000 neue Stel­len mel­de­ten. Die­se Zurück­hal­tung der Arbeit­ge­ber ist einer­seits auf die kon­junk­tu­rel­le Lage zurück­zu­füh­ren sowie ande­rer­seits auf struk­tu­rel­le Ver­än­de­run­gen und feh­len­de kla­re Ent­schei­dun­gen der Poli­tik“, erklärt Wol­fin­ger.

Auch wenn die­ser aktu­ell gerin­ger aus­fällt, besteht wei­ter­hin einen Bedarf bei den Unter­neh­men nach Arbeits- und Fach­kräf­ten. Des­halb inves­tiert die Agen­tur wei­ter­hin in die Qua­li­fi­ka­ti­on und beruf­li­che Wei­ter­bil­dung arbeits­los gemel­de­ter Per­so­nen wie auch von Beschäf­tig­ten.

Weni­ger neu gemel­de­te Stel­len

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­tern 785 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Das sind 83 bzw. 9,6 Pro­zent weni­ger als im Vor­mo­nat und 287 bzw. 26,8 Pro­zent weni­ger als im Vor­jahr.

Der größ­te Anteil neu gemel­de­ter Stel­len kam mit 174 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be. Danach fol­gen das Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen mit 128 sowie der Groß- und Ein­zel­han­del mit 84 neu­en Stel­len. Aus der Arbeit­neh­mer­über­las­sung wur­den 71, aus der öffent­li­chen Ver­wal­tung 61, aus dem Bau­ge­wer­be 43 und aus dem Gast­ge­wer­be 40 neue Stel­len gemel­det. Alle Bran­chen mel­de­ten weni­ger neue Stel­len als im Vor­jahr. Am größ­ten fällt die Ver­rin­ge­rung in kon­junk­tur­ab­hän­gi­gen Bran­chen der Arbeit­neh­mer-
über­las­sung (‑121) aus.

Ausbildungsmarkt

Gering­fü­gig weni­ger Aus­bil­dungs­stel­len und mehr Bewerber*innen als im Vor­jahr

Trotz der spür­ba­ren Zurück­hal­tung der Arbeitgeber*innen bei Neu­ein­stel­lun­gen waren im März mit 3.734 nur gering­fü­gig weni­ger Aus­bil­dungs­stel­len gemel­det als im Vor­jahr. Von den gemel­de­ten Aus­bil­dungs­stel­len sind 2.266 also rund 61 Pro­zent zu die­sem frü­hen Zeit­punkt noch unbe­setzt. Im Jahr zuvor waren es rund 67 Pro­zent.

Auf der ande­ren Sei­te waren im März 2.500 Bewerber*innen bei der Berufs­be­ra­tung
gemel­det. Das sind 92 mehr als vor einem Jahr. 1.479 Bewerber*innen und damit rund 59 Pro­zent waren zu die­sem frü­hen Zeit­punkt noch unver­sorgt, also noch ohne Aus­bil­dungs­platz. Im Jahr zuvor waren es rund 51 Pro­zent.

„Es ist sehr posi­tiv zu sehen, dass vie­le Unter­neh­men auch in schwie­ri­gen Zei­ten wei­ter­hin bereit sind, aus­zu­bil­den. Gleich­zei­tig freut es mich, dass wie­der vie­le jun­ge Men­schen Inter­es­se an einer Berufs­aus­bil­dung haben. Für bei­de Sei­ten ist es eine Inves­ti­ti­on in die Zukunft. Die Unter­neh­men, bil­den ihre Fach­kräf­te von mor­gen aus und die Jugend­li­chen, legen ein soli­des Fun­da­ment für ihre beruf­li­che Kar­rie­re“, führt Wol­fin­ger aus.

Stadt und Landkreise

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

Im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen waren im März 2.037 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind 167 weni­ger als im Vor­mo­nat und 74 weni­ger als im Vor­jahr. Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 3,7 Pro­zent, 0,3 Pro­zent­punk­te unter dem Wert des Vor­mo­nats und 0,2 Pro­zent­punk­te unter dem des Vor­jah­res.

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von
Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im März 159 neue Stel­len, das sind 13 mehr als vor einem Monat und 13 weni­ger als vor einem Jahr.

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach

In der Stadt Ans­bach waren im März 1.275 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind 20 mehr als im Vor­mo­nat und 65 mehr als im Vor­jahr. Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt bei 5,3 Pro­zent, 0,1 Pro­zent­punkt über dem Wert des Vor­mo­nats und 0,2 Pro­zent­punk­te über dem des Vor­jah­res.

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von
Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im März 143 neue Stel­len, das sind 13 weni­ger als vor einem Monat und 40 weni­ger als vor einem Jahr.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach

Im Land­kreis Ans­bach waren im März 3.348 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind 62 weni­ger als im Vor­mo­nat und 158 mehr als im Vor­jahr. Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 3,0 Pro­zent, 0,1 Pro­zent­punkt unter dem Wert des Vor­mo­nats und 0,1 Pro­zent­punkt über dem des Vor­jah­res.

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im März 268 neue Stel­len, das sind 89 weni­ger als vor einem Monat und 157 weni­ger als vor einem Jahr.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth

Im Land­kreis Roth waren im März 1.849 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind 128 weni­ger als im Vor­mo­nat und 41 mehr als im Vor­jahr. Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt bei 2,5 Pro­zent, 0,2 Pro­zent­punk­te unter dem Wert des Vor­mo­nats. Sie ent­spricht exakt dem Wert des Vor­jah­res.

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von
Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im März 215 neue Stel­len, das sind sechs mehr als vor einem Monat und 77 weni­ger als vor einem Jahr.

Foto: Bri­git­te Dorr