Weißenburg (red). Die Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Weißenburg am 05.06.2025 war auch in diesem Jahr geprägt von Engagement, Gemeinschaft und einer klaren Vision für die Zukunft. Mit einem Rückblick auf zahlreiche Aktivitäten unterstrich die Ortsvereinsvorsitzende Lissy Pecoraro die Dynamik und Lebendigkeit der Partei. Ein zentraler Punkt des Abends war die kontinuierliche Mitgliedergewinnung. „Unsere positive Ausstrahlung, unser Zusammengehörigkeitsgefühl und das Stehen hinter einer Sache macht uns authentisch – und genau das wünschen sich die Menschen“, erklärte Pecoraro.
Der Wahlkampf für die Kommunalwahl 2026 nimmt bereits Fahrt auf, doch die Weißenburger SPD bleibt nicht nur in Wahljahren aktiv. Dies zeigte sich eindrucksvoll beim Infostand zur Restaurierung der Stadtmauer. Die Bürgerinnen und Bürger wurden aktiv in die Entscheidungsfindung eingebunden, während andere Parteien sich eher auf Umfragen in sozialen Medien beschränkten. Ein Beispiel für gelebte Bürgernähe und echtes Interesse am Dialog. Auch traditionelle Veranstaltungen wie das Römerbrunnenfest sowie die Teilnahme
am Stadtradeln zeigen, dass die Partei nicht nur politische Themen bewegt, sondern auch das gesellschaftliche Miteinander stärkt. Mit einem motivierten Team und einer klaren Vision geht die SPD Weißenburg in die kommenden Monate – bereit für die Herausforderungen und Chancen, die vor ihr liegen.
Die SPD Weißenburg bleibt auch in diesem Jahr eine treibende Kraft für politischen und gesellschaftlichen Austausch. Neben den laufenden Wahlkampfvorbereitungen stehen über den Sommer zahlreiche Kirchweihen, Feste und öffentliche Veranstaltungen an. Für die SPD ist klar: Der persönliche Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern ist essenziell. „Jeder Einzelne, der in den Stadtrat gewählt werden möchte, sollte aktiv auf die Bevölkerung zugehen und zeigen, wie sehr er sich für ihre Anliegen einsetzt“, betonte Ortsvereinsvorsitzende Lissy Pecoraro.
Ein besonderes Zeichen der Gemeinschaft war der Besuch bei Hermann Döbler, dem langjährigen Unterstützer des Ortsvereins, zu seinem 90. Geburtstag. Ebenso wurde Ursel Stief für beeindruckende 65 Jahre SPD-Mitgliedschaft geehrt – ein Beweis für die Beständigkeit und den Zusammenhalt innerhalb der Partei. Auch bei überparteilichen Aktionen engagiert sich die SPD Weißenburg. So wurde der „Parking Day“ mit den Grünen und Viktor Rother organisiert, um das Thema Stadtgestaltung und Verkehrspolitik zu beleuchten. Die Frage nach einem attraktiveren öffentlichen Raum bleibt auf der Agenda, ebenso wie der Antrag zur Begrünung der Innenstadt vom 5. Dezember 2024.
Ein beachtlicher Erfolg gelang im Oktober durch die schnelle Vermittlung von Fördermitteln für die Sanierung der St. Andreas Kirche. Nach einem Antrag zum Denkmalschutzsonderprogramm konnten nahezu 40 % der geplanten Kosten gedeckt werden – ein Ergebnis direkter und effektiver Parteiarbeit.
Auch gesellschaftliche Themen stehen im Fokus des Ortsvereins: So nahm eine Delegation der SPD Weißenburg an einer Demonstration gegen eine AfD Veranstaltung teil, um ein klares Zeichen für Demokratie zu setzen. Zudem wurde die wichtige Arbeit der Ukrainehilfe mit einer Friedenskundgebung auf dem Marktplatz fortgesetzt. Ein besonderer Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Vorstellung von Eva Reichstadt als Oberbürgermeisterkandidatin. Die einstimmige Wahl und die darauffolgende Veranstaltungen zeigten die breite Unterstützung innerhalb der Partei. „Eva ist die richtige Frau an der Spitze für unsere Stadt“, unterstrich Pecoraro.
Nun geht die SPD Weißenburg in eine entscheidende Phase: Die kommenden Monate stehen im Zeichen eines intensiven Wahlkampfs, der auf Dialog und Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern setzt. „Unser Ziel ist es, die Themen weiter auszubauen, eine starke Kandidatenliste aufzustellen und öffentlich präsent zu sein“, so Pecoraro abschließend. Lissy Pecoraro hatte mit großer innerer Beteiligung und der ihr eigenen Emotionalität das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Alle Mitglieder danken es ihr mit einem besonders herzlichen Beifall.
Die SPD Weißenburg bleibt eine aktive Kraft in der Stadtgesellschaft. Ein Zeichen dafür setzte auch die Übergabe des Parteibuches an sechs neue Mitglieder: Mario Bartolovic, Tanja Freudenberg-Raus, Inge Behrens, Simone Naß, Silas König und Taulant Toplana wurden herzlich willkommen geheißen.
Anschließend sprach Oberbürgermeisterkandidatin Eva Reichstadt in ihrem Grußwort unter dem Motto „Demokratie braucht dich – für eine Stadt, die lebt!“. Ihr Appell war klar: Demokratie erfordert kontinuierliches Engagement. „Kommunale Politik ist so viel mehr als Phrasen und Symbole. Es geht darum, mit allen Betroffenen nach demokratischen Regeln um die besten Lösungen zu ringen“, betonte Reichstadt. Mit Blick auf die bevorstehende Wahl erinnerte sie daran, dass die Ära des amtierenden Oberbürgermeisters Jürgen Schröppel zu Ende geht. „Danke, Jürgen, für deine gute Arbeit!“ Doch nun müsse darauf geachtet werden, dass die Zukunft der Stadt nicht in die falschen Hände gerät. „Kommunale Politik ist kein Schauplatz für rein populistische Parolen oder eine Politik der Nationalen Identität. Es geht um pragmatische Lösungen, die den Menschen in Weißenburg dienen,“ erklärte sie.
Ihr politisches Credo: „Zuhören, Verstehen, Handeln!“ – und das immer mit den Bürgerinnen und Bürgern im Mittelpunkt. „Der Oberbürgermeister ist kein König. Erst kommt das Zuhören, dann das Handeln.“ Unser Weißenburg ist so liebenswert
wie lebenswert. Um das zu erhalten und weiter zu entwickeln, dafür sei der enge Austausch mit den Bürgern essenziell. „Ich höre genau zu, damit wir bestmögliche, tragfähige und finanzierbare Lösungen finden für unsere Stadt, für unser Weißenburg.“
Mit klarem Fokus auf eine starke Stadt mit Zukunft gehen wir in einen Wahlkampf, der auf Nähe, Dialog und echten politischen Gestaltungswillen setzt. Reichstadt rief die Menschen dazu auf, ihre Stimme zu nutzen: „Lass nicht andere für dich entscheiden!“ Wählen solle man nach Ideen, Lösungen und Kandidaten, die konstruktiv wirken wollen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger. Ohne parteipolitisch begründete Blockadehaltung. Und ohne die Absicht, zu spalten oder gar destruktiv wirken zu wollen. Parteiinteressen haben hinter den Interessen der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger zurück zu stehen, das ist meine Überzeugung. Es geht in der Kommunalpolitik immer zuerst um unser Weißenburg und dessen Gedeihen. „Demokratie lebt aber nicht zuletzt vom Mitgestalten, vom Diskutieren und von der Bereitschaft, sich für die Zukunft einzusetzen. Genau dazu lade ich jede Bürgerin und jeden Bürger ein.“
Mit diesem motivierenden Appell endete Eva Reichstadt. Mit großem Applaus zeigten die Mitglieder ihre Bereitschaft ihrer Kandidatin ihre Zustimmung und Unterstützung. Auch der scheidende Oberbürgermeister Jürgen Schröppel sprach ein Grußwort und hob insbesondere die Förderung der Kinderbetreuung hervor, die unter seiner Ägide durch kluge Planung und sinnvolle Nutzung von Fördermitteln auf ein vorbildliches Niveau gehoben wurde.
Sacharbeit im Stadtrat: Klare Linie der SPD
Die Arbeit der SPD-Fraktion im Stadtrat wurde durch Andreas Kreißl in seiner Rolle als neuer Fraktionsvorsitzender beleuchtet. Trotz starker Heiserkeit überzeugte er mit klaren Worten und belegte eindrucksvoll, warum die SPD-Fraktion zu den aktivsten und effizientesten in Weißenburg zählt.
Innenstadtbegrünung – ein zähes Ringen mit Erfolg. Das Thema Begrünung der Innenstadt hatte sich über Monate zu einem echten Politikum entwickelt. Anträge wurden diskutiert, verworfen, wieder neu eingebracht. „Das war ein unfassbares Hin und Her“, fasste Kreißl zusammen. Doch letztlich habe die SPD es geschafft, eine einstimmige (!) Entscheidung zu erwirken. „Wir haben den Karren aus dem
Dreck gezogen“, erklärte er mit Nachdruck – ein Erfolg für die nachhaltige Stadtgestaltung.
Inklusionsbeirat – Transparenz statt Mauschelei. Ein weiteres wichtiges Thema war die Einführung eines Inklusionsbeirats. „Hinterzimmermauschelei, das wollten wir gerade nicht! Wir stehen für Offenheit in der Kommunalpolitik“, stellte Kreißl klar. Die SPD habe von Anfang an für eine transparente Wahl des Beirats plädiert. Während andere Vorschläge formaljuristische Fehler aufwiesen, setzte sich die SPD-Fraktion für eine demokratische und funktionale Lösung ein – am Ende mit Erfolg. „Wir haben schnell reagiert und dafür gesorgt, dass es überhaupt voran ging in der Sache“, so Kreißl.
Photovoltaik auf der Seeweiherhalle – kluge Lösungen statt Stillstand. Beim Thema Photovoltaik auf der Seeweiherhalle wurde deutlich, dass vorausschauendes Denken entscheidend ist. Die Halle war auf Druck der CSU mit reduzierter Statik gebaut worden – ein Umstand, der lange Zeit die Installation von Solarmodulen unmöglich machte. Doch die SPD blieb hartnäckig, informierte sich über neue technische Möglichkeiten und brachte schließlich einen Antrag ein, der eine realisierbare Lösung ermöglichte. „Darauf kam aus den Stadtwerken der
Kommentar: Das ist ein richtig kluger Antrag – das machen wir!“ berichtete Kreißl stolz.
Bauhof – wirtschaftliche Weitsicht als Erfolgsstrategie. Besonders eindrucksvoll war die kluge Herangehensweise der SPD beim Thema Bauhof. Nachdem eine Besichtigung gezeigt hatte, dass dringender Handlungsbedarf besteht, stellte die SPD-Fraktion umgehend einen Antrag. Doch statt Millionen in eine komplette Neuplanung zu investieren, schlug die SPD eine pragmatische Lösung vor, die Verbesserungen ermöglicht, ohne den städtischen Haushalt unverhältnismäßig zu belasten. „Ein Antrag, der es uns ermöglicht, die Situation für den Bauhof schnell zu verbessern – ohne den Haushalt mit rund 17 Millionen Euro zu blockieren!“ erklärte Kreißl. Zuletzt fand OB Jürgen Schröppel einen Kompromiss, in den große Teile unseres Antrags einflossen und dieser kluge Ansatz wurde mit einer Mehrheit
aus SPD und CSU dann auch verabschiedet. „Wir konnten und wollten Eva Reichstadt nicht mit einem solchen finanziellen Korsett in ihre neuen Aufgaben als Oberbürgermeisterin gehen lassen.“
Großer Beifall für Andreas Kreißl – die Mitglieder des Ortsvereins stehen geschlossen hinter dem neuen Fraktionsvorsitzenden. Zum Abschluss der Versammlung wurden langjährige Mitglieder für ihr jahrzehntelanges Engagement geehrt – ein Zeichen für Beständigkeit und
Zusammenhalt innerhalb der Partei. Hamit Bakir, Konny Goth, Eva Reichstadt (10 Jahre), Edith Curci, Uwe Satzinger, Wolfgang Emich (40 Jahre), Gabi und Joachim Schlör, Gerhard Naß (50 Jahre), Ursel Stief (66 Jahre)
Mit diesem starken Rückenwind geht die SPD Weißenburg nun in eine entscheidende Phase: Ein intensiver Wahlkampf steht bevor, doch das klare Ziel bleibt, Weißenburg positiv und nachhaltig weiterzuentwickeln.
Bildunterschrift: Im Gruppen-Bild sind von links zu sehen: lisabeth Pecoraro (Vorsitzende SPD OV Weißenburg), Eva Reichstadt (stellv. Vorsitzende SPD OV Weißenburg, OB-Kandidatin, geehrt für 10 Jahre), Edith Curci (geehrt für 40 Jahre), Harald Dösel (Stadtrat und Mitglied des Vorstands), Gabi Schlör (geehrt für 50 Jahre), Ursel Stief (geehrt für 66 Jahre), Gerhard Naß (Stadtrat, geehrt für 50 Jahre), Mario Bartolovic (Neumitglied), Tanja Raus-Freudenberg (Neumitglied), Inge Behrens (Neumitglied), Wolfgang Emich (geehrt für 40 Jahre), Joachim Schlör (geehrt für 50 Jahre). Foto: SPD-Ortsverein Weißenburg


