Welt-Parkinsontag am 11. April

von | 7. April 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Auf Warnzeichen achten

Mor­bus Par­kin­son ist hier­zu­lan­de nach der Alz­hei­mer-Krank­heit die zweit­häu­figs­te Erkran­kung des Ner­ven­sys­tems mit einem fort­schrei­ten­den Ver­lust von Ner­ven­zel­len. Je frü­her die Krank­heit erkannt wird, des­to bes­ser lässt sich die Behand­lung pla­nen. „Des­halb ist es wich­tig, dass Men­schen, die typi­sche Sym­pto­me an sich fest­stel­len, zum Arzt oder zur Ärz­tin gehen“, sagt Claus Eitel, Direk­tor in der AOK Mit­tel­fran­ken.

Das Anzei­chen, das die meis­ten Men­schen mit Par­kin­son in Ver­bin­dung brin­gen, ist das Zit­tern einer Hand. Hin­zu­kom­men kön­nen Steif­heit, Lang­sam­keit, eine mono­to­ne lei­se Stim­me, ein aus­drucks­lo­ses Gesicht sowie Schwie­rig­kei­ten beim Gehen und mit dem Gleich­ge­wicht. „Es gibt aber Früh­sym­pto­me, die eher unspe­zi­fisch sind“, so Claus Eitel. So hat die Mehr­zahl aller Par­kin­soner­krank­ten vor den Haupt­sym­pto­men schon eine Riech­stö­rung, die aber nur etwa die Hälf­te der Betrof­fe­nen bemerkt. Vie­le Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten schla­fen sehr unru­hig, haben hef­ti­ge Träu­me, bei denen sie auch um sich schla­gen und schrei­en kön­nen. Da das auto­no­me, also unwill­kür­li­che, Ner­ven­sys­tem gestört ist, bleibt der Stuhl län­ger im Darm, wodurch es zu star­ker Ver­stop­fung kommt. Etwa 30 Pro­zent aller Par­kin­son­be­trof­fe­nen haben depres­si­ve Ver­stim­mun­gen oder Depres­sio­nen. Dabei ist bis­her unklar, ob Depres­sio­nen ein Früh­sym­ptom oder auch ein Risi­ko­fak­tor für Par­kin­son sein kön­nen.

Medi­ka­men­te hal­ten Krank­heit meist gut in Schach

Für die Erkran­kung gibt es bis­her kei­ne Hei­lung, mitt­ler­wei­le lässt sie sich aber gut behan­deln. Der über­wie­gen­de Teil der Betrof­fe­nen kann heu­te dank moder­ner Medi­ka­men­te und zusätz­li­cher The­ra­pien wie Ergo­the­ra­pie, Kran­ken­gym­nas­tik und Ent­span­nungs­tech­ni­ken gut leben und die Beschwer­den sehr lan­ge ein­däm­men. Doch wie die schlei­chen­de Krank­heit im Ein­zel­fall ver­läuft, kann sehr unter­schied­lich sein. Bei der Krank­heit wer­den Ner­ven­zel­len geschä­digt, die den Boten­stoff Dopa­min pro­du­zie­ren. Hat der Neu­ro­lo­ge oder die Neu­ro­lo­gin ein­deu­tig fest­ge­stellt, dass es sich um Par­kin­son han­delt, bekom­men die Betrof­fe­nen Medi­ka­men­te, die den Dopa­min-Man­gel im Gehirn wie­der aus­glei­chen sol­len.

Viel­fäl­ti­ge Unter­stüt­zung erfor­der­lich

Eine gute ärzt­li­che Beglei­tung ist bei Par­kin­son sehr wich­tig. Zudem soll­ten die Erkrank­ten so weit wie mög­lich aktiv sein und blei­ben. Auch psy­cho­lo­gi­sche Betreu­ung oder der Aus­tausch mit ande­ren Betrof­fe­nen, zum Bei­spiel in einer Selbst­hil­fe­grup­pe, hel­fen dabei, schwie­ri­ge Situa­tio­nen im All­tag bes­ser zu meis­tern und das ver­än­der­te Leben durch die Krank­heit zu akzep­tie­ren.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter: www.gesundheitsinformation.de  > Suche: Par­kin­son und Par­kin­son – mehr als eine Bewe­gungs­stö­rung

Bild­un­ter­schrift: Eine Par­kin­son­er­kran­kung lässt sich heu­te dank moder­ner Medi­ka­men­te und zusätz­li­cher The­ra­pien wie Ergo­the­ra­pie, Kran­ken­gym­nas­tik und Ent­span­nungs­tech­ni­ken lan­ge in Schach hal­ten. Foto: AOK-Bun­des­ver­band