Pfarrerin Sibylle Bloch und Pfarrerin Julia Kleemann begleiten Menschen im Klinikum Altmühlfranken

von | 25. Mai 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Wei­ßen­burg — Im Kli­ni­kum Alt­mühl­fran­ken sind Pfar­re­rin Sibyl­le Bloch und Pfar­re­rin Julia Klee­mann zen­tra­le Ansprech­part­ne­rin­nen der evan­ge­li­schen Kli­nik­seel­sor­ge. Bei­de besu­chen Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten, beglei­ten Ange­hö­ri­ge und ste­hen Mit­ar­bei­ten­den der Kli­nik bera­tend zur Sei­te. Sybil­le Bloch ist zusätz­lich Mit­glied im pal­lia­tiv­me­di­zi­ni­schen Team und im kli­ni­schen Ethik­ko­mi­tee. Ihre regel­mä­ßi­gen Ein­sät­ze betref­fen vor allem Pal­lia­tiv­pa­ti­en­ten, dazu kom­men Besu­che nach kon­kre­ter Anfor­de­rung durch die Sta­tio­nen. Julia Klee­mann besucht schwer­punkt­mä­ßig die Pati­en­ten auf der onko­lo­gi­schen Sta­ti­on und auf den bei­den chir­ur­gi­schen Sta­tio­nen, auch bei ihr ergänzt durch kon­kre­te Anfor­de­run­gen durch die Sta­tio­nen. Zusätz­lich beglei­tet sie noch die ehren­amt­li­chen Besuchs­dienst­mit­ar­bei­ter, die das seel­sor­ger­li­che Ange­bot von Pfar­re­rin Bloch und Pfar­re­rin Klee­mann für die Pati­en­ten im Kli­ni­kum in Wei­ßen­burg in unter­schied­li­chem Umfang ergän­zen.

Vor ihrem Gemein­de­dienst arbei­te­te Sibyl­le Bloch vier Jah­re haupt­amt­lich als Kli­nik­seel­sor­ge­rin, unter ande­rem in der Cnopf­schen Kin­der­kli­nik und in der Kli­nik Hall­erwie­se in Nürn­berg. Die­se prak­ti­sche Erfah­rung zeigt sich in ihrem Auf­ga­ben­pro­fil: Mode­ra­ti­on von Ethik­ge­sprä­chen, Mit­ge­stal­tung öku­me­ni­scher Gedenk­fei­ern für im Kran­ken­haus Ver­stor­be­ner sowie in der Gestal­tung von Bei­set­zun­gen für Ster­nen­kin­der. Im Kli­ni­kum in Wei­ßen­burg ist sie immer don­ners­tags von 13 bis 15 Uhr prä­sent.

Julia Klee­mann absol­vier­te ihre Kli­nik­seel­sor­ge­aus­bil­dung in den USA, von wo sie auch ganz beson­de­re Erfah­run­gen aus dem Bereich der geschlos­se­nen, foren­si­schen Psych­ia­trie mit­bringt. Seit März 2025 besucht sie im Rah­men ihrer Sprin­ger­stel­le im Deka­nat immer diens­tags zwi­schen 15 und 18:30 Uhr die Pati­en­ten im Kli­ni­kum und fei­ert dort auch regel­mä­ßig Got­tes­diens­te in der Kli­nik­ka­pel­le. Die Kapel­le bie­tet den Pati­en­ten auch außer­halb der Got­tes­dienst­zei­ten rund um die Uhr Raum für Stil­le und Gebet.

Bei­de Kran­ken­haus­seel­sor­ge­rin­nen ver­ste­hen die Kli­nik­seel­sor­ge als Dienst, der aus dem bibli­schen Auf­trag her­aus Men­schen in Krank­heit, Ster­ben und Trau­er beglei­tet. Seel­sor­ge umfasst Besu­che und Gesprä­che, manch­mal auch nur Zuhö­ren. Sie bie­tet auf Wunsch lit­ur­gi­sche Ange­bo­te, Ritua­le und Gebe­te und den seel­sorg­li­chen Segen. Seel­sor­ge rich­tet sich bewusst an alle Men­schen in der Kli­nik: sowohl an Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten als auch an Ange­hö­ri­ge und Mit­ar­bei­ten­de der Kli­nik. Dabei ist bei­den Seel­sor­ge­rin­nen wich­tig zu beto­nen, dass Seel­sor­ge – auch wenn sie von der evan­ge­li­schen Kir­che aus­geht – allen Men­schen offen­steht, unab­hän­gig von deren Kirchen‑ oder Kon­fes­si­ons­zu­ge­hö­rig­keit.

In Krank­heits­si­tua­tio­nen tre­ten Glaubens‑ und Lebens­fra­gen häu­fig beson­ders deut­lich her­vor; Kran­ken­haus­seel­sor­ge nimmt die­se auf, geht auf die Men­schen zu und bie­tet die Chan­ce, posi­ti­ve Erfah­run­gen mit kirch­li­chem Dienst zu machen.

Dar­über hin­aus arbei­tet Seel­sor­ge inter­dis­zi­pli­när in Kli­nik­struk­tu­ren mit, bringt sich in Palliativ‑ und Ethik­gre­mi­en ein und ist so Teil der inter­pro­fes­sio­nel­len Ver­sor­gung, um auch pal­lia­ti­ven Bedürf­nis­sen und ethi­schen Fra­ge­stel­lun­gen gerecht zu wer­den.

Bild­un­ter­schrift: Pfar­re­rin Julia Klee­mann (li.) und Pfar­re­rin Sibyl­le Bloch (re.) von der evan­ge­li­schen Kli­nik­seel­sor­ge an Kli­ni­kum Alt­mühl­fran­ken in Wei­ßen­burg. Foto: Kli­ni­kum Altmühlfranken/ Julia Klee­mann