Pablo Barragán und Nuron Mukumi

von | 5. März 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

5. Gun­zen­häu­ser Kon­zert­rei­he

Gun­zen­hau­sen — Ein emo­tio­nal bewe­gen­der Abend vol­ler Klang­kul­tur und Vir­tuo­si­tät erfüll­te die Stadt­hal­le beim jüngs­ten Kon­zert­rei­hen-Klas­sik­kon­zert. Pablo Bar­ra­gán (Kla­ri­net­te) und Nuron Muku­mi (Kla­vier) sind inter­na­tio­nal bekann­te Künst­ler und waren am letz­ten Sonn­tag­abend in Gun­zen­hau­sen zu Gast. Sie har­mo­nier­ten als Duo her­vor­ra­gend und boten nicht weni­ger als ein musi­ka­li­sches Ereig­nis von beson­de­rer Strahl­kraft.

Spä­tes­tens mit dem Gewinn des Prix Cré­dit Suis­se Jeu­nes Solis­tes im Jahr 2013 wur­de Pablo Bar­ra­gán zum welt­weit gefrag­ten Kam­mer­mu­si­ker. So kon­zer­tiert er regel­mä­ßig mit bedeu­ten­den Orches­tern, dar­un­ter das berühm­te Franz Liszt Cham­ber Orches­tra, und tritt in den gro­ßen Kon­zert­häu­sern der Welt auf. Sein Spiel zeich­net sich durch klang­li­che Tie­fe, tech­ni­sche Bril­lanz und eine bemer­kens­wer­te Aus­drucks­kraft aus.

An sei­ner Sei­te musi­zier­te in Gun­zen­hau­sen Nuron Muku­mi, ein Pia­nist von eben­so beein­dru­cken­der Vita. Meh­re­re CD-Ver­öf­fent­li­chun­gen, u.a. zu Tschai­kow­skis letz­ten Kla­vier­kom­po­si­tio­nen, doku­men­tie­ren sein künst­le­ri­sches Schaf­fen. Muku­mi wur­de 1996 gebo­ren und diri­gier­te bereits als Acht­jäh­ri­ger das Natio­na­le Sin­fo­nie­or­ches­ter Usbe­ki­stans – ein frü­her Nach­weis sei­ner außer­ge­wöhn­li­chen musi­ka­li­schen Bega­bung. Sein Kon­zert­ex­amen schloss er frei­lich mit Aus­zeich­nung ab und am Flü­gel über­zeug­te er in der Stadt­hal­le mit sen­si­bler Gestal­tungs­kraft, kla­rem Anschlag und gro­ßer sti­lis­ti­scher Rei­fe.

Auf der Kon­zert­agen­da stan­den Wer­ke von Robert Schu­mann (Dich­ter­lie­be op. 48), Carl Maria von Weber (Grand Duo con­cer­tant Es-Dur op. 48), Béla Bar­tók (Rumä­ni­sche Volks­tän­ze) und Johan­nes Brahms (Sona­te Es-Dur op. 120 Nr. 2). Das Duo inter­pre­tier­te die anspruchs­vol­len Kom­po­si­tio­nen mit fei­nem Gespür für musi­ka­li­sche Dia­lo­ge. Die Künst­ler agier­ten auf­merk­sam und zugleich lei­den­schaft­lich – ganz im gemein­sa­men Spiel ver­sun­ken. Dabei war spür­bar, dass sie nicht nur musi­ka­lisch, son­dern offen­bar auch freund­schaft­lich eng ver­bun­den sind.

Der reich­hal­ti­ge Applaus am Ende des Kon­zerts sprach für sich: Das Publi­kum zeig­te sich begeis­tert von einem Abend, der durch künst­le­ri­sche Exzel­lenz, klang­li­che Raf­fi­nes­se und ein tief emp­fun­de­nes musi­ka­li­sches Mit­ein­an­der über­zeug­te. Ein Kon­zert, das bei den ört­li­chen Klas­sik­fans noch lan­ge nach­klin­gen dürf­te. 

Wei­ter geht die Gun­zen­häu­ser Kon­zert­rei­he am Sonn­tag, 26. April 2026, um 19.30 Uhr mit dem Auf­tritt des Apol­lon Mus­a­gè­te Streich­quar­tetts. Die Ver­an­stal­tungs­rei­he wird von der Spar­kas­se Mit­tel­fran­ken-Süd finan­zi­ell unter­stützt. Außer­dem enga­gie­ren sich das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­ri­um für Wis­sen­schaft und Kunst sowie der Baye­ri­sche Musik­rat.

Für Fra­gen rund um die Gun­zen­häu­ser Kon­zert­rei­he ste­hen Ihnen die Mit­ar­bei­te­rin­nen des Kul­tur­bü­ros und der Tou­rist Infor­ma­ti­on unter der Tele­fon­num­mer 09831/508–300 / ‑109 oder per E‑Mail an kulturamt@gunzenhausen.de ger­ne zur Ver­fü­gung. Das Ver­an­stal­tungs­pro­gramm fin­den Sie unter www.gunzenhausen.info.

Foto: Stadt Gunzenhausen/Astrid Stieg­litz