Mit Abitur die berufliche Karriere in der Pflege starten?

von | 23. Januar 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Stu­di­en­be­ra­tung mal anders: FOS-Schü­ler erar­bei­ten Thea­ter­stück

Wei­ßen­burg — Mit dem Abitur in der Tasche in einen Pfle­ge­be­ruf ein­zu­stei­gen ist für vie­le noch unge­wohnt. Doch längst bie­ten sich für jun­ge Men­schen auch hier inter­es­san­te Kar­rie­re­mög­lich­kei­ten, wie Schü­ler der FOSBOS Wei­ßen­burg her­aus­ge­ar­bei­tet haben.

Unter­stützt wur­den die Schü­ler dabei durch Jean-Fran­cois Dro­zak und sei­nem Team. Der Thea­ter­päd­ago­ge tourt im Auf­trag des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit, Pfle­ge und Prä­ven­ti­on seit 2020 durch Bay­ern und ver­mit­telt mit einer „sze­ni­schen Talk­show“, was die neue gene­ra­lis­ti­sche Aus­bil­dung zur Pfle­ge­fach­kraft und das Stu­di­um der Pfle­ge aus­macht.

Eine gan­ze Woche lang saßen die Schü­ler zusam­men und ent­wi­ckel­ten zusam­men mit der erfah­re­nen Thea­ter­päd­ago­gin Isa­bel Lind­ner ein Thea­ter­stück mit einer sol­chen sze­ni­schen Berufs­be­ra­tung.

Für die Thea­ter­pro­duk­ti­on inter­view­ten die Jugend­li­chen Exper­ten aus ganz Mit­tel­fran­ken, die in pfle­ge­ri­schen Gesund­heits­be­ru­fen arbei­ten bzw. an einer Hoch­schu­le leh­ren (Ste­fa­nie Lin­de­mei­er vom Eltern-Kind-Zen­trum des Kli­ni­kums Nürn­berg, Gün­ther Heil von der Gemein­nüt­zi­gen Gesell­schaft für sozia­le Diens­te, Tab­itha Andrusz­ko und Stef­fi Kurtz vom Kli­ni­kum Alt­mühl­fran­ken und Prof. Dr. Chris­ti­na Bren­de­bach von der evan­ge­li­schen Hoch­schu­le Nürn­berg) und erhiel­ten so einen Ein­blick in deren Berufs­all­tag. Die­se Exper­ten wirk­ten im Anschluss auch im Rah­men der Thea­ter­auf­füh­rung mit.

Her­aus­ge­kom­men sind dabei All­tags­ge­schich­ten und berüh­ren­de Momen­te, die ver­deut­li­chen, wie wich­tig die­ser Beruf ist — aber auch, dass Pfle­ge für Absol­ven­ten mit höhe­rem Schul­ab­schluss eine span­nen­de Opti­on ist. So kön­nen sich Schü­ler u. a. nach Ihrem Abitur auch für ein Dua­les Stu­di­um ent­schei­den, um z. B. das Stu­di­um der Pfle­ge­wis­sen­schaf­ten mit einer Aus­bil­dung im Pfle­ge­be­reich zu ver­bin­den. Inzwi­schen ist jedoch an deut­schen Hoch­schu­len auch ein rei­nes Pfle­ge­stu­di­um mög­lich.

Die von den Schü­lern erar­bei­te­te sze­ni­sche Berufs­be­ra­tung hat­te genau sol­che Per­spek­ti­ven im Blick, denn jun­ge Men­schen, die Füh­rungs­auf­ga­ben in Kran­ken­häu­sern und Alten­hei­men über­neh­men, in Bera­tungs­stel­len tätig wer­den oder sich als Spe­zia­lis­ten selb­stän­dig machen sind drin­gend gesucht.

Am Frei­tag, 23. Febru­ar 2026 war es dann soweit: Im prall gefüll­ten Wild­bad­saal in Wei­ßen­burg gab es zwei Vor­stel­lun­gen des Thea­ter­stücks. Neben den Schü­lern und Lehr­kräf­ten der FOSBOS Wei­ßen­burg waren auch Land­rat Manu­el West­phal und der Vor­stand des Kli­ni­kums Alt­mühl­fran­ken, Chris­toph Schnei­de­win anwe­send.

Nach Auf­fas­sung von Land­rat Manu­el West­phal ist es gera­de im Rah­men der Berufs­ori­en­tie­rung wich­tig, neue Wege auf­zu­zei­gen. Mit die­sem Thea­ter­pro­jekt kön­nen die jun­gen Men­schen sei­ner Ein­schät­zung nach erle­ben, dass Pfle­ge ein Beruf mit Sinn, Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten und aka­de­mi­scher Per­spek­ti­ve ist – für alle, die Ver­ant­wor­tung über­neh­men und Men­schen beglei­ten möch­ten.

Kli­nik-Vor­stand Chris­toph Schnei­de­win war eben­falls sehr ange­tan: „Den Schü­lern ist es gelun­gen, die her­vor­ra­gen­den Per­spek­ti­ven, die der Pfle­ge­be­ruf mit sich bringt, auf leben­di­ge und anschau­li­che Wei­se dar­zu­stel­len. Pfle­ge braucht Spe­zia­lis­ten – es ist wich­tig, dass vie­le Absol­ven­ten den Pfle­ge­be­ruf wäh­len, sei es über die her­kömm­li­che Aus­bil­dung oder ein Stu­di­um der Pfle­ge. Im Kli­ni­kum Alt­mühl­fran­ken freu­en wir uns , wenn wir über die­sen Weg mög­lichst vie­le ehe­ma­li­ge Schü­ler der FOSBOS Wei­ßen­burg zukünf­tig bei uns als Mit­ar­bei­ter begrü­ßen dür­fen.“

Schul­lei­ter Klaus Drot­zi­ger fand es toll, in wie kur­zer Zeit die auf der Büh­ne ste­hen­den Schü­ler der FOSBOS sich in die Rol­le eines Schau­spie­lers ein­ge­fun­den haben und mit wel­chem Enga­ge­ment sie auf der Büh­ne agier­ten. Sein Dank galt aber auch der Thea­ter­päd­ago­gin Isa­bel Lind­ner, unter deren Anlei­tung die Vor­be­rei­tung und Durch­füh­rung statt­ge­fun­den hat.

Bild­un­ter­schrift: Im Bild: Vor­ne von Links: Schul­lei­ter Klaus Drot­zi­ger, Land­rat Manu­el West­phal, Kli­nik-Vor­stand Chris­toph Schnei­de­win und eini­ge exter­ne Exper­ten im gut gefüll­ten Wild­bad­saal. Foto: FOSBOS

Die exter­nen Exper­ten mit den schau­spie­lern­den Schü­ler der FOSBOS Wei­ßen­burg und Thea­ter­päd­ago­gin Isa­bel Lind­ner (ganz Rechts) auf der Büh­ne. Foto: FOSBOS