Turbulente Kriminacht in Gunzenhausen

von | 1. März 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen

Gun­zen­hau­sen (red). „Mord im Alt­mühl­tal“ und viel Thea­ter um einen Ham­mer — das Publi­kum half mit bei der Ermitt­lung: Kri­mi­nacht in der Stadt- und Schul­bü­che­rei Gun­zen­hau­sen mit Quiz, Thea­ter­stück, einem mör­de­risch guten Büfett und mit dem Autor Mar­tin Mey­er: Eine tur­bu­len­te Kri­mi­nacht mit einem „Mord im Alt­mühl­tal“ gab es in der bis auf den letz­ten Platz besetz­ten Stadt- und Schul­bü­che­rei Gun­zen­hau­sen zu fei­ern. Im Mit­tel­punkt stand der Autor Mar­tin Mey­er, der die Hand­lung sei­nes Kri­mi­de­büts in unse­ren Land­kreis ver­legt hat. Da gibt es ein Mord­op­fer am Karls­gra­ben und einen Haupt­ver­däch­ti­gen, der sich in sei­ner Nobel-Vil­la am Reut­berg in Gun­zen­hau­sen ver­schanzt.

Los ging es mit einer Kri­mi-Rät­sel­run­de, bei dem es Titel bekann­ter Thril­ler, Kri­mi-Klas­si­ker und Regio­nal­kri­mis her­aus­zu­fin­den gab. Nik Lau­ra Bau­mann, Nico­le Kehr­s­te­phan und Mar­vin Hofer vom Büche­rei­team mach­ten es dem Publi­kum nicht ganz ein­fach, doch am Ende wur­de jedes Rät­sel geknackt.

Danach gab Babett Gut­h­mann die Büh­ne frei für den Autor Mar­tin Mey­er und sei­nen Regio­nal­kri­mi: Am Karls­gra­ben wird die Lei­che eines ehe­ma­li­gen Gym­na­si­al­leh­rers gefun­den — aus­ge­rech­net von einer Schul­klas­se auf Wan­der­tag! Ein kom­pli­zier­ter Fall für den Ans­ba­cher Kri­mi­nal­kom­mis­sar Hans Wör­le. Gut, dass die His­to­ri­ke­rin Ricar­da Held und der Hob­by-Archäo­lo­ge Max Meindl ihn tat­kräf­tig unter­stüt­zen.

Mar­tin Mey­er hat vie­le Jah­re als Rich­ter und Staats­an­walt gear­bei­tet und man merkt: Er kann sich gut in die Gedan­ken­welt von nicht ganz so geset­zes­treu­en Mit­men­schen hin­ein­ver­set­zen. Sein Kri­mi ent­hält unter­schied­li­che Ele­men­te: Da gibt es eine rasan­te Ver­fol­gungs­jagd, bei der ein Treucht­lin­ger Poli­zei­team den Kür­ze­ren zieht. Das Pri­vat­le­ben des Ermitt­ler­tri­os wird mal mit Mit­ge­fühl, mal humor­voll geschil­dert. Bei­spiels­wei­se, wenn sich Kom­mis­sar Wör­le für sein Date mit der Staats­an­wäl­tin eine neue Jeans kau­fen möch­te, sich aber nicht mehr in die gewohn­te Hosen­grö­ße hin­ein­zwän­gen kann. Eine Pri­se Lokal­ge­schich­te zum Karls­gra­ben und zur Wülz­burg dür­fen auch mit dabei sein.

Die Pau­se mit einem kri­mi­nell guten Büfett gehört bei der Kri­mi­nacht schon zur guten Tra­di­ti­on und Nico­le Kehr­s­te­phan und Ulri­ke Zatsch­ker stell­ten eine über­ra­schen­de Mischung von Gerich­ten wie “geroll­tes Motiv” oder “Flucht­ver­sü­ßer” zusam­men, die bei den Kri­mi­nacht-Gäs­ten bes­tens ankam.

Nach der Pau­se lös­ten der erfah­re­ne Detek­tiv Pop­ey, gespielt von Hart­mut Röhl, und sein jun­ger Kol­le­ge, Mar­vin Hofer als Nach­wuchs-Detek­tiv, einen kniff­li­gen Fall mit Hil­fe der Zuschaue­rin­nen und Zuschau­er. Aus­ge­rech­net die Mode­ra­to­rin des Abends Babett Gut­h­mann war in der Pau­se mit einem Ham­mer nie­der­ge­schla­gen wor­den und die Lei­ter fehl­te als Büh­nen­de­ko­ra­ti­on. Hart­mut Röhl und Mar­vin Hofer befrag­ten die “übli­chen” Ver­däch­ti­gen, dar­un­ter auch den Kri­mi-Autor Mey­er. Sie durch­such­ten Hand­ta­schen und ver­such­ten, aus der Zeu­gen­aus­sa­ge des Opfers, das immer­zu von einem “Ham­mer” sprach, schlau zu wer­den. Es ent­wi­ckel­te sich ein mun­te­rer Aus­tausch mit dem Publi­kum, das bei der Über­füh­rung des Täters oder der Täte­rin mit­half. Am Ende gab es eine Auf­lö­sung des Falls, die alle über­rasch­te, denn das ech­te Tat­werk­zeug wur­de gefun­den.

Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen zur Stadt- und Schul­bü­che­rei erhal­ten Sie unter buecherei.gunzenhausen.de, per Tele­fon unter Tel. 09831 508 320 oder per E‑Mail an buecherei@gunzenhausen.de.

Bild­un­ter­schrift: (v.l.) Hart­murt Röhl und Mar­vin Hofer. Foto: Babett Gut­h­mann