Willibaldsburg – Beleuchtung gewinnt German Design Award

von | 12. Februar 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Zwei­te bedeu­ten­de Aus­zeich­nung für Pro­jekt eines Eich­stät­ter Pla­nungs­bü­ros

Eich­stätt — Schon zum zwei­ten Mal hat die neu auf­ge­leg­te Beleuch­tung der Wil­li­balds­burg-Fas­sa­de einen inter­na­tio­nal renom­mier­ten Preis gewon­nen: Andre­as Arzen­hei­mer, Geschäfts­füh­rer des gleich­na­mi­gen Eich­stät­ter Pla­nungs­bü­ros, konn­te ver­gan­ge­ne Woche in Frank­furt hoch­er­freut den „Ger­man Design Award“ in der Kate­go­rie Licht­de­sign ent­ge­gen­neh­men. Erst Ende 2024 hat­te das Pro­jekt, das die Stadt Eich­stätt in Auf­trag gege­ben hat­te, den    pres­ti­ge­träch­ti­gen LIT-Award in der Kate­go­rie „LED Exte­ri­or Light­ing Design“ über­reicht bekom­men.

Beim nun ver­lie­he­nen „Ger­man Design Award“ bewer­tet eine inter­dis­zi­pli­nä­re und inter­na­tio­na­le Jury im Ursprung seit über 70 Jah­ren her­aus­ra­gen­de Pro­jek­te, „die durch Gestal­tung Inno­va­ti­on vor­an­trei­ben, Ver­ant­wor­tung über­neh­men und neue Per­spek­ti­ven schaf­fen“, wie es vom Aus­rich­ter, dem Ger­man Design Coun­cil, heißt. Kri­te­ri­en sind dabei zum Bei­spiel Gestal­tungs­qua­li­tät, Nach­hal­tig­keit oder tech­ni­sche Qua­li­tät. All die­se Aspek­te und zahl­rei­che wei­te­re sieht die Jury beim Eich­stät­ter Pro­jekt nun offen­bar in beson­de­rer Wei­se erfüllt.

So ist die neue Beleuch­tung der Wil­li­balds­burg, die 2024 kom­plett über­ar­bei­tet wor­den war, nicht nur strom­spa­ren­der, son­dern auch Fle­der­maus- und Insek­ten­freund­li­cher. Die Stadt Eich­stätt trat hier als Bau­her­rin auf. Denn wäh­rend die Bau­ar­bei­ten an der Burg selbst in der Ver­ant­wor­tung des Staat­li­chen Bau­am­tes und der Baye­ri­schen Schlös­ser- und Seen­ver­wal­tung lag, ist die Burg­be­leuch­tung his­to­risch bedingt Auf­ga­be der Kom­mu­ne. Zuletzt hat­te die Stadt Eich­stätt in den 1970er-Jah­ren eine groß­flä­chi­ge Beleuch­tungs­an­la­ge in Auf­trag gege­ben. Nun, nach 40 Jah­ren und pas­send zum Abschluss der umfas­sen­den Sanie­rungs­ar­bei­ten am Bau­werk selbst, war ein guter Zeit­punkt gekom­men, die ener­gie- und steue­rungs­tech­nisch über­hol­te Anla­ge zu erneu­ern.

Beson­ders beein­druckt scheint die Juror/-innen dabei der Umgang mit dem his­to­ri­schen Erbe des Bau­werks aus dem 14. Jahr­hun­dert zu haben: „Mit der inno­va­ti­ven Außen­be­leuch­tung wird die Burg nicht nur in ihrer archi­tek­to­ni­schen Pracht her­vor­ge­ho­ben, son­dern auch in ihrer his­to­ri­schen Bedeu­tung gewür­digt“, heißt es in einem State­ment der Jury. „Die Beleuch­tung ver­bin­det moderns­te Licht­tech­nik mit einem tie­fen Respekt für die Geschich­te und Ästhe­tik des Bau­werks, betont die mar­kan­ten Tür­me, die mäch­ti­gen Mau­ern und die fili­gra­nen Details der Fas­sa­den, wodurch ein har­mo­ni­sches Zusam­men­spiel von Licht und Schat­ten ent­steht. Neben der Fas­sa­den­be­leuch­tung erscheint nun auch der Innen­hof in neu­em Glanz.“

 „Das neue Kon­zept trägt der Dimen­si­on der Anla­ge, den unter­schied­li­chen Erhal­tungs­gra­den und Bau­zei­ten Rech­nung“, fasst es Arzen­hei­mer zusam­men. Die bei­den Schmuck­fas­sa­den der Burg mit ihren Eck­tür­men wur­den hel­ler und homo­ge­ner illu­mi­niert. Die Beleuch­tung der „rui­nö­sen süd­west­li­chen Tei­le der Burg“ gren­ze sich von der Schmuck­fas­sa­de deut­lich ab und insze­nie­re die nur noch im Ansatz vor­han­de­nen Tür­me, Anbau­ten und die Schwel­len­berg­bas­ti­on als öst­li­chen Abschluss der Burg­an­la­ge, erklärt er wei­ter. Dabei wur­de dar­auf geach­tet, dass nur die his­to­ri­schen Mau­ern und kei­ne neu­zeit­li­chen Anla­gen­tei­le beleuch­tet wer­den.

Ober­bür­ger­meis­ter Josef Grien­ber­ger freut sich sehr – nicht nur, weil die Stadt Bau­her­rin der Maß­nah­me war: „Wir haben es hier geschafft, die Wil­li­balds­burg, die nicht nur Eich­stät­ter Iden­ti­fi­ka­ti­ons­punkt, son­dern ein über­re­gio­nal bedeu­ten­des Bau­werk ist, in Sze­ne zu set­zen. Das ist in einer so her­aus­ra­gen­den Qua­li­tät gelun­gen, dass wir uns gemein­sam mit und dank Hr. Arzen­hei­mer und sei­nem Team schon über die zwei­te bedeu­ten­de Aus­zeich­nung für das Pro­jekt freu­en kön­nen. Und das als All-Eich­stätt-Pro­jekt mit einem Eich­stät­ter Elek­tro­pla­nungs­bü­ro. Das zeigt, was für her­aus­ra­gen­de Unter­neh­men und Hand­wer­ker wir hier vor Ort haben!“ 

Zusam­men­fas­send kommt die Award-Jury übri­gens zum Schluss: „Das Gesamt­kon­zept über­zeugt durch ästhe­ti­sche Zurück­hal­tung und eine har­mo­ni­sche Balan­ce zwi­schen Denk­mal­pfle­ge, zeit­ge­mä­ßer Tech­nik und emo­tio­na­ler Wir­kung.“

Bild­un­ter­schrift: Nahm hoch­er­freut den Ger­man Design Award in der Kate­go­rie Licht­de­sign ent­ge­gen: Andre­as Arzen­hei­mer, Geschäfts­füh­rer des gleich­na­mi­gen Eich­stät­ter Pla­nungs­bü­ros. Foto: Arzen­hei­mer

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Web­site: Wil­li­balds­burg in Eich­stätt gewinnt Ger­man Design Award für inno­va­ti­ve Beleuch­tung (IP-Adres­se: 85.13.167.28, dd54738.kasserver.com)

URL: https://nag-bayern.de/bayern/eichstaett/willibaldsburg-in-eichstaett-gewinnt-german-design-award-fuer-innovative-beleuchtung/

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