Die umfassenden Veränderungen in der Arbeitswelt, vor allem die Digitalisierung und der demografische Wandel, verlangen den Mitarbeitenden viel ab und erfordern Resilienz, das heißt Widerstandskraft. „Wem die Fähigkeit, resilient zu reagieren, nicht in die Wiege gelegt wurde, der kann sie glücklicherweise auch später noch erlernen“, sagt Claus Eitel, Direktor in der AOK Mittelfranken. Resilienz zu fördern, ist auch am Arbeitsplatz möglich.
Arbeitgeber können Beschäftigte unterstützen
Auf betrieblicher Ebene ist es zielführend, wenn Unternehmen zunächst dafür sorgen, Stressoren abzubauen. Dazu gehört vor allem, Zeitdruck zu reduzieren, Zusammenarbeit und Arbeitsabläufe zu optimieren, die Teamarbeit zu fördern und die Arbeitsabläufe gesundheitsgerecht zu gestalten. Sehr wichtig ist auch größtmögliche Transparenz des Arbeitgebers. „Wer sich als Teil eines transparenten Entscheidungsprozesses sieht, wird eher bereit sein, auch unangenehme Entscheidungen und Veränderungen mitzutragen“, so Claus Eitel. Zu mehr Resilienz tragen auch ein bewusstes Miteinander und soziale Unterstützung bei sowie Handlungsspielräume der Beschäftigten und der Aufbau einer Lern- statt einer Kritikkultur.
Wichtige Rolle der Führungskräfte
Entscheidend ist zudem eine Kultur der Wertschätzung und des gesunden Führens. Führungskräften fällt die Aufgabe zu, die drei Ebenen der Resilienz vernetzen. Da ist zum einen die individuelle Ebene. Hier stehen die wichtigsten persönlichen Faktoren von Resilienz im Vordergrund. Das gelingt unter anderem durch Resilienztrainings sowie Coaching und Achtsamkeitsangebote. Zum anderen ist wesentlich, das Miteinander auf Teamebene zu fördern und gegenseitige Unterstützung im Alltag zu verankern. „Beim Aufbau der sogenannten Teamresilienz klärt die Arbeitsgruppe, wie die Zusammenarbeit funktioniert und was die Mitarbeitenden dafür tun können, um sich positiv weiterzuentwickeln“, sagt Claus Eitel. Darüber hinaus ist es wichtig, dass das Unternehmen als Ganzes organisationale Resilienz aufweist. Das bedeutet, dass die Verantwortlichen die Rahmenbedingungen so gestalten, dass Arbeitsgruppen und Beschäftigte insbesondere Veränderungen gemeinsam tragen können und die Mitarbeitenden dabei eingebunden sind.
Betriebliche Gesundheitsförderung mit Hilfe der AOK
Die AOK Bayern bietet Firmen Unterstützung bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) an, die von der Beratung – beispielsweise zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen – bis hin zu Seminaren zur Burnout-Prävention, Stressbewältigung und Resilienztrainings. Das AOK-Programm „Gesund führen“ unterstützt zudem Führungskräfte dabei, eine resiliente Arbeitskultur zu entwickeln, in der Beschäftigte Herausforderungen gemeinsam und gesund bewältigen können.
Im Internet:
Wie sich Resilienz gezielt fördern lässt, zeigt die AOK im Fachportal für Arbeitgeber:
Resilienz im Arbeitsalltag stärken | AOK-Arbeitgeberservice
AOK Programm — Gesund führen: Übersicht
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