Mittelfränkische Integrationspreise 2024 in Nürnberg überreicht

von | 27. Oktober 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Nürn­berg (red). Innen- und Inte­gra­ti­ons­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann und Regie­rungs­prä­si­den­tin Dr. Kers­tin Engel­hardt-Blum haben heu­te in Nürn­berg die Inte­gra­ti­ons­prei­se für den Regie­rungs­be­zirk Mit­tel­fran­ken ver­lie­hen.

Bereits zum sieb­zehn­ten Mal hat die Regie­rung von Mit­tel­fran­ken den Inte­gra­ti­ons­preis für erfolg­rei­che und nach­hal­ti­ge Inte­gra­ti­ons­ar­beit aus­ge­lobt. Auch in die­sem Jahr konn­ten wie­der beson­ders gelun­ge­ne, nach­hal­ti­ge und erfolg­ver­spre­chen­de Inte­gra­ti­ons­pro­jek­te aus­ge­zeich­net wer­den. Das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­ri­um des Innern für Sport und Inte­gra­ti­on hat dafür einen Gesamt­be­trag von 5.000 Euro zur Ver­fü­gung gestellt.

Inte­gra­ti­ons­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann lob­te die Ehren­amt­li­chen: „Das Enga­ge­ment der heu­ti­gen Preis­trä­ge­rin­nen und Preis­trä­gern ist vor­bild­lich! Es trägt nicht nur zu einer erfolg­rei­chen Inte­gra­tion bei, son­dern auch zur Stär­kung des gesell­schaftlichen Zusam­men­halts, zu einem guten Mit­ein­an­der der Kultu­ren und damit auch zum sozia­len Frie­den vor Ort. Sie haben mit ihrem her­aus­ra­gen­den Initia­ti­ven ein­drucksvoll gezeigt, was mit außerge­wöhn­lichem Ein­satz vor Ort bewirkt wer­den kann. Ich dan­ke Ihnen allen für die­sen vorbild­lichen Ein­satz.”

Von ins­ge­samt 22 Initia­ti­ven, die sich bewor­ben haben, wur­den drei Pro­jek­te aus­ge­wählt. Die prä­mier­ten Pro­jek­te ste­hen stell­ver­tre­tend für alle Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber, die sich mit ihren Ideen, ihrem Ein­satz und ihrer Freu­de an der Arbeit im Bereich der Inte­gra­ti­on geflüch­te­ter Men­schen in her­aus­ra­gen­der Wei­se ver­dient gemacht haben.

Die Preise gehen in diesem Jahr an folgende Projekte:

1. Preis: „Netz­werk zur beruf­li­chen Inte­gra­ti­on von Migran­ten mit Gesund­heits­be­ru­fen“

Gesund­heits­re­gi­on plus – Stadt und Land­kreis Ans­bach

Dr. Gerd-Rüdi­ger Fran­ke, Medi­zi­ner im Ruhe­stand, hat­te die groß­ar­ti­ge Idee, ein Netz­werk zur Unter­stüt­zung von Geflüch­te­ten mit Erfah­rung in Gesund­heits­be­ru­fen auf­zu­bau­en. In Zei­ten des Fach­kräf­te­man­gels, der gera­de die Gesund­heits­be­ru­fe beson­ders hart trifft, ist es gelun­gen, zusätz­li­che medi­zi­ni­sche und pfle­ge­ri­sche Fach­kräf­te zu fin­den und in den Arbeits­markt zu inte­grie­ren. Chris­ti­na Löh­ner von der Geschäfts­stel­le der Gesund­heits­re­gi­on griff die­se Idee auf und über­nahm die Koor­di­na­ti­on des Pro­jekts. Geflüch­te­te Men­schen erhal­ten in der Zeit, in der sie auf die Aner­ken­nung ihrer Berufs­ab­schlüs­se war­ten, vor Ort Unter­stüt­zung beim Erwerb der deut­schen Spra­che und beim Ken­nen­ler­nen ihrer Kom­mu­ne.

2. Preis: „Haus der Begeg­nun­gen“

För­der­ver­ein für Inte­gra­ti­on und Inte­gra­ti­ons­stif­tung

Das Haus der Begeg­nun­gen ist seit sei­ner Eröff­nung im Früh­jahr 2022 zu einem fes­ten Bestand­teil in Schwa­bach gewor­den. Phi­lo­so­phie des Hau­ses ist es, Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, Orga­ni­sa­tio­nen und Ver­ei­ne dazu zu moti­vie­ren, ihre Ideen, Pro­jek­te und Akti­vi­tä­ten in den Berei­chen Inte­gra­ti­on, Inklu­si­on, Demo­kra­tie­för­de­rung und gesell­schaft­li­cher Zusam­men­halt zu ver­wirk­li­chen. Im Mit­tel­punkt ste­hen der Aus­tausch und die Begeg­nun­gen von Men­schen unab­hän­gig von ihrer Her­kunft. Dar­über hin­aus wird im Haus der Begeg­nun­gen frei­wil­li­ges Enga­ge­ment geför­dert und unter­stützt.

3. Preis: „Thea­ter­la­bor Nürn­berg“

Das Thea­ter­la­bor Nürn­berg schafft einen Raum für Schau­spiel und Kunst, für Jung und Alt, Men­schen mit und ohne Migra­ti­ons­hin­ter­grund, inklu­siv und par­ti­zi­pa­tiv. Seit 2002 bringt es unter der Lei­tung von Irfan Tau­fik unter­schied­lichs­te Men­schen zusam­men, eröff­net und ermög­licht neue Per­spek­ti­ven für gegen­sei­ti­ges Ver­trau­en und för­dert Sprach‑, Kul­tur- und Schau­spiel­kennt­nis­se. Das Thea­ter­la­bor fun­giert als sozia­ler Kitt für Nürn­berg und leis­tet einen ent­schei­den­den Bei­trag für die Kunst­sze­ne und die Stadt­ge­sell­schaft.

Allen heu­te aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jek­ten gemein­sam ist, dass sie über­wie­gend ehren­amt­lich aus­ge­führt wer­den. Ganz herz­li­chen Dank an all die Men­schen, die sich für die­se groß­ar­ti­gen Inte­gra­ti­ons­pro­jek­te oder auch an ande­rer Stel­le im Bereich der Inte­gra­ti­on enga­gie­ren. Sie zei­gen, wie Inte­gra­ti­on gelin­gen und der gesell­schaft­li­che Zusam­men­halt gestärkt wer­den kann.

Bildunterschrift:Theaterlabor Nürn­berg mit Innen­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann, Regie­rungs­prä­si­den­tin Dr. Kers­tin Engel­hardt-Blum, Refe­ren­tin für Jugend, Fami­lie und Sozia­les Eli­sa­beth Ries und Lei­ter des Thea­ter­la­bors Nürn­berg Irfan Tau­fik. Foto: Giu­lia Ian­nicel­li

 

Gesund­heits­re­gi­on Plus – Stadt und Land­kreis Ans­bach mit Innen­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann, Regie­rungs­prä­si­den­tin Dr. Kers­tin Engel­hardt-Blum, Land­rat Dr. Jür­gen Lud­wig und Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Deff­ner. Foto: Giu­lia Ian­nicel­li

 

För­der­ver­ein für Inte­gra­ti­on und Inte­gra­ti­ons­stif­tung Schwa­bach mit Innen­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann, Regie­rungs­prä­si­den­tin Dr. Kers­tin Engel­hardt-Blum und Ober­bür­ger­meis­ter Peter Reiß. Foto: Giu­lia Ian­nicel­li