Muskelkater – warum Bewegung schmerzen kann

von | 29. April 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Regel­mä­ßi­ge Bewe­gung för­dert die Gesund­heit und stei­gert das all­ge­mei­ne Wohl­be­fin­den. Mit stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren und län­ge­ren Tagen wer­den daher vie­le Men­schen wie­der sport­lich aktiv. „Doch gera­de nach län­ge­ren Sport­pau­sen, bei beson­ders inten­si­ven Trai­nings­ein­hei­ten oder unge­wohn­ten Bewe­gungs­ab­läu­fen kann es zu schmerz­haf­tem Mus­kel­ka­ter kom­men“, so Lin­da Schäff, Gesund­heits­exper­tin bei der AOK in Mit­tel­fran­ken. Ursa­che sind win­zi­ge Mikro­ver­let­zun­gen in den Mus­kel­fa­sern. Als Reak­ti­on dar­auf kommt es zu Ent­zün­dungs­pro­zes­sen im Mus­kel­ge­we­be sowie zu Was­ser­ein­la­ge­run­gen, die wie­der­um die Mus­kel­fa­sern deh­nen. Die­sen Deh­nungs­schmerz neh­men wir als Mus­kel­ka­ter wahr. Da die­se Pro­zes­se Zeit benö­ti­gen, tre­ten die typi­schen Beschwer­den oft erst meh­re­re Stun­den oder am Tag nach der Belas­tung auf. Mus­kel­ka­ter ist dabei kei­ne Erkran­kung, son­dern eine nor­ma­le Anpas­sungs­re­ak­ti­on des Kör­pers auf unge­wohn­te Bean­spru­chung.

Nicht nur Anfän­ger betrof­fen

Mus­kel­ka­ter trifft nicht nur sport­lich Unge­üb­te. Auch erfah­re­ne Sport­le­rin­nen und Sport­ler kön­nen Mus­kel­ka­ter ent­wi­ckeln, etwa bei inten­si­vem Kraft­trai­ning, lan­gen Aus­dau­er­ein­hei­ten oder schnel­len Rich­tungs­wech­seln in Ball­sport­ar­ten. Ent­schei­dend ist weni­ger das indi­vi­du­el­le Trai­nings­ni­veau als viel­mehr die Art und Stär­ke der Belas­tung. Zur Vor­beu­gung soll­te man sich vor dem Trai­ning aus­rei­chend auf­wär­men und sich nur schritt­wei­se belas­ten. „Regel­mä­ßi­ge Bewe­gung und eine lang­sa­me Stei­ge­rung der Trai­nings­in­ten­si­tät hel­fen dem Kör­per, sich anzu­pas­sen und sen­ken das Risi­ko für Mus­kel­ka­ter deut­lich“, so Lin­da Schäff.

Was hilft gegen Mus­kel­ka­ter?

In der Regel ver­schwin­det der Mus­kel­ka­ter von selbst. „Nach weni­gen Tagen, manch­mal bis zu einer Woche, klin­gen die Beschwer­den ab“, so Lin­da Schäff. Am ers­ten Tag ist es even­tu­ell hilf­reich, den Mus­kel etwas zu küh­len, um die Schwel­lung in den Mus­kel­fa­sern nicht zu stark wer­den zu las­sen. Spä­ter kann Wär­me hel­fen: Lin­dernd wir­ken häu­fig Wär­me­an­wen­dun­gen wie war­me Bäder oder Wärm­fla­schen, da sie die Mus­ku­la­tur ent­span­nen. Auch leich­te Bewe­gung, bei­spiels­wei­se ein Spa­zier­gang, kann die Durch­blu­tung för­dern und zur Erho­lung bei­tra­gen. Eine voll­stän­di­ge Sport­pau­se ist meist nicht erfor­der­lich, stark bean­spruch­te Mus­kel­grup­pen soll­ten jedoch geschont wer­den. Hal­ten die Schmer­zen unge­wöhn­lich lan­ge an, neh­men sie zu oder sind sehr stark, kann statt Mus­kel­ka­ter auch eine Zer­rung oder ein Mus­kel­fa­ser­riss vor­lie­gen. In die­sem Fall ist es rat­sam, ärzt­li­chen Rat ein­zu­ho­len.

Zum The­ma “Das hilft wirk­lich gegen Mus­kel­ka­ter — 4 Tipps!” bie­tet “AOK — Der Gesund­heits­ka­nal” ein You­tube-Video mit Doc Felix an.

Bild­un­ter­schrift: Bewe­gung ist gesund – doch wer Sport treibt, kann auch einen schmerz­haf­ten Mus­kel­ka­ter erlei­den. Foto: Pan­ther­Me­dia / mar­tin­an