Saisonstart Museen Weißenburgs ab 15. März 2025

von | 12. März 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Wei­ßen­burg (red). Zwei­ein­halb Mona­te muss­ten sich gro­ße und klei­ne Geschichts­fans gedul­den, bis die Sai­son der Muse­en Wei­ßen­burg wie­der star­tet. An die­sem Wochen­en­de ist es end­lich soweit, am Sams­tag sper­ren das Römer­Mu­se­um, das Reichs­stadt­Mu­se­um und die Römi­schen Ther­men wie­der auf und bie­ten allen Geschichts­in­ter­es­sier­ten die Mög­lich­keit, einen Sprung zurück in die Zeit zu machen. Von der römi­schen Gren­ze, dem Limes, bis zu Wei­ßen­burgs Zeit als Freie Reichs­stadt brin­gen die Aus­stel­lun­gen den Besu­chen­den die span­nen­de Ver­gan­gen­heit der Stadt und im Fal­le der Römer­zeit sogar der gan­zen Regi­on näher. Das Römer­Mu­se­um ist näm­lich das Baye­ri­sche Schwer­punkt­mu­se­um zu Limes und zeigt die wich­tigs­ten Fun­de aus den Aus­gra­bun­gen ent­lang der ehe­ma­li­gen Gren­ze. Der Limes fei­ert heu­er übri­gens sein 20. Jubi­lä­um der Ernen­nung zum UNESCO ‑Welt­erbe! Damit kom­men wir auch zum Über­the­ma die­ser Sai­son, denn so ein Jubi­lä­um kommt nicht alle Jah­re.

Den Auf­takt in das Limes­jahr macht die Son­der­aus­stel­lung LIMES Mobil, die von Bezirk Mit­tel­fran­ken kon­zi­piert wur­de und mitt­ler­wei­le mehr als 30 Sta­tio­nen hin­ter sich gebracht hat. In die­ser Wan­der­aus­stel­lung wird Mit­tel­fran­kens ein­zi­ges Welt­erbe ganz genau betrach­tet. Doch man kann in die­ser Aus­stel­lung nicht nur anschau­en, son­dern auch ganz viel anfas­sen, aus­pro­bie­ren und her­aus­fin­den. Kin­der und Erwach­se­ne kön­nen ein römi­sches Kas­tell nach­bau­en oder rie­chen, wie es in einem Lager­dorf gero­chen haben dürf­te und als Archäo­lo­gin oder Archäo­lo­ge selbst nach Fun­den suchen. Zum Abschluss gibt es dann noch ein Sel­fie mit den römi­schen Göt­tern zur Erin­ne­rung. Die Aus­stel­lun läuft vom 21. März bis zum 22. Juni.

Am 17. Juli 2005 schrieb die UNESCO-Kom­mis­si­on den Ober­ger­ma­nisch Rae­ti­schen Limes in die Welt­erbe­lis­te ein. Zwan­zig Jah­re spä­ter bege­hen die Muse­en Wei­ßen­burg an die­sem Datum einen öffent­li­chen Fest­abend, an dem der Baye­ri­sche Limes­ko­or­di­na­tor Dr. Mar­kus Gschwind vom Baye­ri­schen Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge das Welt­erbe in einem Vor­trag vor­stellt. Vom 18. bis zum 20. Juli, also gleich­zei­tig mit dem Alt­stadt­fest, fin­det dann zusam­men mit dem Muse­ums­ca­fé rund um den Mar­tin-Luther-Platz ein bun­tes Pro­gramm
statt – alles im Zei­chen der Römer natür­lich!

Bereits am 1. Juni wird der Deut­sche UNESCO-Welt­erbe­tag gefei­ert. Das dies­jäh­ri­ge Mot­to lau­tet „Ver­mit­teln, ver­bin­den, begeis­tern!“ – und das ist, was die Muse­en Wei­ßen­burg das gan­ze Jahr über errei­chen möch­ten. Um auch mal den Blick über den Tel­ler­rand zu wagen bie­tet das Baye­ri­sche Limes Infor­ma­ti­ons­zen­trum, das auch zu den Muse­en Wei­ßen­burg gehört, die Rei­he Heri­ta­ge Hop­ping an. Deutsch­land besitzt mehr als 50 Welt­erbe­stät­ten. Die­se sol­len mit meh­re­ren Vor­trä­gen im Jahr durch die Leu­te, die vor Ort arbei­ten, vor­ge­stellt wer­den. Den Auf­takt am 25. März machen die SchUM-Stät­ten Spey­er, Worms und Mainz, deren jüdi­sche Bau­ten von mehr als 1000 Jah­re Geschich­te des Juden­tums in Deutsch­land erzäh­len kön­nen. Wei­te­re Vor­trä­ge zu Deut­schen Welt­erbe­stät­ten fin­den im Mai (Aach­ner Dom), Okto­ber (römi­sche Bau­ten und Dom Trier) sowie Novem­ber (Mat­hil­den­hö­he Darm­stadt) statt.

Zusätz­li­che High­lights sind der Inter­na­tio­na­le Muse­ums­tag am 18. Mai, an dem alle Muse­en kos­ten­los zugän­gig sind sowie eine ganz beson­de­re Son­der­aus­stel­lung ab 9. August. Bei die­ser tref­fen Ente und Anti­ke zusam­men – die ENTIKE! In der vom LIMESEUM Ruf­fen­ho­fen gestal­te­ten Aus­stel­lung erzäh­len die Ducks von ihren Vor­fah­ren im anti­ken Rom oder Grie­chen­land, ja sogar bis zu den Pha­rao­nen lässt sich die Geschich­te der Enten­hau­se­ner nach­ver­fol­gen.

Die Aus­stel­lung ist nicht expli­zit für Kin­der erdacht, wird ihnen aber sicher­lich viel Freu­de berei­ten. Eben­falls für die klei­nen His­to­ri­en­fans ist das Kin­der­fe­ri­en­pro­gramm zusam­men­ge­stellt. In allen Schul­fe­ri­en wäh­rend der Muse­ums­sai­son brin­gen span­nen­de Füh­run­gen und krea­ti­ve Work­shops die Kin­der in´s Muse­um. Schließ­lich müs­sen Geschich­te und Muse­um nicht lang­wei­lig sein. Der ers­te Ter­min ist am 17. April, hier wer­den ab 15.00 Uhr bun­te Mosai­ke für Kin­der von 6 bis 10 Jah­ren gefer­tigt. Die Ter­mi­ne in den ande­ren Feri­en fin­det man auf der Home­page der Muse­en.

Neu ist in die­sem Jahr eine Oster­ei­er­su­che auf dem Kas­tell­ge­län­de. Am Oster­mon­tag von 10.00 bis 12.00 Uhr las­sen sich Eier und Scho­ko­ha­sen zwi­schen Wehr­mau­er, Kas­tell­tor und römi­scher Fuß­bo­den­hei­zung fin­den. Die Teil­nah­me ist kos­ten­los.

Zum Abschluss des Muse­ums­jah­res wer­den noch­mals beson­de­re Füh­run­gen und Ver­an­stal­tun­gen ange­bo­ten. Ob Buch­vor­stel­lung zum römi­schen Wein inklu­si­ve Ver­kos­tung, Taschen­lam­pen­füh­rung durch die Ther­men oder ein Abend ganz im Geis­te von Lucul­lus mit römi­schen Spe­zia­li­tä­ten – im Herbst wer­den alle Sin­ne ange­spro­chen.

Eine Über­sicht über alle Ter­mi­ne fin­den Sie auf der Home­page www.museen weissenburg.de, Info zusätz­lich auf den Social Media Kanä­len. Die Ter­mi­ne zu öffent­li­chen Füh­run­gen sind eben­falls dort ersicht­lich. Geöff­net sind die Muse­en immer Diens­tag bis Sonn­tag von 10:00 bis 17:00 Uhr, ab 15. Novem­ber sind die Römi­schen Ther­men geschlos­sen und Römer- sowie Reichs­stadt­Mu­se­um haben ver­kürz­te Öff­nungs­zei­ten. Als Beson­der­heit gilt immer am ers­ten Sonn­tag des Monats 1 Euro Ein­tritt pro Per­son und Muse­um.

Foto: Muse­en Weißenburg/ P. Nörr