Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Franken

von | 28. Juni 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Pleinfeld, Treuchtlingen, Weißenburg

Impul­se für die Zukunft / Erfolg­rei­che Bilanz 2024 / „Ger­man Brand Award” für neu­es Erschei­nungs­bild / Bay­erns Tou­ris­mus­mi­nis­te­rin Michae­la Kani­ber: „Ein Vier­tel aller Gäs­te in Bay­ern macht Urlaub in Fran­ken“

Münch­berg (red). Mit star­ken Zah­len, kla­ren Zukunfts­im­pul­sen und einem preis­ge­krön­ten neu­en Design hat der Tou­ris­mus­ver­band Fran­ken bei sei­ner Mit­glie­der­ver­samm­lung am 26. Juni 2025 in Münch­berg die Wei­chen für die kom­men­den Jah­re gestellt. „Fran­ken sticht auf dem Rei­se­markt durch Qua­li­tät und pro­fes­sio­nel­les Mar­ke­ting her­aus“, so Tho­mas Bold, Vor­sit­zen­der des Tou­ris­mus­ver­ban­des Fran­ken: „Umso wich­ti­ger ist es, das Bewusst­sein dafür zu schär­fen, dass guter Tou­ris­mus auch die Lebens­qua­li­tät der Men­schen vor Ort deut­lich stei­gert.“

Neu­es Design – mehr­fach aus­ge­zeich­net

Seit einem Jahr prä­sen­tiert sich der Tou­ris­mus­ver­band Fran­ken in einem neu­en, moder­nen und klar struk­tu­rier­ten Design mit dem Slo­gan „Fran­ken – Freu­de am Ent­de­cken“. „Der ein­heit­li­che Auf­tritt wird von unse­ren Mit­glie­dern als zeit­ge­mäß und pro­fes­sio­nell wahr­ge­nom­men und stärkt die Wie­der­erken­nung bei Gäs­ten und Part­nern“, beton­te Tho­mas Bold.

Auch in der Pro­fi-Liga fin­det der Auf­tritt Aner­ken­nung: Beim „Ger­man Brand Award 2025” wur­de der Ver­band als „Win­ner“ in der Kate­go­rie „Excel­lence in Brand Stra­tegy and Crea­ti­on“ aus­ge­zeich­net. In der Jury-Begrün­dung heißt es: Mit „Fran­ken – Freu­de am Ent­de­cken“ gelin­ge es dem Ver­band, „die Essenz der Regi­on in einer kla­ren und emo­tio­na­len Mar­ken­iden­ti­tät zu ver­dich­ten“. Die sti­li­sier­te Herz­form im „F“ des Logos ver­mitt­le „auf sub­ti­le Wei­se Herz­lich­keit und Lei­den­schaft“, die har­mo­ni­sche Farb­pa­let­te ver­bin­de „tra­di­tio­nel­le Wer­te mit zeit­ge­mä­ßer Anspra­che“. Somit sei das neue Design „ein ästhe­tisch und stra­te­gisch aus­ge­reif­tes Pro­jekt, das sowohl visu­ell als auch inhalt­lich über­zeugt“.

Dar­über hin­aus wur­de die aktu­el­le und im neu­en Design gestal­te­te Aus­ga­be des Urlaubs­ma­ga­zins „Fran­ken – Freu­de am Ent­de­cken“ beim „T.A.I. Wer­be Grand Prix 2025” mit Gold in der Publi­kums­wer­tung aus­ge­zeich­net – mehr als 70.000 Per­so­nen hat­ten abge­stimmt. „Eine Leis­tung, auf die der Ver­band zu Recht stolz sein kann“, so Tho­mas Bold.

Tou­ris­mus­bi­lanz 2024: Posi­ti­ve Ent­wick­lung

Gemein­sam mit Ange­li­ka Schäf­fer, Geschäfts­füh­re­rin des Tou­ris­mus­ver­ban­des Fran­ken, stell­te Tho­mas Bold die frän­ki­sche Tou­ris­mus­bi­lanz für das Jahr 2024 vor. „Ins­ge­samt ver­zeich­nen wir ein deut­li­ches Plus von 3,7 Pro­zent bei den Gäs­te­an­künf­ten und 1,9 Pro­zent bei den Über­nach­tun­gen“, berich­te­te Ange­li­ka Schäf­fer. Damit wur­de 2024 erst­mals die Mar­ke von 26 Mil­lio­nen Über­nach­tun­gen über­schrit­ten. Den­noch war in eini­gen frän­ki­schen Feri­en­land­schaf­ten die schwie­ri­ge wirt­schaft­li­che Lage spür­bar, was sich in klei­ne­ren Del­len in der Bilanz nie­der­schlug. Ande­rer­seits leg­ten ande­re Gebie­te stark zu – etwa die Städ­te­re­gi­on Nürn­berg und das Frän­ki­sche Wein­land. Die Über­nach­tungs­zah­len der Frän­ki­schen Städ­te stie­gen ins­ge­samt um 6,6 Pro­zent, wobei Würz­burg sich mit einem Plus von 12,2 Pro­zent an die Spit­ze setz­te. Auch die frän­ki­schen Heil­bä­der und Kur­or­te ver­zeich­ne­ten ein Über­nach­tungs-Plus von 2,3 Pro­zent. „Schon 2023 war das Jahr mit dem bes­ten Über­nach­tungs­er­geb­nis in der Geschich­te des Tou­ris­mus­ver­ban­des Fran­ken“, ergänz­te Tho­mas Bold: „Die posi­ti­ven Zah­len zei­gen, dass unser Kon­zept und unse­re cross­me­dia­le Mar­ke­ting-Stra­te­gie grei­fen.“

Die­se Stra­te­gie wirkt nicht nur inner­halb Deutsch­lands, son­dern auch beim Aus­lands­rei­se­ver­kehr. „Er bleibt ein bedeu­ten­der Pfei­ler des frän­ki­schen Tou­ris­mus“, so Ange­li­ka Schäf­fer: „Etwa jeder fünf­te Gast kommt aus dem Aus­land.“ Beson­ders wich­tig sei­en die Nie­der­lan­de, die USA, Polen, die Schweiz, Öster­reich sowie Märk­te in Asi­en und Skan­di­na­vi­en. Der Flug­ha­fen Nürn­berg fun­gie­re als ver­läss­li­cher Part­ner, ergän­zend dazu gebe es geziel­te Markt­ak­ti­vi­tä­ten vor Ort.

Ein Vier­tel aller Gäs­te in Bay­ern macht Urlaub in Fran­ken

Gro­ße Aner­ken­nung fand der frän­ki­sche Tou­ris­mus bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung in der Fest­re­de von Michae­la Kani­ber, baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­rin für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft, Fors­ten und Tou­ris­mus. „Fran­ken berei­chert unse­ren Tou­ris­mus in Bay­ern um geschichts­träch­ti­ge Städ­te, eine ein­zig­ar­ti­ge Seen- und Flüs­se­land­schaft, uralte Wald­ge­bie­te, beein­dru­cken­de Natur- und Out­door­er­leb­nis­se und lieb­li­che Wein­ber­ge. Genau­so aber gehört zu Fran­ken eine jahr­hun­der­te­al­te Brau- und Gast­wirt­schafts­tra­di­ti­on. Die kuli­na­ri­schen High­lights wie die typisch frän­ki­schen Brat­würs­te, das Schäu­fe­le oder der Karp­fen sind dabei unver­zicht­ba­re Genüs­se“, so die Tou­ris­mus­mi­nis­te­rin: „Das alles kommt bei unse­ren Gäs­ten aus nah und fern gut an: Im ver­gan­ge­nen Jahr mach­te ein Vier­tel aller Gäs­te, die wir in Bay­ern begrü­ßen durf­ten, Urlaub in Fran­ken. Kurz­um: Ohne den frän­ki­schen Tou­ris­mus wäre unser Tou­ris­mus im Frei­staat wie eine Brot­zeit ohne Bier – unvoll­stän­dig und nur halb so schön!“

Star­ke Prä­senz durch Mar­ke­ting, Medi­en­ko­ope­ra­tio­nen und aus­ge­zeich­ne­te PR

Inner­halb sei­nes Mar­ke­tings setzt der Tou­ris­mus­ver­band Fran­ken auf eine brei­te Mischung. Platt­for­men wie Insta­gram, Face­book, You­Tube, Lin­ke­dIn oder komoot sowie geziel­tes Influen­cer-Mar­ke­ting sei­en fes­ter Bestand­teil des Port­fo­li­os. Zudem zeig­te der Ver­band ver­stärk­te Prä­senz im Print­be­reich durch Anzei­gen und Adver­to­ri­als in Tages­zei­tun­gen und Maga­zi­nen, durch Auf­trit­te in Radio und Fern­se­hen oder durch Medi­en­ko­ope­ra­tio­nen.

Auch in die­sem Bereich sticht der Tou­ris­mus­ver­band Fran­ken her­aus: Für sei­ne Pres­se­ar­beit wur­de der Ver­band beim „Tou­ris­tik PR und Medi­en Award“ sowohl 2024 als auch 2025 aus­ge­zeich­net. Bei die­sem Award, für den nur Journalist:innen abstim­men dür­fen, kam der Tou­ris­mus­ver­band Fran­ken zwei­mal unter die Top 10 und war damit jeweils bes­te deut­sche Tou­ris­mus­or­ga­ni­sa­ti­on.

Motor der Regio­nal­ent­wick­lung: Tou­ris­mus als Wirt­schafts­fak­tor

Des Wei­te­ren stell­te Tho­mas Bold her­aus, dass „Tou­ris­mus ein bedeu­ten­der Wirt­schafts­fak­tor in Fran­ken ist und bleibt“. Der Jah­res­brut­to­um­satz lag 2023 bei 11,4 Mil­li­ar­den Euro – ein Anstieg um eine Mil­li­ar­de gegen­über der letz­ten Erhe­bung 2019. 175.240 Per­so­nen bezie­hen ihr Haupt­ein­kom­men damit aus dem Tou­ris­mus (+5,4 % zu 2019). Für Ange­li­ka Schäf­fer ist damit klar: „Tou­ris­mus­ar­beit ist kein Selbst­zweck – sie bringt gro­ßen Nut­zen für die Men­schen vor Ort.“ Als Motor der Regio­nal­ent­wick­lung för­de­re er die loka­le Infra­struk­tur: etwa durch die Ansied­lung neu­er Unter­neh­men und Dienst­leis­ter, durch Neu­eröff­nun­gen in der Gas­tro­no­mie, durch neue Wan­der- und Rad­we­ge und Inves­ti­tio­nen in Muse­en und Kul­tur­ein­rich­tun­gen.

Her­aus­for­de­run­gen ange­hen und Bewusst­sein schaf­fen

Umso wich­ti­ger sei es des­halb, die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen im Tou­ris­mus aktiv anzu­ge­hen. Dazu gehört die momen­ta­ne Wirt­schafts­la­ge. Zwar stel­len die aktu­el­len Rei­se­ana­ly­sen fest, dass die Rei­se­lust groß und eine Rei­se für vie­le meis­tens mach­bar ist. „Doch bei Zwei­trei­sen oder Kurz­ur­lau­ben wird es schwie­ri­ger“, führ­te Tho­mas Bold aus: „Das ist rele­vant für Fran­ken, das klas­si­scher­wei­se ein Rei­se­ziel für die­ses Seg­ment dar­stellt.“ Umso wich­ti­ger sei es des­halb, auf dem Markt her­aus­zu­ste­chen und in Qua­li­tät und Mar­ke­ting zu inves­tie­ren: „Fran­ken hat dafür her­vor­ra­gen­des Poten­zi­al“, so der Vor­sit­zen­de.

Direk­te Aus­wir­kun­gen hat die Wirt­schafts­la­ge auch auf die Finan­zie­rung der kom­mu­na­len Leis­tun­gen im Tou­ris­mus. „Da es sich hier um frei­wil­li­ge Leis­tun­gen han­delt, wird in Zei­ten knap­per Haus­hal­te dort als ers­tes der Rot­stift ange­setzt“, erläu­ter­te Tho­mas Bold – und das wie­der­um wirkt sich sowohl auf die Finan­zie­rung der tou­ris­ti­schen Infra­struk­tur als auch auf die tou­ris­ti­sche Mar­ke­ting­ar­beit der Kom­mu­nen und Ver­bän­de aus. „Des­halb müs­sen wir Bewusst­sein dafür schaf­fen, dass Tou­ris­mus auf die Lebens­qua­li­tät der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung ein­zahlt und die Attrak­ti­vi­tät des Stand­orts erhält und wei­ter aus­baut.“ Aus die­sem Grund haben sich die vier baye­ri­schen regio­na­len Tou­ris­mus­ver­bän­de bereits 2022 zum „Kura­to­ri­um für den Baye­ri­schen Tou­ris­mus“ zusam­men­ge­schlos­sen und ein Posi­ti­ons­pa­pier mit For­de­run­gen an Man­dats­trä­ger und rele­van­te Orga­ni­sa­tio­nen über­ge­ben.

Aus­bil­dungs­kam­pa­gne: Tou­ris­mus als attrak­ti­ves Berufs­feld

In die Zukunft inves­tiert der Tou­ris­mus­ver­band Fran­ken auch beim tou­ris­ti­schen Nach­wuchs. Des­halb hat er unter dem Mot­to „Mit Lei­den­schaft und Know-how: Star­te dei­ne Ausbildung/Karriere als Kauf­man­n/-frau für Tou­ris­mus und Frei­zeit“ eine eige­ne Aus­bil­dungs­of­fen­si­ve gestar­tet. „Damit wol­len wir zum einen jun­gen Men­schen Anrei­ze bie­ten, eine Aus­bil­dung im Tou­ris­mus zu begin­nen. Zum ande­ren wol­len wir aber auch die Betrie­be moti­vie­ren, mehr Aus­bil­dungs­plät­ze anzu­bie­ten“, so Tho­mas Bold. Der tou­ris­ti­sche Nach­wuchs kommt für die Kam­pa­gne in eigens dafür pro­du­zier­ten Vide­os selbst zu Wort, in denen ver­schie­de­ne Aus­bil­dungs­be­rei­che wie städ­ti­sche Tou­rist-Infos, Kur­or­te und Tou­ris­mus­re­gio­nen, aber auch Berufs­schul-All­tag und Inter­views mit Praktiker:innen und Absolvent:innen gezeigt wer­den. Die Kam­pa­gne ist sehr gut ange­lau­fen – das zei­gen bereits über eine Mil­li­on Impres­si­ons auf Social Media.

Für die Zukunft sieht sich der Tou­ris­mus­ver­band Fran­ken bei allen Her­aus­for­de­run­gen gut auf­ge­stellt. Neue Hotel­pro­jek­te, die Ernen­nung Wei­ßen­stadts zum Heil­bad und hoch­wer­ti­ge Ange­bo­te wie die neu­en Seil­bah­nen am Och­sen­kopf zei­gen laut Ange­li­ka Schäf­fer, „dass Investor:innen Fran­ken nicht nur als schö­ne, son­dern auch als nach­hal­ti­ge und moder­ne Urlaubs­re­gi­on wahr­neh­men“.

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