Wo bleiben die guten Nachrichten?

von | 26. August 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Pleinfeld, Treuchtlingen, Weißenburg

Gun­zen­hau­sen — Wenn man die Medi­en so ver­folgt dann kom­men im Kern fol­gen­de Bot­schaf­ten an: Die jun­gen Leu­te haben Angst vor der Zukunft. Die radi­ka­len Par­tei­en legen zu. Die Ukrai­ne ver­liert den Krieg. Russ­land gewinnt den Krieg. Die USA sind nicht mehr kal­ku­lier­bar. Die Wirt­schaft sta­gniert. Euro­pa ist nur noch Zuschau­er der Welt­po­li­tik.

Die­se Lis­te der schlech­ten Nach­rich­ten lie­ße sich sicher noch fort­set­zen. Aber beschreibt sie auch kor­rekt die wirk­li­che Rea­li­tät von heu­te? Oder stimmt nicht auch fol­gen­de Lis­te:

Die jun­gen Leu­te haben heu­te fak­tisch mehr Chan­cen als frü­her. Die radi­ka­len Par­tei­en sta­gnie­ren seit Jah­ren. Die Ukrai­ne wird ein west­li­ches Land. Russ­land hat unter Putin glo­bal an Image und Ein­fluss dra­ma­tisch ver­lo­ren. Die USA durch­lau­fen einen schwie­ri­gen aber not­wen­di­gen Anpas­sungs­pro­zess. Die Wirt­schaft hat begon­nen, sich auf die neu­en Her­aus­for­de­run­gen ein­zu­stel­len. Euro­pa hat im Ver­gleich zum Gip­fel Reagan/Gorbatschow im Jah­re 1986 immens an Ein­fluss gewon­nen.

Es ist die alte Dis­kus­si­on über das halb­vol­le oder halb­lee­re Glas, wobei wir Men­schen gera­de­zu ver­liebt in nega­ti­ve Nach­rich­ten sind.

Ein biss­chen mehr halb­vol­les Glas wür­de uns aber schon des­halb gut­tun, weil Psy­cho­lo­gie und Erfolg eng zusam­men­ge­hö­ren. Ein biss­chen mehr Opti­mis­mus wür­de auch den Erfolg erleich­tern.

Foto: Dr. Ingo Fried­rich