Mit Kindern gemeinsam ein Stück Zukunft pflanzen

von | 7. April 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen

Gun­zen­hau­sen — In den letz­ten Jah­ren wur­den auf zahl­rei­chen städ­ti­schen Grund­stü­cken kli­ma­re­sis­ten­de Bäu­me gepflanzt. Der Grund hier­für fin­det sich nicht nur im ambi­tio­nier­ten Pflanz­pro­jekt „1200 Bäu­me für Gun­zen­hau­sen“ — immer­hin haben wir die Hür­de längst genom­men. Viel­mehr sind Bäu­me bes­te Koh­len­stoff­spei­cher und sor­gen in aus­rei­chen­der Men­ge dafür, dass sich unse­re Erde nicht über­mä­ßig erwärmt. Dazu geht es unse­rem hei­mi­schen Wald gar nicht gut und der Kli­ma­wan­del setzt ihm ordent­lich zu. Wir alle soll­ten unse­ren akti­ven Bei­trag leis­ten, den vom Reden allein wird die Erde nicht gesun­den. Als zukunfts­ori­en­tier­te Stadt gehen wir vor­ne­weg und haben vor kur­zem mit Kin­dern aus dem Löhe-Kin­der- und Fami­li­en­zen­trum zehn neue Bäu­me im an die KiTa angren­zen­den Spi­tal­wäld­chen gepflanzt. Tat­kräf­tig unter­stützt wur­de die Pflanz­ak­ti­on von den Förs­tern Bern­hard Lei­del (Amt für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Fors­ten) und Ger­not Hand­ke (Forst­be­triebs­ge­mein­schaft Fran­ken-Süd wV).

In dem klei­nen Wäld­chen waren eini­ge Bäu­me ein­ge­gan­gen und es klaff­ten mitt­ler­wei­le gro­ße Lücken. Der Wunsch nach Ersatz war groß, denn Bäu­me sind nicht nur Kli­ma­ret­ter Num­mer 1 und sehen gut aus, son­dern sie spen­den im Som­mer zusätz­lich erhol­sa­men Schat­ten. Gemein­sam mit ihren fach­li­chen Part­nern hat die Stadt Gun­zen­hau­sen daher reagiert und auch das Kin­der- und Fami­li­en­zen­trum für die gemein­sa­me Pflanz­ak­ti­on begeis­tern kön­nen. „Baum­pflan­zun­gen sind ein sicht­ba­rer, direk­ter und leicht umsetz­ba­rer Bei­trag zu Kli­ma­schutz und Nach­hal­tig­keit“, erklärt Ers­ter Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Fitz. „Wir möch­ten Kin­der früh­zei­tig an Umwelt­the­men her­an­füh­ren und sie für den Erhalt der Natur begeis­tern. Ich dan­ke allen Betei­lig­ten für die Umset­zung und bin stolz dar­über, wie die Kin­der mit ange­packt haben. Im Kampf gegen den Kli­ma­wan­del zählt jeder ein­zel­ne Baum!“

Für die Kin­der war die Akti­on nicht nur ein gro­ßer Spaß, son­dern auch sehr lehr­reich. Die bei­den Förs­ter stan­den mit Rat und Tat zur Sei­te, erklär­ten den Pflanz­vor­gang und unter­stüt­zen beim Anbrin­gen des Schutz­zau­nes. Jeder gepflanz­te Baum gehört einer Sor­te an, die in der Ver­gan­gen­heit bereits zum „Baum des Jah­res“ gekürt wur­de. Von der Eibe, über die Vogel­kir­sche bis hin zum Wild­ap­fel fan­den so die unter­schied­lichs­ten Arten eine neue Hei­mat. Zu jedem ein­ge­pflanz­ten Baum hat­te Bern­hard Lei­del alters­ge­rech­tes Info­ma­te­ri­al mit­ge­bracht, über das die Buben und Mäd­chen im Nach­gang in den Kin­der­gar­ten­grup­pen spre­chen konn­ten.

In Gun­zen­hau­sen ver­ste­hen wir Baum­pflan­zun­gen als Bei­trag zur grü­nen Stadt­ent­wick­lung. Unser Han­deln berück­sich­tigt Natur‑, Kli­ma- und Res­sour­cen­schutz, Lebens­qua­li­tät und sozia­le Bedürf­nis­se zugleich. Das Ziel ist eine lebens­wer­te und kli­ma­re­si­li­en­te Stadt, in der Grün- und Frei­räu­me inte­gra­ler und akzep­tier­ter Bestand­teil der Infra­struk­tur sind. „Mit einer sol­chen Pflanz­ak­ti­on ver­fol­gen wir daher öko­lo­gi­sche, sozia­le und öko­no­mi­sche Zie­le“, so Chris­ti­na Bickel, Lei­te­rin des städ­ti­schen Lie­gen­schafts­am­tes. „Wir möch­ten Gun­zen­hau­sen wider­stands­fä­hi­ger gegen den Kli­ma­wan­del machen, dabei die Lebens­qua­li­tät ver­bes­sern und gesun­de öffent­li­che Räu­me schaf­fen. Für jetzt und für mor­gen.“

Bild­un­ter­schrift: Förs­ter Bern­hard Lei­del erklärt den Kin­dern und Erzie­he­rin­nen, auf was es beim Bäu­me pflan­zen ankommt. Foto: Stadt Gunzenhausen/Manuel Gros­ser