Schichtwechsel 2026

von | 8. Oktober 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Bezirks­tags­prä­si­dent und Werk­statt­be­schäf­tig­ter tau­schen die Arbeits­plät­ze

Ansbach/Rothenburg – Wie sieht der Arbeits­all­tag eines Bezirks­tags­prä­si­den­ten aus? Und wel­che Auf­ga­ben gehö­ren zum täg­li­chen Arbei­ten in einer Werk­statt für Men­schen mit Behin­de­rung? Beim bun­des­wei­ten Akti­ons­tag „Schicht­wech­sel“ haben Peter Dani­el Fors­ter, Bezirks­tags­prä­si­dent von Mit­tel­fran­ken, und Chris­ti­an Döring, Beschäf­tig­ter der Werk­statt Rothen­burg, ihre Arbeits­plät­ze getauscht und damit ganz unmit­tel­bar die Per­spek­ti­ve gewech­selt.

Am Vor­mit­tag ging es für Chris­ti­an Döring ins Bezirks­rat­haus nach Ans­bach. Gemein­sam mit Peter Dani­el Fors­ter star­te­te er dort in den Arbeits­tag. Auf dem Pro­gramm stan­den unter ande­rem die Ter­min­pla­nung, die Bear­bei­tung von Ein­la­dun­gen, Bespre­chun­gen sowie Ter­mi­ne zu Bau- und Infra­struk­tur­pro­jek­ten. Bei einer Füh­rung durch das Bezirks­rat­haus erhielt Döring außer­dem Ein­bli­cke in die unter­schied­li­chen Auf­ga­ben und Arbeits­ab­läu­fe des Bezirks­tags­prä­si­den­ten.

„Es war sehr inter­es­sant zu sehen, was ein Bezirks­tags­prä­si­dent arbei­tet und wie sein Tag aus­sieht. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht“, erzählt Chris­ti­an Döring. Beson­ders über­rascht zeig­te er sich von der Viel­zahl der Ter­mi­ne: „Ich bin über­rascht, wie vie­le Ter­mi­ne der Bezirks­tags­prä­si­dent hat.“

Am Nach­mit­tag folg­te der Per­spek­tiv­wech­sel: Peter Dani­el Fors­ter kam in die Werk­statt für Men­schen mit Behin­de­rung in Rothen­burg und erhielt von Chris­ti­an Döring zunächst eine Füh­rung durch die Werk­statt und die ver­schie­de­nen Arbeits­grup­pen. Anschlie­ßend zeig­te Döring ihm sei­nen eige­nen Arbeits­platz im Bereich Lager­lo­gis­tik und erklär­te die unter­schied­li­chen Auf­ga­ben und Abläu­fe.

Dabei blieb es nicht beim Zuschau­en. Gemein­sam pack­ten die bei­den Waren ein, ver­lu­den sie in ein Fahr­zeug und lie­fer­ten sie aus. Unter Anlei­tung durf­te Peter Dani­el Fors­ter außer­dem selbst das Fah­ren eines Gabel­stap­lers aus­pro­bie­ren. Chris­ti­an Döring erklär­te ihm dabei jeden ein­zel­nen Arbeits­schritt. Die Tätig­kei­ten gehö­ren zu sei­nem Arbeits­all­tag, die er selbst­stän­dig aus­führt. „Ich fin­de, er hat es sehr gut gemacht fürs ers­te Mal“, lob­te Chris­ti­an Döring den Bezirks­tags­prä­si­den­ten nach dem gemein­sa­men Arbeits­ein­satz.

Auch Peter Dani­el Fors­ter zog ein posi­ti­ves Fazit des Schicht­wech­sels: „Es hat mir total Spaß gemacht. Ich bin offen und zei­ge ger­ne mei­ne Arbeit. Ich mache so etwas jetzt schon zum drit­ten Mal, damit ich einen Ein­blick bekom­me. Das ist mir wich­tig, denn ich will nicht nur am Schreib­tisch ent­schei­den.“

Der prak­ti­sche Ein­blick in den Werk­statt­all­tag sei für ihn beson­ders wert­voll. „Das ist ein Erkennt­nis­ge­winn, den man ein Leben lang behält. Ich habe wenig Berüh­rungs­ängs­te, auch wenn ich viel­leicht nicht jede Fra­ge zufrie­den­stel­lend beant­wor­ten kann.“
Zum Abschluss des Nach­mit­tags nahm Peter Dani­el Fors­ter noch an einer Sit­zung des Werk­statt­rats teil und konn­te so einen wei­te­ren wich­ti­gen Bereich des Werk­statt­all­tags ken­nen­ler­nen.

Der „Schicht­wech­sel“ schafft Begeg­nun­gen auf Augen­hö­he und macht unter­schied­li­che Arbeits­wel­ten unmit­tel­bar erfahr­bar. Für einen Tag ste­hen nicht Ämter, Funk­tio­nen oder Zuschrei­bun­gen im Mit­tel­punkt, son­dern die Men­schen und ihre Arbeit.

Foto: Diakoneo/Christin Koh­ler

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