Resilienz am Arbeitsplatz fördern

von | 20. März 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Die umfas­sen­den Ver­än­de­run­gen in der Arbeits­welt, vor allem die Digi­ta­li­sie­rung und der demo­gra­fi­sche Wan­del, ver­lan­gen den Mit­ar­bei­ten­den viel ab und erfor­dern Resi­li­enz, das heißt Wider­stands­kraft. „Wem die Fähig­keit, resi­li­ent zu reagie­ren, nicht in die Wie­ge gelegt wur­de, der kann sie glück­li­cher­wei­se auch spä­ter noch erler­nen“, sagt Claus Eitel, Direk­tor in der AOK Mit­tel­fran­ken. Resi­li­enz zu för­dern, ist auch am Arbeits­platz mög­lich.

Arbeit­ge­ber kön­nen Beschäf­tig­te unter­stüt­zen

Auf betrieb­li­cher Ebe­ne ist es ziel­füh­rend, wenn Unter­neh­men zunächst dafür sor­gen, Stres­so­ren abzu­bau­en. Dazu gehört vor allem, Zeit­druck zu redu­zie­ren, Zusam­men­ar­beit und Arbeits­ab­läu­fe zu opti­mie­ren, die Team­ar­beit zu för­dern und die Arbeits­ab­läu­fe gesund­heits­ge­recht zu gestal­ten. Sehr wich­tig ist auch größt­mög­li­che Trans­pa­renz des Arbeit­ge­bers. „Wer sich als Teil eines trans­pa­ren­ten Ent­schei­dungs­pro­zes­ses sieht, wird eher bereit sein, auch unan­ge­neh­me Ent­schei­dun­gen und Ver­än­de­run­gen mit­zu­tra­gen“, so Claus Eitel. Zu mehr Resi­li­enz tra­gen auch ein bewuss­tes Mit­ein­an­der und sozia­le Unter­stüt­zung bei sowie Hand­lungs­spiel­räu­me der Beschäf­tig­ten und der Auf­bau einer Lern- statt einer Kri­tik­kul­tur.

Wich­ti­ge Rol­le der Füh­rungs­kräf­te

Ent­schei­dend ist zudem eine Kul­tur der Wert­schät­zung und des gesun­den Füh­rens. Füh­rungs­kräf­ten fällt die Auf­ga­be zu, die drei Ebe­nen der Resi­li­enz ver­net­zen. Da ist zum einen die indi­vi­du­el­le Ebe­ne. Hier ste­hen die wich­tigs­ten per­sön­li­chen Fak­to­ren von Resi­li­enz im Vor­der­grund. Das gelingt unter ande­rem durch Resi­li­en­z­trai­nings sowie Coa­ching und Acht­sam­keits­an­ge­bo­te. Zum ande­ren ist wesent­lich, das Mit­ein­an­der auf Team­ebe­ne zu för­dern und gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung im All­tag zu ver­an­kern. „Beim Auf­bau der soge­nann­ten Team­re­si­li­enz klärt die Arbeits­grup­pe, wie die Zusam­men­ar­beit funk­tio­niert und was die Mit­ar­bei­ten­den dafür tun kön­nen, um sich posi­tiv wei­ter­zu­ent­wi­ckeln“, sagt Claus Eitel. Dar­über hin­aus ist es wich­tig, dass das Unter­neh­men als Gan­zes orga­ni­sa­tio­na­le Resi­li­enz auf­weist. Das bedeu­tet, dass die Ver­ant­wort­li­chen die Rah­men­be­din­gun­gen so gestal­ten, dass Arbeits­grup­pen und Beschäf­tig­te ins­be­son­de­re Ver­än­de­run­gen gemein­sam tra­gen kön­nen und die Mit­ar­bei­ten­den dabei ein­ge­bun­den sind.

Betrieb­li­che Gesund­heits­för­de­rung mit Hil­fe der AOK

Die AOK Bay­ern bie­tet Fir­men Unter­stüt­zung bei der Betrieb­li­chen Gesund­heits­för­de­rung (BGF) an, die von der Bera­tung – bei­spiels­wei­se zur Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung psy­chi­scher Belas­tun­gen – bis hin zu Semi­na­ren zur Burn­out-Prä­ven­ti­on, Stress­be­wäl­ti­gung und Resi­li­en­z­trai­nings. Das AOK-Pro­gramm „Gesund füh­ren“ unter­stützt zudem Füh­rungs­kräf­te dabei, eine resi­li­en­te Arbeits­kul­tur zu ent­wi­ckeln, in der Beschäf­tig­te Her­aus­for­de­run­gen gemein­sam und gesund bewäl­ti­gen kön­nen.

Im Inter­net:

Wie sich Resi­li­enz gezielt för­dern lässt, zeigt die AOK im Fach­por­tal für Arbeit­ge­ber:

Resi­li­enz im Arbeits­all­tag stär­ken | AOK-Arbeit­ge­ber­ser­vice

AOK Pro­gramm — Gesund füh­ren: Über­sicht

Foto: Pix­a­bay