Tag der Endometriose

von | 25. September 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Apo­the­ken im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen hel­fen, Beschwer­den rich­tig ein­zu­ord­nen

Wei­ßen­burg, der 25.09.2026 – Star­ke Regel­schmer­zen gehö­ren für man­che Frau­en zum All­tag. Doch wenn Schmer­zen regel­mä­ßig auf­tre­ten und die Lebens­qua­li­tät ein­schrän­ken, kön­nen sie ein Hin­weis auf eine Erkran­kung wie Endo­me­trio­se sein.

„Gera­de bei wie­der­keh­ren­den Beschwer­den kann die Apo­the­ke vor Ort eine ers­te Anlauf­stel­le für ein klä­ren­des Gespräch sein“, sagt Apo­the­ke­rin Kat­rin Bin­kert, Pres­se­spre­che­rin der Apo­the­ker im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen und ergänzt: „In der Apo­the­ke erle­ben wir häu­fig, dass Kun­din­nen zunächst ein Schmerz­mit­tel gegen ihre Mens­trua­ti­ons­schmer­zen suchen oder mit Kreis­lauf­be­schwer­den kom­men. Im per­sön­li­chen Gespräch erfah­ren wir dann, dass die Schmer­zen oft schon lan­ge bestehen oder von wei­te­ren Sym­pto­men wie Übel­keit, Erbre­chen oder Durch­fall beglei­tet wer­den. Wir kön­nen dabei unter­stüt­zen, Beschwer­den ein­zu­ord­nen und dar­auf auf­merk­sam machen, wann eine gynä­ko­lo­gi­sche Unter­su­chung sinn­voll sein kann.“

Was ist Endo­me­trio­se?
Endo­me­trio­se ist eine der häu­figs­ten Erkran­kun­gen des Unter­leibs. Dabei wächst gebär­mut­ter­schleim­haut­ähn­li­ches Gewe­be außer­halb der Gebär­mut­ter. Schät­zungs­wei­se ist etwa jede zehn­te Frau im gebär­fä­hi­gen Alter betrof­fen. Die Erkran­kung kann sich unter­schied­lich bemerk­bar machen: Typisch sind star­ke Mens­trua­tions- und Unter­bauch­schmer­zen, mög­lich sind aber auch Schmer­zen beim Geschlechts­ver­kehr oder Beschwer­den beim Was­ser­las­sen bezie­hungs­wei­se Stuhl­gang. Die Beschwer­den kön­nen den All­tag stark belas­ten und auch mit einem uner­füll­ten Kin­der­wunsch ver­bun­den sein. Weil die Sym­pto­me so viel­fäl­tig sind, wird Endo­me­trio­se häu­fig erst nach vie­len Jah­ren erkannt. Für die Behand­lung gibt es ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, die sich nach den Beschwer­den und der per­sön­li­chen Situa­ti­on rich­ten. Neben hor­mo­nel­len und medi­ka­men­tö­sen The­ra­pien kön­nen bei­spiels­wei­se Phy­sio­the­ra­pie oder psy­cho­lo­gi­sche Beglei­tung unter­stüt­zen. Da Endo­me­trio­se unter­schied­li­che Lebens­be­rei­che betref­fen kann, ist häu­fig das Zusam­men­spiel ver­schie­de­ner medi­zi­ni­scher Fach­rich­tun­gen wich­tig. Eine früh­zei­ti­ge Dia­gno­se kann dazu bei­tra­gen, Beschwer­den gezielt zu behan­deln und die Lebens­qua­li­tät zu ver­bes­sern.

Apo­the­ken als ers­te Anlauf­stel­le für ein Bera­tungs­ge­spräch
Der Tag der Endo­me­trio­se am 29. Sep­tem­ber will dazu bei­tra­gen, die Erkran­kung stär­ker ins Bewusst­sein zu rücken. Als Teil der wohn­ort­na­hen Gesund­heits­ver­sor­gung leis­ten die Apo­the­ken im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen einen Bei­trag dazu, Fra­gen zu Beschwer­den und Arz­nei­mit­teln früh­zei­tig auf­zu­grei­fen. „Wir neh­men uns in der Apo­the­ke ger­ne Zeit für die Bera­tung zur rich­ti­gen Anwen­dung und Ein­nah­me von Arz­nei­mit­teln zur Endo­me­trio­se­the­ra­pie. Denn Beschwer­den rund um die Mens­trua­ti­on und Endo­me­trio­se sind kein Tabu­the­ma und soll­ten offen ange­spro­chen wer­den kön­nen. Je frü­her mög­li­che Warn­zei­chen erkannt wer­den, des­to schnel­ler kön­nen Betrof­fe­ne die pas­sen­de medi­zi­ni­sche Unter­stüt­zung erhal­ten“, so Kat­rin Bin­kert.


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