Weißenburg — Aktuell ist die neue Sonderausstellung „Roms Armee – Weltmacht der Antike“ im Bayerischen Limes-Informationszentrums kostenfrei zu sehen.
Kleine Figuren, die ganz viel erzählen. Dies sind die Zinnfiguren von Helmut Saiger, die der Modellbauer aus dem Schwarzwald zu detailreichen Dioramen zusammensetzt. Mehr als 120 Kästen sind es mittlerweile, die zwischen kleinen Formaten und fast Kubikmetergröße variieren. Eingefangen sind in diesen Kästen Szenen aus der Antike – ein Thema, das den mittlerweile 83-Jährigen seit Jahrzehnten beschäftigt. 30 mm groß sind die Zinnfiguren, die je nach Größe des Dioramas in wenigen Exemplaren bis hin zu Legionsgröße in die Kisten eingebaut sind. Umgeben von einem detailgetreuen Setting zeigen sie Situationen aus dem römischen Alltag, der Weltgeschichte oder dem römischen Militär.
Die römische Armee ist auch das Thema der Sonderausstellung, die am 16. August im Bayerischen-Limesinformationszentrums im Erdgeschoss des RömerMuseums gestartet ist. Da die Sammlung Saiger so umfassend ist, hatte Museumsleiter Simon Sulk beschlossen, die Modelle thematisch sortiert in vier einzelnen Ausstellungen zu präsentieren. Nachdem im ersten Halbjahr 2026 die großen Momente der Weltgeschichte – Caesars Ermordung, die Schlacht an der Milvischen Brücke und viele weitere – zu
sehen waren, steht nun die römische Armee im Fokus. In 15 Dioramen werden „Roms Armeen – Weltmacht der Antike“ lebendig und zeigen mit einer enormen Detailverliebtheit Kämpfe gegen rebellische Kelten, Soldaten beim Straßenbau oder auch die Ehrung eines verdienten Kämpfers. Denn die römische Armee war mehr als eine schlagkräftige Eroberungstruppe. Sie war ein Kosmos für sich, war als Bautrupp an öffentlichen Bauten und im Straßenbau tätig und sorgte für Recht und Sicherheit in den Provinzen.
Die Sonderausstellung im Bayerischen Limes-Informationszentrum ist bis zum 30. Dezember zu den Öffnungszeiten kostenfrei zu sehen. Zwei weitere Themenkomplexe folgen dann im nächsten Jahr. Und wer weiß, was Helmut Saiger danach noch in seiner Werkstatt aufbaut.
Foto: Museen Weißenburg


