Rabenberg fordert die Enduro One

von | 15. September 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Fre­de­rik­sen siegt im Regen

Zwei Tage, zwei völ­lig unter­schied­li­che Gesich­ter: Beim fünf­ten und vor­letz­ten Lauf der Endu­ro One Sai­son 2026 prä­sen­tier­te sich der Raben­berg am Sams­tag noch von sei­ner bes­ten Sei­te. Opti­ma­le Bedin­gun­gen beglei­te­ten Trai­ning, Pro­log und die Ren­nen der Wild Child Nach­wuchs­klas­sen. Am Sonn­tag änder­te sich das Bild grund­le­gend. Dau­er­haf­ter Regen sorg­te für nas­se Trails, anspruchs­vol­le Bedin­gun­gen und ein ech­tes Endu­ro-Ren­nen, bei dem Fahr­tech­nik, Lini­en­wahl und Kon­zen­tra­ti­on beson­ders gefragt waren. Nach den bis­he­ri­gen Sai­son­sta­tio­nen Treucht­lin­gen, Trieb, Roß­bach und Schu­len­berg ging es im Trail­Cen­ter Raben­berg um wich­ti­ge Punk­te für die Meis­ter­schaft. Gleich­zei­tig war das Wochen­en­de die vor­letz­te Gele­gen­heit, sich vor dem gro­ßen Sai­son­fi­na­le am 10. und 11. Okto­ber in Bad End­bach eine gute Aus­gangs­po­si­ti­on zu ver­schaf­fen.

Vom per­fek­ten Sams­tag zum Regen­ren­nen am Sonn­tag
Am Sams­tag zeig­te sich der Raben­berg zunächst bei bes­ten Bedin­gun­gen. Die Fah­rer konn­ten die Stages im Trai­ning ken­nen­ler­nen und ihre Lini­en für das Ren­nen vor­be­rei­ten. Auch der Pro­log sowie die Ren­nen der Wild Child Nach­wuchs­klas­sen gin­gen bei bes­tem Wet­ter über die Büh­ne. Über Nacht folg­te jedoch der Wet­ter­um­schwung. Am Sonn­tag bestimm­ten Regen und Näs­se das Gesche­hen. Die Trails wur­den zuneh­mend rut­schi­ger und ver­lang­ten den Fah­rern eini­ges ab. Wo am Vor­tag noch Grip und hohe Geschwin­dig­kei­ten mög­lich waren, kam es nun auf sau­be­re Lini­en, kon­trol­lier­tes Brem­sen und das rich­ti­ge Gefühl für den Unter­grund an. „Der Raben­berg hat uns an die­sem Wochen­en­de wirk­lich zwei kom­plett unter­schied­li­che Sei­ten gezeigt. Am Sams­tag hat­ten wir per­fek­te Bedin­gun­gen für Trai­ning, Pro­log und unse­ren Nach­wuchs. Am Sonn­tag hat der Regen das Ren­nen dann zu einer ech­ten Her­aus­for­de­rung gemacht. Genau sol­che wech­seln­den Bedin­gun­gen gehö­ren aber auch zum Endu­ro-Sport. Ein gro­ßes Kom­pli­ment an alle Fah­rer, die sich davon nicht beein­dru­cken lie­ßen, und natür­lich an alle Hel­fer und Betei­lig­ten, die trotz des Wet­ters für einen star­ken vor­letz­ten Sai­son­lauf gesorgt haben“, sagt Micha Stü­cher, Seri­en­ma­na­ger der Endu­ro One.

Däni­scher Sieg in der E1 Pro
In der E1 Pro kam Simon Noah Fre­de­rik­sen aus Däne­mark (Ros­kil­de Moun­tain­bike klub) mit den schwie­ri­gen Bedin­gun­gen am bes­ten zurecht. Mit einer Gesamt­zeit von 16:22,80 Minu­ten sicher­te er sich den Tages­sieg. Nick­las Hein­ze (Ilmen­au­er Rad­sport Club) folg­te mit zehn Sekun­den Rück­stand auf Rang zwei. Extrem eng ging es dahin­ter zu: Mar­lin Mol­ter (MSM Designs / SV Reu­dern) fehl­ten ledig­lich zwei Sekun­den auf Hein­ze und zwölf Sekun­den auf den Tages­sieg. Meis­ter­schafts­lea­der Johan­nes Heim (HEIM Racing) beleg­te mit 36 Sekun­den Abstand zur Spit­ze Rang vier. Bas­ti­an Resch (Sun­set-Boys) kom­plet­tier­te die Top 5 und über­quer­te die Ziel­li­nie 44 Sekun­den spä­ter als Fre­de­rik­sen. In der Meis­ter­schaft bleibt Heim mit nun 96 Punk­ten an der Spit­ze. Mol­ter folgt mit 79 Punk­ten auf Rang zwei, Raben­berg-Sie­ger Fre­de­rik­sen mit 75 Punk­ten auf Platz drei. Die Ent­schei­dung um den Titel fällt damit beim Sai­son­fi­na­le in Bad End­bach. Strohm gewinnt – Töd­hei­de ver­tei­digt Meis­ter­schafts­füh­rung
Auch in der E1 Woman sorg­ten die schwie­ri­gen Bedin­gun­gen für ein span­nen­des Ren­nen. Sarah Strohm setz­te sich mit einer Gesamt­zeit von 19:49,75 Minu­ten durch und fei­er­te den Tages­sieg. Mar­le­ne Kie­fer (Wheels over Frank­furt e.V.) sicher­te sich Platz zwei und büß­te dabei ledig­lich 14 Sekun­den auf Strohm ein. Meis­ter­schafts­lea­de­rin Chris­ti­na Töd­hei­de (Die pral­len Schläu­che) folg­te wei­te­re fünf Sekun­den spä­ter auf Rang drei. Damit trenn­ten sie 19 Sekun­den von der Tages­sie­ge­rin. Marie Horl­beck erreich­te Platz vier mit einem Rück­stand von 66 Sekun­den. Pau­la Festel (Fich­tel­ge­birgs­ra­cer / Team My Posi­ti­on!) kom­plet­tier­te die Top 5, ihr fehl­ten 94 Sekun­den auf Strohm. In der Meis­ter­schaft bleibt es damit vor dem Fina­le span­nend. Töd­hei­de führt mit 112 Punk­ten vor Kie­fer mit 104 Punk­ten und Horl­beck mit 96 Punk­ten. Die Titel­ent­schei­dung ist noch nicht gefal­len.

Schu­bert gewinnt E‑Bike – Emme­rich steht als Meis­ter fest
In der E1 E‑Bike setz­te sich André Schu­bert (shred­E­RZ e.V.) durch. Mit 16:55,39 Minu­ten fuhr er bei den schwie­ri­gen Bedin­gun­gen die schnells­te Zeit des Tages in sei­ner Klas­se. Tom Emme­rich (HEIM Racing) muss­te sich mit gera­de ein­mal neun Sekun­den Rück­stand geschla­gen geben. Noch ein­mal drei Sekun­den dahin­ter folg­te Ben Bergs (BPMPROSHOP) auf Rang drei. Zwi­schen dem Sie­ger und dem Dritt­plat­zier­ten lagen damit ledig­lich zwölf Sekun­den. Juli­an Haa­se (shred­E­RZ e.V.) beleg­te mit 33 Sekun­den Abstand zur Spit­ze Rang vier. Ben­ja­min Stach (Sun­set Boys) kom­plet­tier­te die ers­ten Fünf, 39 Sekun­den hin­ter Schu­bert. Für Emme­rich reich­te Platz zwei für die vor­zei­ti­ge Ent­schei­dung in der Meis­ter­schaft. Mit nun 132 Punk­ten ist er vor dem Fina­le nicht mehr von der Spit­ze zu ver­drän­gen. Selbst unter Berück­sich­ti­gung der Streich­ergeb­nis-Regel kann kei­ner sei­ner Ver­fol­ger beim letz­ten Sai­son­lauf noch an ihm vor­bei­zie­hen. Tom Emme­rich steht damit bereits vor Bad End­bach als E1 E‑Bike Meis­ter 2026 fest.

Fina­le in Bad End­bach
Nach dem eben­so abwechs­lungs­rei­chen wie anspruchs­vol­len Wochen­en­de am Raben­berg bleibt der Endu­ro One Sai­son 2026 nur noch ein Ren­nen. Am 10. und 11. Okto­ber steigt in Bad End­bach das gro­ße Fina­le. Wäh­rend Tom Emme­rich sei­nen Meis­ter­ti­tel in der E1 E‑Bike bereits sicher hat, ste­hen ins­be­son­de­re in der E1 Pro und E1 Woman noch wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen aus. Durch das Streich­ergeb­nis bleibt dabei nicht allein der aktu­el­le Punk­te­stand ent­schei­dend – auch die bis­he­ri­gen Ein­zel­er­geb­nis­se spie­len bei der end­gül­ti­gen Abrech­nung eine Rol­le.

Ergeb­nis­se E1 Raben­berg 2026 E1 Pro
1. Simon Noah Fre­de­rik­sen (DK), Ros­kil­de Moun­tain­bike klub – 16:22,80 min
2. Nick­las Hein­ze, Ilmen­au­er Rad­sport Club – 16:32,93 min
3. Mar­lin Mol­ter, MSM Designs / SV Reu­dern – 16:34,72 min
4. Johan­nes Heim, HEIM Racing – 16:58,37 min
5. Bas­ti­an Resch, Sun­set-Boys – 17:07,15 min E1 Woman
1. Sarah Strohm – 19:49,75 min
2. Mar­le­ne Kie­fer, Wheels over Frank­furt e.V. – 20:04,08 min
3. Chris­ti­na Töd­hei­de, Die pral­len Schläu­che – 20:09,19 min
4. Marie Horl­beck – 20:56,09 min
5. Pau­la Festel, Fich­tel­ge­birgs­ra­cer / Team My Posi­ti­on! – 21:23,28 min E1 E‑Bike
1. André Schu­bert, shred­E­RZ e.V. – 16:55,39 min
2. Tom Emme­rich, HEIM Racing – 17:04,53 min
3. Ben Bergs, BPMPROSHOP – 17:07,51 min
4. Juli­an Haa­se, shred­E­RZ e.V. – 17:27,93 min
5. Ben­ja­min Stach, Sun­set Boys – 17:34,46 min Meis­ter­schafts­stand nach Raben­berg E1 Pro
1. Johan­nes Heim, HEIM Racing – 96 Punk­te
2. Mar­lin Mol­ter, MSM Designs / SV Reu­dern – 79 Punk­te
3. Simon Noah Fre­de­rik­sen, Ros­kil­de Moun­tain­bike klub – 75 Punk­te
4. Bas­ti­an Resch, Sun­set-Boys – 70 Punk­te
5. Tho­mas Hanft, RSV Rede­r­berch e.V. – 66 Punk­te E1 Woman
1. Chris­ti­na Töd­hei­de, Die pral­len Schläu­che – 112 Punk­te
2. Mar­le­ne Kie­fer, Wheels over Frank­furt e.V. – 104 Punk­te
3. Marie Horl­beck – 96 Punk­te
4. Jas­min Rich­ter, Red­wood Syn­di­ca­te – 80 Punk­te
5. Pau­la Festel, Fich­tel­ge­birgs­ra­cer / Team My Posi­ti­on! – 78 Punk­te E1 E‑Bike
1. Tom Emme­rich, HEIM Racing – 132 Punk­te
2. Juli­an Haa­se, shred­E­RZ e.V. – 73 Punk­te
3. Ben­ja­min Stach, Sun­set Boys – 72 Punk­te
4. Jer­ryt Fischer, Loco Moti­on Sports – 71 Punk­te
5. Tom Luca Graf, Unbound Racing / SRS e.V. – 66 Punk­te

Die Ergeb­nis­se und Meis­ter­schafts­stän­de aller wei­te­ren Klas­sen wie gewohnt unter www.enduro-one.com.

Foto: Baboons