Neuwahlen und Mitgliederehrungen — Landtagskandidat Helmut Schnotz bei der CSU Solnhofen

von | 22. März 2023 | Altmühlfranken, Weißenburg

Soln­ho­fen (red). Nach der coro­nabe­ding­ten Nach­wahl im ver­gan­ge­nen Som­mer konn­te CSU-Orts­vor­sit­zen­der Sebas­ti­an Münch die Mit­glie­der des Orts­ver­bands wie­der zu den regu­lä­ren Vor­stands­wah­len bei der dies­jäh­ri­gen Orts­haupt­ver­samm­lung begrü­ßen. In sei­nem Arbeits­be­richt der Vor­stand­schaft ging er ins­be­son­de­re auf den Neu­start nach Coro­na im ver­gan­ge­nen Jahr und die zahl­rei­chen Sit­zun­gen auf Kreis­ebe­ne für die Land­tags­no­mi­nie­rung ein. Aus der Arbeit im Gemein­de­rat wies er ins­be­son­de­re auf sei­nen erfolg­rei­chen Antrag aus dem ver­gan­ge­nen Herbst hin, mit dem es in gemein­sa­mer Anstren­gung gelun­gen sei, dass im Rah­men des Schul­ver­bands Pap­pen­heim-Soln­ho­fen ab dem kom­men­den Schul­jahr die Soln­ho­fe­ner Grund­schü­ler nicht mehr im Wech­sel mit dem Bus nach Pap­pen­heim gefah­ren wer­den müss­ten. Die­se könn­ten ab Sep­tem­ber alle in Soln­ho­fen beschult wer­den kön­nen, somit erge­be sich für die Kin­der ins­be­son­de­re eine erheb­li­che Zeit­ein­spa­rung. So lan­ge die Schü­ler­zah­len in Soln­ho­fen so sta­bil wie aktu­ell sei­en, blei­be die Ände­rung für die nächs­ten Jah­re bestehen.

Nach­dem die Ver­samm­lung am Tag vor der Abstim­mung im Bun­des­tag über die zwi­schen­zeit­lich beschlos­se­ne Wahl­kreis­re­form auf Bun­des­ebe­ne statt­fand, erläu­ter­te Münch den Anwe­sen­den die Fol­gen für ganz Bay­ern: Wäh­rend die CSU aktu­ell 45 Direkt­man­da­te habe, könn­ten die­se durch die Strei­chung der Grund­man­dats­klau­sel den­noch ent­fal­len, wenn die CSU bun­des­weit unter 5 % rut­sche. Die stel­le eine kla­re Miss­ach­tung des Wäh­ler­wil­lens dar, aus die­sen Wahl­krei­sen säße dann kein direkt gewähl­ter Ver­tre­ter im Deut­schen Bun­des­tag. Dies sor­ge unab­hän­gig von den gro­ßen ver­fas­sungs­recht­li­chen Fra­ge­zei­chen für eine noch grö­ße­re Poli­tik­ver­dros­sen­heit, wenn aus der Regi­on kein direkt gewähl­ter Abge­ord­ne­ter in Ber­lin ver­tre­ten sei.

Er stel­le sich als Vor­sit­zen­der auch ger­ne zur Wie­der­wahl, sei­nen lang­jäh­ri­gen Vor­stands­kol­le­gin­nen und Kol­le­gen dank­te er für die immer gute Zusam­men­ar­beit und die fort­wäh­ren­de Unter­stüt­zung.

Im Bericht der ört­li­chen Man­dats­trä­ger berich­te­te der 2. Bür­ger­meis­ter Joa­chim Schrö­ter über die nach wie vor her­vor­ra­gen­de Zusam­men­ar­beit im Gemein­de­rat. In Kür­ze müs­se für den Bau­hof ein neu­er Uni­mog samt Zube­hör beschafft wer­den, da der aktu­el­le über 17 Jah­re alt und sehr repa­ra­tur­an­fäl­lig sei. Die Repa­ra­tur des Ste­ges über die Alt­mühl las­se lei­der wei­ter­hin auf sich war­ten, da sich beim Archi­tek­tur­bü­ro immer wie­der Ver­zö­ge­run­gen erge­ben. Aktu­ell habe am Tag der Ver­samm­lung der Ein­gang zum Fried­hof gesperrt wer­den müs­sen, da der Ein­gangs­bo­gen frost­be­ding­te Schä­den auf­wei­se und mit Zustim­mung der Denk­mal­pfle­ge hier eine kurz­fris­ti­ge Lösung gefun­den wer­den müs­se. In der zwei­ten Jah­res­hälf­te sei mit dem Bau­be­ginn des Senio­ren­quar­tiers zu rech­nen, die Fer­tig­stel­lung sei dann für das Jahr 2025 geplant.

Ab dem Schul­jahr 2024/25 wer­de sei­tens der Gemein­de eine wei­te­re Hort­grup­pe in der Grund­schu­le ein­ge­rich­tet, um die ent­spre­chen­den Bedar­fe decken zu kön­nen. Die ent­spre­chen­den Pla­nun­gen lie­fen bereits. Auch im neu­en Bau­ge­biet „An der Som­mer­wie­se“ sei­en bis auf eines alle Grund­stü­cke ver­kauft. Wei­ter sei heu­er geplant, die Heiz­an­la­ge im sog. Leh­rer­wohn­haus von Öl auf Pel­lets umzu­stel­len. Die Kos­ten wer­den zu 50 % geför­dert. Bei der neu­en Was­ser- und Abwas­ser­kal­ku­la­ti­on für den Zeit­raum 2023 bis 2026 habe sich ins­ge­samt eine Redu­zie­rung von 5,58 € auf 5,44 € erge­ben.

Auf der finan­zi­el­len Sei­te konn­te Schatz­meis­te­rin Ina Stiegler über ent­spre­chend sta­bi­le Finan­zen berich­ten. Nach dem Bericht der Kas­sen­prü­fer wur­de die Vor­stand­schaft dar­auf­hin ein­stim­mig ent­las­tet.

Bei der anschlie­ßen­den Neu­wahl wur­de das Vor­stands­team um den Orts­vor­sit­zen­den Sebas­ti­an Münch ein­stim­mig für die nächs­ten bei­den Jah­re bestä­tigt. Neu in den Vor­stand wur­de Alex­an­der Knoll als Bei­sit­zer gewählt.

Nach den Wah­len stell­te sich Land­tags­kan­di­dat Hel­mut Schnotz, Ers­ter Bür­ger­meis­ter der Markt­ge­mein­de Bech­ho­fen, den anwe­sen­den Mit­glie­de­rin­nen und Mit­glie­dern vor. Hier wies er ins­be­son­de­re auf sei­ne gro­ße kom­mu­nal­po­li­ti­sche Erfah­rung und das ent­spre­chen­de Netz­werk als Vor­sit­zen­der des Baye­ri­schen Gemein­de­ta­ges im Land­kreis Ans­bach hin. Hin­sicht­lich der aktu­el­len Dis­kus­si­on um das 49-Euro-Ticket äußer­te Schnotz, dass es auch in Zukunft einen Indi­vi­du­al­ver­kehr im länd­li­chen Raum brau­che. Wegen der aktu­ell geplan­ten Kran­ken­haus­re­form zeig­te er auf die Pro­ble­ma­tik der wohn­ort­na­hen Ver­sor­gung durch das Kli­ni­kum Alt­mühl­fran­ken hin, wel­ches nun auf­wän­dig saniert wer­de, hin. Die Reform von Karl Lau­ter­bach zie­le nur auf die Groß­stadt ab, ver­ges­se aber den länd­li­chen Raum. Auf Bay­ern bezo­gen, sei­en bei­spiels­wei­se in Mün­chen weder die pas­sen­den Flä­chen noch aus­rei­chen­des Per­so­nal für die neu­en Häu­ser der „Maxi­mal­ver­sor­gung“ vor­han­den.

Zudem sei es schon län­ger über­fäl­lig gewe­sen, dass die Meis­ter­aus­bil­dung rück­wir­kend zum 01. Janu­ar 2023 nun kos­ten­frei sei.

Beglei­tet wur­de Hel­mut Schnotz vom CSU-Kreis­ge­schäfts­füh­rer Denis Glotz, der bei den Land­tags­wah­len am 8. Okto­ber auf der mit­tel­frän­ki­schen Lis­te kan­di­diert. Neben sei­ner per­sön­li­chen Vor­stel­lung stell­te Glotz sei­ne poli­ti­schen Schwer­punk­te im Bereich Digi­ta­li­sie­rung, der Flücht­lings­pro­ble­ma­tik sowie die wirt­schaft­li­che Wei­ter­ent­wick­lung im länd­li­chen Raum vor.

Zusam­men mit Hel­mut Schnotz und Denis Glotz konn­te Sebas­ti­an Münch, der selbst eine Urkun­de für 15 Jah­re Mit­glied­schaft erhielt, zahl­rei­che Mit­glie­der für die teil­wei­se sehr lan­ge Treue zur CSU ehren konn­te:

Lud­wig Stiegler (60 Jah­re), Han­ne­lo­re Stiegler (45 Jah­re) sowie Micha­el Kral und Mathi­as Denk (20 Jah­re). Die Mit­glie­der sei­en das Gesicht der CSU und eine star­ke Stim­me vor Ort, so Münch in sei­ner Lau­da­tio.

Bild­un­ter­schrft: (v.l.) Orts­vor­sit­zen­der Sebas­ti­an Münch, Han­ne­lo­re Stiegler, Lud­wig Stiegler, Hel­mut Schnotz, Denis Glotz. Foto: CSU Soln­ho­fen