Problem „Eichenprozessionsspinner“ – keine weitere Zuspitzung

von | 29. Juni 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen

Gun­zen­hau­sen — Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ner ist für Wald­ei­gen­tü­mer, Mit­ar­bei­ten­de der Forst­be­hör­den und Kom­mu­nen eine gro­ße Her­aus­for­de­rung. Die fei­nen Haa­re ent­hal­ten ein Nes­sel­gift, das jucken­den Haut­aus­schlag und all­er­gi­sche Reak­tio­nen aus­lö­sen kann. Auch die Stadt Gun­zen­hau­sen ist von den Tie­ren betrof­fen und lässt befal­le­ne Bäu­me von dar­auf spe­zia­li­sier­ten Fach­un­ter­neh­men behan­deln. Auf­grund des star­ken Befalls sind Exper­ten der­zeit jedoch stark aus­ge­las­tet und arbei­ten prio­ri­siert. „Eine groß­flä­chi­ge Ent­fer­nung der Rau­pen, etwa durch flä­chen­de­cken­des Absau­gen, lässt sich momen­tan nicht umset­zen. Wir wer­den ins­be­son­de­re dort tätig, wo sich Kin­der auf­hal­ten, z.B. in der Nähe von Kitas, Schu­len oder Spiel­plät­zen“, erklärt Ers­ter Bür­ger­meis­ter Mat­thi­as Hörr „Dazu ste­hen wir in engem Aus­tausch mit Fach­leu­ten vom Forst­amt und von den Baye­ri­schen Staats­fors­ten. Wir stim­men uns fach­lich ab.“

Aktu­ell befin­det sich der Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ner im Über­gangs­sta­di­um von der Rau­pe zur Ver­pup­pung, d.h. die Tie­re zie­hen sich in ihre Nes­ter zurück. Damit bleibt die Situa­ti­on ange­spannt, aller­dings ist nach Ein­schät­zung von Fach­leu­ten kei­ne wei­te­re Zuspit­zung zu erwar­ten. Die Gefähr­dung geht jetzt in ers­ter Linie von den Gespinst­nes­tern aus, eher sel­ten von umher­krie­chen­den Rau­pen. Hier gilt es sich wei­ter­hin zu schüt­zen, bei­spiels­wei­se indem bede­cken­de Klei­dung getra­gen und die­se bei min­des­tens 60 °C gerei­nigt wird. Außer­dem soll­ten regel­mä­ßig Haut und Haa­re gewa­schen wer­den.

„Unse­ren Bür­ge­rin­nen und Bür­gern kann ich nur emp­feh­len, dass sie betrof­fe­ne Wald­stü­cke mei­den“, ergänzt Ers­ter Bür­ger­meis­ter Mat­thi­as Hörr. „Neh­men Sie am bes­ten alter­na­ti­ve Rou­ten. Statt zum Bei­spiel direkt am Burg­stall­wald in der Fri­cken­fel­der Stra­ße lang­zu­ra­deln, kön­nen Sie die Lind­leins­wa­sen­stra­ße nut­zen. Zwar kann ein Kon­takt auch dann nicht kom­plett aus­ge­schlos­sen wer­den, das Risi­ko ist aber viel gerin­ger. Dazu gilt: Wer gesund­heit­li­che Beschwer­den hat, soll­te unbe­dingt ärzt­li­che Hil­fe in Anspruch neh­men.“

Nähe­re Infor­ma­tio­nen zum Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ner und Hand­lungs­emp­feh­lun­gen erhal­ten Sie bei­spiels­wei­se auf der Home­page des Umwelt­bun­des­amts unter www.umweltbundesamt.de. Das Land­rats­amt Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen ist online unter www.landkreis-wug.de zu fin­den.

Foto: