Vierter Bericht zur Entwicklung ländlicher Räume

von | 20. November 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). Anläss­lich des Beschlus­ses des „Vier­ten Berichts zur Ent­wick­lung länd­li­cher Räu­me“ der Bun­des­re­gie­rung, der am 13. Novem­ber beschlos­sen wur­de, äußert sich der Fach­po­li­ti­sche Spre­cher für Agrar­po­li­tik und länd­li­che Räu­me der CSU im Bun­des­tag Artur Auern­ham­mer wie folgt:

„Der beschlos­se­ne Bericht zur Ent­wick­lung der länd­li­chen Räu­me zeigt ganz klar, wie wirt­schafts­stark und attrak­tiv die länd­li­chen Räu­me in Deutsch­land sind. Die Hälf­te der Bevöl­ke­rung lebt im länd­li­chen Raum und erwirt­schaf­tet dort knapp die Hälf­te der Brut­to­wert­schöp­fung.

Das sind star­ke Wer­te – und das trotz der Ampel­re­gie­rung, die eine Poli­tik gemacht hat, der das Ver­ständ­nis für die länd­li­chen Räu­me gefehlt hat! So wur­den bei­spiels­wei­se die För­der­mit­tel im Ver­gleich zu Vor­jah­ren gekürzt, der Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien wur­de durch das stief­müt­ter­li­che Behan­deln der Bio­en­er­gie im länd­li­chen Raum gebremst oder sogar behin­dert, die geplan­te Kran­ken­haus­re­form hat gera­de die Men­schen im länd­li­chen Raum beängs­tigt und die Land­wirt­schaft, als einer der Grund­bau­stei­ne im länd­li­chen Raum, die für unse­re Ernäh­rung und gleich­zei­tig den Schutz der Kul­tur­land­schaf­ten der Bio­di­ver­si­tät sorgt, wur­de eben­falls ver­nach­läs­sigt und nur mit Ankün­di­gun­gen ver­trös­tet.

Das muss sich wie­der ändern! Wir brau­chen in der kom­men­den, hof­fent­lich von der CDU/CSU geführ­ten, Legis­la­tur­pe­ri­ode wie­der ein Ver­ständ­nis für die spe­zi­fi­schen Bedürf­nis­se und Her­aus­for­de­run­gen im länd­li­chen Raum. Denn die Her­aus­for­de­run­gen sind groß: Kampf gegen den Fach­kräf­te­man­gel, schnel­le­re Fort­schrit­te bei der Digi­ta­li­sie­rung, schnel­ler Aus­bau aller erneu­er­ba­ren Ener­gien, aus­rei­chen­de Finan­zie­rung der Kom­mu­nen, Auf­recht­erhal­ten der Gesund­heits­ver­sor­gung, Erhalt der Dör­fer, ihrer Kul­tur­gü­ter und der Gast­stät­ten als sozia­le Räu­me.
Die­se Her­aus­for­de­run­gen sind zu bewäl­ti­gen – vor allem, wenn man sich die Leis­tungs­be­reit­schaft der Men­schen auf dem Land ansieht. Allein das zivil­ge­sell­schaft­li­che Enga­ge­ment ist hier sehr hoch, jeder Drit­te unge­fähr ist in einem Ver­ein enga­giert und trägt aktiv zur Attrak­ti­vi­tät und Viel­falt der länd­li­chen Räu­me bei. Das ist beein­dru­ckend. Dar­auf müs­sen wir mit klu­ger Poli­tik auf­bau­en und Maß­nah­men erar­bei­ten, die die­sen Ein­satz unter­stüt­zen und ermög­li­chen, wie zum Bei­spiel durch die geziel­te För­de­rung von Infra­struk­tur­pro­jek­ten!“

Bild­un­ter­schrift: MdB Artur Auern­ham­mer: Wir müs­sen wie­der Poli­tik mit einem Ver­ständ­nis für die länd­li­chen Räu­me machen! Foto: Tobi­as Koch