Tobias Kamm, Stadtrat, Kreisrat und Oberbürgermeisterkandidat für Weißenburg

von | 10. Februar 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Pres­se­mel­dung zum geplan­ten Umbau der Hörn­lein­kreu­zung

Der geplan­te Umbau der Hörn­lein­kreu­zung ist eines der wich­tigs­ten Infra­struk­tur­pro­jek­te für Wei­ßen­burg und den gesam­ten Land­kreis. Das Vor­ha­ben wird seit 15 Jah­ren geplant, geprüft und inten­siv dis­ku­tiert. In die­ser Zeit wur­den zahl­rei­che Vari­an­ten unter­sucht, Fach­gut­ach­ten erstellt und Abwä­gun­gen vor­ge­nom­men. Die­ser lan­ge Pro­zess hat schließ­lich zu einer klar defi­nier­ten, fina­li­sier­ten Aus­bau­va­ri­an­te geführt, die fach­lich geprüft, recht­lich abge­si­chert und poli­tisch beschlos­sen ist. Es han­delt sich um die aus Sicht der zustän­di­gen Fach­stel­len bes­te und sichers­te Lösung für die­se zen­tra­le Ver­kehrs­dreh­schei­be. Umso unver­ständ­li­cher ist es, dass nun auf den letz­ten Metern erneut ver­sucht wird, die­ses Pro­jekt zu ver­hin­dern – aktu­ell ins­be­son­de­re dadurch, dass die ÖDP die Initi­ie­rung eines Kreis­ent­scheids anstrebt, um den beschlos­se­nen Aus­bau zu Fall zu brin­gen.

Ich set­ze mich klar und ent­schie­den für den beschlos­se­nen Aus­bau der Hörn­lein­kreu­zung ein. Die­se Hal­tung habe ich über Jah­re hin­weg als Stadt­rat und Kreis­rat ver­tre­ten und mich auch im Novem­ber als Ober­bür­ger­meis­ter­kan­di­dat erneut deut­lich posi­tio­niert. Es geht um die Inter­es­sen unse­rer Stadt, um Ver­kehrs­si­cher­heit und um eine leis­tungs­fä­hi­ge Infra­struk­tur für Wei­ßen­burg und den Land­kreis Gera­de des­halb ist mir wich­tig: Die Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler haben ein Recht dar­auf zu wis­sen, wie sich die poli­ti­schen Kräf­te zu einem Pro­jekt die­ser Trag­wei­te posi­tio­nie­ren.

Die CSU steht im Stadt­rat wie im Kreis­tag geschlos­sen hin­ter dem beschlos­se­nen Aus­bau der Hörn­lein­kreu­zung. Die­se Geschlos­sen­heit schafft Ver­läss­lich­keit und ist bei einem Pro­jekt die­ser Grö­ßen­ord­nung von zen­tra­ler Bedeu­tung.
Gleich­zei­tig kam es bei ande­ren Par­tei­en zu Unei­nig­kei­ten und Ver­wer­fun­gen – quer durch Frak­tio­nen und regio­na­le Zuge­hö­rig­kei­ten. Die­se Unein­heit­lich­keit bei einem Infra­struk­tur­vor­ha­ben die­ser Trag­wei­te erschwert eine sach­li­che Ent­schei­dungs­fin­dung und unter­gräbt die not­wen­di­ge Ver­läss­lich­keit poli­ti­scher Ent­schei­dun­gen.

Mit Blick auf den Land­rats­kan­di­da­ten Glä­ser ist fest­zu­hal­ten: Er wird von einem brei­ten Par­tei­en­bünd­nis getra­gen, zu dem auch die ÖDP gehört. Trotz der bekann­ten grund­sätz­li­chen Dis­kre­pan­zen inner­halb die­ses Bünd­nis­ses hat er zu die­ser zen­tra­len Infra­struk­tur­fra­ge bis­lang kei­ne kla­re Stel­lung bezo­gen. Wer Füh­rungs­ver­ant­wor­tung über­neh­men will, muss in sol­chen Situa­tio­nen Posi­ti­on bezie­hen – alles ande­re ist Aus­wei­chen. Er soll­te sich als Land­rats­kan­di­dat der ÖDP klar äußern, ob er die Akti­on der ÖDP mit­trägt oder ablehnt.

Eines soll­te klar sein: Wenn Infra­struk­tur­pro­jek­te die­ser Trag­wei­te auf den letz­ten Metern aus wahl­kampf­tak­ti­schen Grün­den blo­ckiert oder ver­hin­dert wer­den, dann geschieht das auf Kos­ten des gesam­ten Land­krei­ses. Schei­tert der Aus­bau der Hörn­lein­kreu­zung jetzt, wird es auf vie­le Jah­re kei­ne neue Lösung geben. Die Chan­ce, einen bekann­ten Unfall­schwer­punkt dau­er­haft zu ent­schär­fen und die Ver­kehrs­si­tua­ti­on spür­bar zu ver­bes­sern, wäre ver­tan.

Der Land­kreis hat bereits erlebt, wohin Stim­mungs­ma­che und poli­ti­sche Zuspit­zung füh­ren kön­nen. Das Schei­tern der Ansied­lung von Cen­ter Parks hat gezeigt, dass dadurch ein Land­kreis um ein wich­ti­ges Zukunfts­pro­jekt und um ech­te Ent­wick­lungs­chan­cen gebracht wer­den kann. Die­se Erfah­rung soll­te Mah­nung genug sein, zen­tra­le Infra­struk­tur­vor­ha­ben nicht erneut zu gefähr­den.
Für mich ist klar: Die Hörn­lein­kreu­zung ist kein Wahl­kampf­the­ma, son­dern eine Fra­ge der Ver­ant­wor­tung. Als Ober­bür­ger­meis­ter­kan­di­dat wer­de ich mich wei­ter­hin klar und kon­se­quent für die Inter­es­sen Wei­ßen­burgs ein­set­zen – und für Ent­schei­dun­gen, die auch lang­fris­tig Bestand haben.

Foto: Bri­git­te Dorr