Theilenhofen: Unbekannter erschießt Schwan

von | 15. März 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

PETA bie­tet 1000 Euro Beloh­nung für Hin­wei­se und for­dert ganz­jäh­ri­ges Jagd­ver­bot für Schwä­ne

Thei­len­ho­fen (red). Tier­kil­ler gesucht: Einem Medi­en­be­richt zufol­ge hat ein Jäger am Sams­tag­vor­mit­tag in Thei­len­ho­fen einen offen­bar ille­gal erschos­se­nen Schwan ent­deckt. Der zustän­di­ge Jagd­päch­ter fand das Tier am Sonn­tag­vor­mit­tag auf einem Feld in sei­nem Revier. Für Schwä­ne gilt seit dem 20. Febru­ar eine Schon­frist, in der sie nicht gejagt wer­den dür­fen. Nun ermit­telt die Poli­zei wegen Jagd­wil­de­rei und bit­tet um Zeu­gen­hin­wei­se.

PETA setzt Beloh­nung aus
Um den Fall auf­zu­klä­ren, setzt PETA nun eine Beloh­nung in Höhe von 1000 Euro für Hin­wei­se aus, die die tat­ver­ant­wort­li­che Per­son oder Per­so­nen über­füh­ren. Wer etwas beob­ach­tet oder ander­wei­tig mit­be­kom­men hat, wird gebe­ten, sich bei der Poli­zei oder tele­fo­nisch unter 0711–8605910 oder per E‑Mail bei der Tier­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on zu mel­den – auch anonym.

„Wir möch­ten hel­fen auf­zu­klä­ren, wer auf den Schwan geschos­sen hat“, so Peter Höff­ken, Fach­re­fe­rent bei PETA. „Wir for­dern zudem die Lan­des­re­gie­rung auf, für Schwä­ne eine ganz­jäh­ri­ge Schon­zeit in Bay­ern ein­zu­füh­ren. Im ver­gan­ge­nen Jagd­jahr wur­den rund 1000 von ihnen sinn­los getö­tet. Hes­sen, Thü­rin­gen und Schles­wig-Hol­stein sind die­sen Schritt bereits gegan­gen.“

PETA setzt regel­mä­ßig Beloh­nun­gen in Fäl­len von miss­han­del­ten oder aus­ge­setz­ten Tie­ren aus, um bei der Ermitt­lung der Täter zu hel­fen.

PETA Deutsch­land begeht im Jahr 2024 ihr 30-jäh­ri­ges Jubi­lä­um. Zu die­sem Anlass for­dert die Orga­ni­sa­ti­on, dass Tie­re vor dem Gesetz als Per­so­nen, das heißt als Trä­ger von schutz­wür­di­gen Inter­es­sen, aner­kannt wer­den und bestimm­te Grund­rech­te erhal­ten. PETAs Mot­to lau­tet: Tie­re sind nicht dazu da, dass wir an ihnen expe­ri­men­tie­ren, sie essen, sie anzie­hen, sie uns unter­hal­ten oder wir sie in irgend­ei­ner ande­ren Form aus­beu­ten. Die Orga­ni­sa­ti­on setzt sich gegen Spe­zie­sis­mus ein – eine Form von Dis­kri­mi­nie­rung, bei der Tie­re auf­grund ihrer Art­zu­ge­hö­rig­keit abge­wer­tet wer­den.

PETA Deutsch­land e.V. (2018): Men­schen, die Tie­re quä­len, belas­sen es sel­ten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019–04-print24.pdf.

Foto: Pix­a­bay