Osterkonferenz lockte Tausende an

von | 15. April 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Gun­zen­hau­sen (red). Unter dem Mot­to „Tritt­si­cher“ fei­er­ten heu­er wie­der über 3.500 Men­schen aus Nah und Fern gemein­sam die Auf­er­ste­hung Jesu bei der Oster­kon­fe­renz. Die Ver­an­stal­tung der Stif­tung Hen­solts­hö­he und des baye­ri­schen EC-Jugend­ver­band „Ent­schie­den für Chris­tus“ lock­te allein am Oster­mor­gen rund 2.500 Besu­cher in drei Hal­len. „Nur durch den Ein­satz der über drei­hun­dert ehren­amt­li­chen Hel­fer und die gute Koope­ra­ti­on in Gun­zen­hau­sen ist es über­haupt mög­lich, eine Ver­an­stal­tung die­ser Grö­ße erfolg­reich durch­zu­füh­ren“, so Micha­el Thum­mert (Lei­ter der Oster­kon­fe­renz).

Das Pro­gramm hat­te auch in die­sem Jahr eini­ges zu bie­ten: In den Haupt­ver­an­stal­tun­gen spra­chen die Theo­lo­gin und Autorin Bet­ti­na Becker sowie der Pfar­rer und Jour­na­list Stef­fen Kern über Men­schen, die Jesus Chris­tus nach sei­ner Auf­er­ste­hung begeg­ne­ten. Auch Pfar­rer Dr. Wolf­gang Becker (Vor­stands­vor­sit­zen­der Stif­tung Hen­solts­hö­he) und Samu­el Haub­ner (1. Vor­sit­zen­der EC-Bay­ern) ver­brei­te­ten in ihren Pre­dig­ten die Bot­schaft, dass man mit Jesus tritt­si­cher sei­nen Lebens­weg gehen kann, auch in anspruchs­vol­len Zei­ten.

Ver­las­sen

Am Kar­sams­tag pre­dig­te Stef­fen Kern über das The­ma Ver­las­sen­heit. Anhand des Psalms 22, den Jesus am Kreuz bete­te, mach­te er deut­lich, dass Ver­las­sen­heit eine Rea­li­tät die­ser Welt ist. „Gott kommt in die­se Welt hin­ein, in einen Raum der Ver­las­sen­heit, er taucht ganz in die­se Ver­las­sen­heit ein und geht in ihr unter. Dafür steht Jesus.“ Wei­ter erklär­te Kern, dass sich schon die Beter im Alten Tes­ta­ment in ihrer Kla­ge auf Gott aus­rich­te­ten, an ein Gegen­über, was sie kann­ten. Sei­ne Bot­schaft lau­te­te: „Wenn wir heu­te auf das lee­re Kreuz sehen, sehen wir: Das Licht der Welt ist da!“

Pre­dig­ten am Oster­sonn­tag

Am Oster­mor­gen sprach Bet­ti­na Becker über Maria, die früh am Mor­gen zu Jesu Grab ging und ihn dar­in nicht mehr vor­fand. Als Jesus sich ihr zeig­te, erkann­te sie den Auf­er­stan­de­nen erst dar­an, dass er ihren Namen nann­te. Mit einem rot-blau­en Kon­trast­bild, wel­ches die Besu­cher mit einer rot-blau­en Bril­le betrach­te­ten, unter­strich Becker ihre Bot­schaft: Es kommt auf die Sicht­wei­se an, mit der wir das Leben sehen. „Das blaue Bild mit den drei Kreu­zen auf Gol­ga­tha und das rote Bild des lee­ren Grabs gehö­ren bei­de zusam­men. Die Geschich­te von der Auf­er­ste­hung ändert unse­ren Blick auf alles, was in die­ser Welt pas­siert“, so Becker.

Zum The­ma „Gefolgt!“ pre­dig­te Samu­el Haub­ner am Sonn­tag­abend in der Zions­hal­le. Er rief dazu auf, tritt­si­cher in der Nach­fol­ge Jesu zu blei­ben und ihn dabei nicht aus dem Blick zu ver­lie­ren. Auch Pfar­rer Dr. Wolf­gang Becker ging am Oster­mon­tag unter dem Mot­to „Gesen­det?!“ dar­auf ein, dass Chris­ten sich nicht auf eine from­me Insel zurück­zie­hen, son­dern ande­re zum Glau­ben an Jesus ein­la­den soll­ten.

Rah­men­pro­gramm für jedes Alter

Neben den Haupt­ver­an­stal­tun­gen tra­ten ver­schie­de­ne Künst­ler auf. Auf krea­ti­ve und humor­vol­le Art und Wei­se brach­te der Pup­pen­spie­ler Mat­thi­as Jun­ger­mann unter dem Namen „Radies­chen­fie­ber“ in den Got­tes­diens­ten die Geschich­ten rund um die Auf­er­ste­hung zum Leben. Das High­light war die Music Cele­bra­ti­on am Sams­tag­abend mit dem Sin­ger-Song­wri­ter Samu­el Weber sowie dem Hip­Hop-Duo O’Bros, das auch über die christ­li­che Sze­ne hin­aus bekannt ist. Bei­de Künst­ler heiz­ten den zumeist jun­gen Fans in der völ­lig aus­ver­kauf­ten Zions­hal­le ein. Zwi­schen ihren Lie­dern gaben sie authen­ti­sche Bot­schaf­ten über ihren per­sön­li­chen Glau­ben wei­ter.

Am Sonn­tag­abend waren dann ruhi­ge­re Töne im Bethel­saal zu hören in einem Lie­der­abend mit Tief­gang: Die Musi­ke­rin und Sän­gern Sarah Kai­ser inter­pre­tier­te mit ihrer Band Lie­der von Paul Ger­hard auf jaz­zi­ge Wei­se und ging auf deren Ent­ste­hungs­hin­ter­grund ein. Anschlie­ßend lud eine Gebets­nacht dazu ein, den Oster­tag mit Musik und Gebe­ten aus­klin­gen zu las­sen.

Krea­ti­ve Kin­der­kon­fe­renz gut besucht

Eine krea­ti­ve und span­nen­de Zeit hat­ten ins­ge­samt 400 Kin­der wäh­rend der Kin­der­kon­fe­renz, die nach den posi­ti­ven Rück­mel­dun­gen erneut in den Räu­men des Berufs­schul­zen­trums Gun­zen­hau­sen durch­ge­führt wur­de. Mit dem drei­köp­fi­gen Team-EC und fast 40 ehren­amt­li­chen Hel­fern ging es im Ple­num und in Klein­grup­pen um Kin­der in der Bibel. Am Sonn­tag­nach­mit­tag kamen Fami­li­en in der Zions­hal­le mit dem Kin­der­lie­der­ma­cher Mike Mül­ler­bau­er ins Schwit­zen: Mit sei­nen Mit­mach-Cho­reo­gra­fien und mit­rei­ßen­den Songs brach­te er rund 900 Kin­der und Eltern zum Tan­zen.

Die nächs­te Oster­kon­fe­renz wird aller Vor­aus­sicht nach vom 30. März bis 1. April 2024 wie­der in Gun­zen­hau­sen statt­fin­den.

Bild­un­ter­schrift: Die O’Bros brach­ten die Zions­hal­le zum Beben . Foto: David Lutz, Oster­kon­fe­renz