Verspannter Nacken, steifer Hals — Tag der Rückengesundheit am 15. März

von | 15. März 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). Lan­ge Auto­fahr­ten, fal­sches Sit­zen oder eine schlech­te Schlaf­po­si­ti­on in der Nacht: Nacken­schmer­zen ent­ste­hen häu­fig durch falsch belas­te­te oder ver­spann­te Mus­keln. „Eine schwa­che Schul­ter- und Hals­mus­ku­la­tur kann das Risi­ko eines schmer­zen­den Nackens zusätz­lich erhö­hen“, weiß Nor­bert Vogel, Gesund­heits­exper­te bei der AOK in Lauf. Die Wir­bel­säu­le ist von Mus­keln umge­ben, die die­se sta­bi­li­sie­ren und bewe­gen. Die zahl­rei­chen Mus­keln der Hals­wir­bel­säu­le und der Schul­tern sor­gen für die Hal­tung und Beweg­lich­keit des Kop­fes. Es ist wich­tig, die­se zu stär­ken und zugleich ein­sei­ti­ge Belas­tun­gen zu ver­mei­den. Um Schmer­zen im Nacken vor­zu­beu­gen, sind regel­mä­ßi­ges Trai­ning, geziel­te Dehn­übun­gen und dyna­mi­sches Sit­zen rat­sam, das vor allem im Büro hilft, eine fal­sche Hal­tung zu ver­mei­den. „Statt starr auf dem Stuhl zu sit­zen, ist es bes­ser, die Sitz­po­si­ti­on und Sitz­hal­tung öfter zu wech­seln: am bes­ten in ver­schie­de­ne Sitz­po­si­tio­nen, mal vor­ge­neigt, mal auf­recht, mal zurück­ge­lehnt“, so Nor­bert Vogel.

Nacken­ver­span­nung lösen

In aller Regel ver­ur­sa­chen mus­ku­lä­re Ver­span­nun­gen einen schmer­zen­den Nacken. Mus­keln und ver­krampf­tes Gewe­be kön­nen sich durch Ein­satz von Wär­me lockern, da die­se für eine bes­se­re Durch­blu­tung sorgt. Gera­de bei Ver­span­nun­gen ist das ein wich­ti­ger Effekt, denn stark ver­spann­te Mus­kel­fa­sern drü­cken die Gefä­ße in den Mus­keln zusam­men und die Durch­blu­tung nimmt ab. Es sam­meln sich Stoff­wech­sel­pro­duk­te, die bestimm­te Rezep­to­ren rei­zen, was zu Schmer­zen führt. Zur Schmerz­lin­de­rung neh­men Betrof­fe­ne unbe­wusst eine Schon­hal­tung ein, die wie­der­um die Ver­span­nun­gen ver­stärkt. „Um die­se belas­ten­de Wech­sel­wir­kung von Ver­span­nung, Schmerz und Schon­hal­tung zu unter­bre­chen, kann eine Wär­me­be­hand­lung hel­fen, bei­spiels­wei­se ein hei­ßes Bad, ein Sau­na­be­such, eine Wärm­fla­sche oder auch ein Schal“, so Nor­bert Vogel. Bewe­gung wie sanf­tes Trai­ning, vor­sich­ti­ges Deh­nen und Schul­ter­krei­sen sowie gemä­ßig­tes Kraft­trai­ning stärkt die Nacken­mus­ku­la­tur und kann eben­falls Ver­span­nun­gen lösen. Rücken­schu­le und Aus­dau­er­trai­ning wir­ken vor­beu­gend. Um den Rücken und die Hals­wir­bel­säu­le gesund zu hal­ten, kann die Teil­nah­me an AOK-Gesund­heits­kur­sen sinn­voll sein. Die AOK unter­stützt mit kos­ten­frei­en Kurs­an­ge­bo­ten – online und vor Ort: www.aok-gesundheitskurse.de.

Aku­ten Nacken­schmer­zen liegt oft kei­ne spe­zi­fisch behan­del­ba­re Ursa­che zugrun­de. Sie sind daher zwar unan­ge­nehm, aber meist harm­los, und klin­gen in der Regel inner­halb von ein bis zwei Wochen wie­der ab. Gene­rell gilt aber: Wenn die Beschwer­den nicht ver­ge­hen oder immer wie­der auf­tre­ten, ist in jedem Fall der Besuch in der Arzt­pra­xis ange­bracht, um die Ursa­che abzu­klä­ren.

Inter­net-Tipps

www.agr-ev.de — Akti­on Gesun­der Rücken (AGR) e. V.

www.bdr-ev.de — Bun­des­ver­band deut­scher Rücken­schu­len (BdR) e. V.

Foto: Pix­a­bay