Neuer Biberberater für den Landkreis

von | 22. April 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Alt­mühl­fran­ken (red). Der Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen hat einen neu­en Biber­be­ra­ter: Sascha Oef­fin­ger aus Weh­len­berg wur­de durch Land­rat Manu­el West­phal für den Land­kreis berufen.„Ich bedan­ke mich für die Bereit­schaft von Sascha Oef­fin­ger, als ehren­amt­li­cher Biber­be­ra­ter des Land­rats­am­tes die­se wich­ti­ge Koor­di­nie­rungs­auf­ga­be zu über­neh­men und wün­sche ihnen hier­bei viel Freu­de“, erklär­te Land­rat West­phal bei der Beru­fung.

Sascha Oef­fin­ger arbei­tet nun als ehren­amt­li­cher Mit­ar­bei­ter zur Unter­stüt­zung der Unte­ren Natur­schutz­be­hör­de am Land­rats­amt Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen. Nach­dem der lang­jäh­ri­ge Bera­ter Gün­ter Faig sowie der Bera­ter Sebas­ti­an Amler Ende des Jah­res ihre Ämter als Biber­be­ra­ter nie­der­ge­legt hat­ten, hat der Land­kreis durch die Bereit­schaft von Oef­fin­ger, nun wie­der fünf Biber­be­ra­ter.

Zu den Auf­ga­ben des Biber­be­ra­ters gehört die Erkun­dung und Ermitt­lung von Biber­vor­kom­men in sei­nem Zustän­dig­keits­be­reich. Als Beauf­trag­ter der Unte­ren Natur­schutz­be­hör­de am Land­rats­amt ver­fügt er dabei nach dem Baye­ri­schen Natur­schutz­recht über ein Zutritts­recht zu frem­den Grund­stü­cken, soweit dies zur Erfül­lung sei­ner Auf­ga­ben not­wen­dig ist. Wei­ter­hin steht er als unmit­tel­ba­rer Ansprech­part­ner für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie für die Gemein­de­ver­wal­tun­gen zur Ver­fü­gung.

Der Biber­be­ra­ter berät und unter­stützt bei Vor­sor­ge­maß­nah­men, wie zum Bei­spiel Baum­si­che­run­gen, Ver­fül­len von Ein­brü­chen, Anbrin­gen von Elek­tro­zäu­nen und vie­lem mehr. Wich­tig ist auch eine Bera­tung über die Mög­lich­kei­ten finan­zi­el­ler Hil­fen durch Drit­te und die Auf­nah­me von Biber­schä­den, die für die Gewäh­rung einer Aus­gleichs­zah­lung durch das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­ri­um für Umwelt und Ver­brau­cher­schutz nötig wird.

Da der Biber­be­ra­ter die Biber­re­vie­re in sei­nem Zustän­dig­keits­be­reich sehr gut kennt, kann er fach­kun­di­ge Ein­schät­zun­gen abge­ben und dadurch die Unte­re Natur­schutz­be­hör­de in ihren Auf­ga­ben unter­stütz­ten. Er berich­tet der Unte­ren Natur­schutz­be­hör­de über sei­ne Tätig­keit und steht so im engen Kon­takt mit der Behör­de.

Sofern Ein­grif­fe gegen den Biber in Form von Biber­damm­be­sei­ti­gun­gen oder Zugriffs­maß­nah­men ange­ord­net wer­den, kann auch die Betreu­ung sol­cher Ein­sät­ze in sein Auf­ga­ben­ge­biet fal­len. Eben­so ist die Öffent­lich­keits- und Auf­klä­rungs­ar­beit in Sachen Biber ein wich­ti­ger Aspekt sei­ner Tätig­keit.

Die Biber­be­ra­ter wer­den an der Baye­ri­schen Aka­de­mie für Natur­schutz und Land­schafts­pfle­ge (ANL) in einem ein­wö­chi­gen Lehr­gang aus­ge­bil­det. Biber­be­ra­ter sind ehren­amt­lich tätig und erhal­ten eine Auf­wands­ent­schä­di­gung.

Falls Inter­es­se an der Über­nah­me der ehren­amt­li­chen Tätig­keit als Biber­be­ra­te­rin bzw. Biber­be­ra­ter besteht, kön­nen sich Inter­es­sier­te bei der Unte­ren Natur­schutz­be­hör­de des Land­rats­am­tes mel­den (Son­ja Alber­ter, Tel. 09141 902–377, Elke Pet­schl, Tel. 09141 902–378).

Bild­un­ter­schrift: Der neue Biber­be­ra­ter Sascha Oef­fin­ger (2. v.re.) mit (v.li.) Land­rat Manu­el West­phal, Elke Pet­schl, Jonas Liegl und Son­ja Alber­ter (Unte­re Natur­schutz­be­hör­de). Foto: Land­rats­amt Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen / Nico Kögel