Pressemeldung zum geplanten Umbau der Hörnleinkreuzung
Der geplante Umbau der Hörnleinkreuzung ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für Weißenburg und den gesamten Landkreis. Das Vorhaben wird seit 15 Jahren geplant, geprüft und intensiv diskutiert. In dieser Zeit wurden zahlreiche Varianten untersucht, Fachgutachten erstellt und Abwägungen vorgenommen. Dieser lange Prozess hat schließlich zu einer klar definierten, finalisierten Ausbauvariante geführt, die fachlich geprüft, rechtlich abgesichert und politisch beschlossen ist. Es handelt sich um die aus Sicht der zuständigen Fachstellen beste und sicherste Lösung für diese zentrale Verkehrsdrehscheibe. Umso unverständlicher ist es, dass nun auf den letzten Metern erneut versucht wird, dieses Projekt zu verhindern – aktuell insbesondere dadurch, dass die ÖDP die Initiierung eines Kreisentscheids anstrebt, um den beschlossenen Ausbau zu Fall zu bringen.
Ich setze mich klar und entschieden für den beschlossenen Ausbau der Hörnleinkreuzung ein. Diese Haltung habe ich über Jahre hinweg als Stadtrat und Kreisrat vertreten und mich auch im November als Oberbürgermeisterkandidat erneut deutlich positioniert. Es geht um die Interessen unserer Stadt, um Verkehrssicherheit und um eine leistungsfähige Infrastruktur für Weißenburg und den Landkreis Gerade deshalb ist mir wichtig: Die Wählerinnen und Wähler haben ein Recht darauf zu wissen, wie sich die politischen Kräfte zu einem Projekt dieser Tragweite positionieren.
Die CSU steht im Stadtrat wie im Kreistag geschlossen hinter dem beschlossenen Ausbau der Hörnleinkreuzung. Diese Geschlossenheit schafft Verlässlichkeit und ist bei einem Projekt dieser Größenordnung von zentraler Bedeutung.
Gleichzeitig kam es bei anderen Parteien zu Uneinigkeiten und Verwerfungen – quer durch Fraktionen und regionale Zugehörigkeiten. Diese Uneinheitlichkeit bei einem Infrastrukturvorhaben dieser Tragweite erschwert eine sachliche Entscheidungsfindung und untergräbt die notwendige Verlässlichkeit politischer Entscheidungen.
Mit Blick auf den Landratskandidaten Gläser ist festzuhalten: Er wird von einem breiten Parteienbündnis getragen, zu dem auch die ÖDP gehört. Trotz der bekannten grundsätzlichen Diskrepanzen innerhalb dieses Bündnisses hat er zu dieser zentralen Infrastrukturfrage bislang keine klare Stellung bezogen. Wer Führungsverantwortung übernehmen will, muss in solchen Situationen Position beziehen – alles andere ist Ausweichen. Er sollte sich als Landratskandidat der ÖDP klar äußern, ob er die Aktion der ÖDP mitträgt oder ablehnt.
Eines sollte klar sein: Wenn Infrastrukturprojekte dieser Tragweite auf den letzten Metern aus wahlkampftaktischen Gründen blockiert oder verhindert werden, dann geschieht das auf Kosten des gesamten Landkreises. Scheitert der Ausbau der Hörnleinkreuzung jetzt, wird es auf viele Jahre keine neue Lösung geben. Die Chance, einen bekannten Unfallschwerpunkt dauerhaft zu entschärfen und die Verkehrssituation spürbar zu verbessern, wäre vertan.
Der Landkreis hat bereits erlebt, wohin Stimmungsmache und politische Zuspitzung führen können. Das Scheitern der Ansiedlung von Center Parks hat gezeigt, dass dadurch ein Landkreis um ein wichtiges Zukunftsprojekt und um echte Entwicklungschancen gebracht werden kann. Diese Erfahrung sollte Mahnung genug sein, zentrale Infrastrukturvorhaben nicht erneut zu gefährden.
Für mich ist klar: Die Hörnleinkreuzung ist kein Wahlkampfthema, sondern eine Frage der Verantwortung. Als Oberbürgermeisterkandidat werde ich mich weiterhin klar und konsequent für die Interessen Weißenburgs einsetzen – und für Entscheidungen, die auch langfristig Bestand haben.
Foto: Brigitte Dorr


