Zahl der Bewerber*innen und Ausbildungsstellen steigt leicht

von | 12. November 2025 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Aus­bil­dungs­be­reit­schaft der Unter­neh­men trotz ange­spann­ter Wirt­schaft wei­ter­hin hoch

Zum Abschluss des Aus­bil­dungs­jahrs 2024/2025 zeigt sich der regio­na­le Markt kri­sen­fest. Clau­dia Wol­fin­ger, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Ans­bach-Wei­ßen­burg sagt: „Wir kön­nen posi­tiv fest­hal­ten, dass auch in Zei­ten wirt­schaft­li­cher Anspan­nung die Betrie­be im Agen­tur­be­zirk die Zahl der Berufs­aus­bil­dungs­stel­len im Ver­gleich zum Vor­jahr nicht nur gehal­ten, son­dern leicht erhöht haben. Aus­bil­dung heißt Zukunft – und die wol­len unse­re regio­na­len Aus­bil­dungs­be­trie­be ganz offen­sicht­lich wei­ter gestal­ten.“

Auch die Zahl der Ausbildungsinteressent*innen ist im Agen­tur­be­zirk im Ver­gleich zum Vor­jahr gestie­gen – auf den höchs­ten Wert seit 2018/2019. Wol­fin­ger ergänzt: „Dass zum Ende des Berichts­jah­res nur ein Bruch­teil von ihnen unver­sorgt bleibt, zeigt zwei­er­lei: Der Aus­bil­dungs­markt bleibt dank Stel­len­über­schuss ein Bewerber*innenmarkt – auf zehn Inter­es­sier­te kom­men 14 Stel­len. Gleich­zei­tig kön­nen wir als Agen­tur für Arbeit erneut stolz auf erfolg­rei­che Ver­mitt­lungs­ar­beit sein.“ Für Betrie­be bleibt der Stel­len­über­schuss dage­gen auch her­aus­for­dernd. Zahl­rei­che Aus­bil­dungs­stel­len blei­ben unbe­setzt – aller­dings spür­bar weni­ger als im Vor­jahr.

„Sechs von zehn Bewerber*innen im Agen­tur­be­zirk haben eine Aus­bil­dung begon­nen. Damit lie­gen wir deut­lich über dem baye­ri­schen und auch dem deutsch­land­wei­ten Durch­schnitt. Eine Berufs­aus­bil­dung bie­tet jun­gen Men­schen prak­ti­sche Berufs­er­fah­rung und exzel­len­te Kar­rie­re-Mög­lich­kei­ten“, sagt Clau­dia Wol­fin­ger.

Fle­xi­bi­li­tät ist gefragt: Ver­mitt­lung in Aus­bil­dung ist auch jetzt noch mög­lich

Zum Berichts­jah­res­en­de waren 31 Bewerber*innen (1,0 Pro­zent) unver­sorgt. „Auch jun­gen Men­schen, die noch kei­nen Aus­bil­dungs­platz gefun­den haben, bie­ten sich auch jetzt noch vie­le Mög­lich­kei­ten. Rein rech­ne­risch ste­hen jedem unver­sorg­ten jun­gen Men­schen noch 17 freie Aus­bil­dungs­stel­len zur Ver­fü­gung. Dafür ist Fle­xi­bi­li­tät auf bei­den Sei­ten gefragt. Ger­ne unter­stüt­zen wir Betrie­be und Bewerber*innen dabei mit einer För­de­rung – zum Bei­spiel im Rah­men der Assis­tier­ten Aus­bil­dung. Unse­re Berufs­be­ra­tung und unser Arbeit­ge­ber­ser­vice hel­fen ger­ne, den „Such­ra­di­us“ auf bei­den Sei­ten zu ver­grö­ßern“, emp­fiehlt Clau­dia Wol­fin­ger.

Das Aus­bil­dungs­jahr 2024/2025 in Zah­len

Im Berichts­jahr stan­den im Agen­tur­be­zirk rech­ne­risch pro Bewerber*in 1,4 Aus­bil­dungs­stel­len zur Ver­fü­gung. Das ent­spricht dem Ver­hält­nis des Vor­jah­res. Die Zahl der Bewerber*innen ist auf 3.148 gestie­gen. Im Ver­gleich zum Berichts­jahr 2023/2024 sind das 171 bezie­hungs­wei­se 5,7 Pro­zent mehr. Gleich­zei­tig waren mit 4.319 Aus­bil­dungs­stel­len 58 bezie­hungs­wei­se 1,4 Pro­zent mehr gemel­det als zum Ende des vori­gen Berichts­jahrs.

Die meis­ten Bewerber*innen begin­nen eine Berufs­aus­bil­dung

Die meis­ten gemel­de­ten Bewerber*innen, 1.917 bezie­hungs­wei­se 60,9 Pro­zent, haben eine Berufs­aus­bil­dung begon­nen. Das ent­spricht einem abso­lu­ten Anstieg von 56 Bewerber*innen gegen­über dem Vor­jahr. Eine wei­te­re Schu­le, ein Stu­di­um oder ein Prak­ti­kum absol­vie­ren heu­er 533 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 16,9 Pro­zent. 188 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 6,0 Pro­zent gehen mitt­ler­wei­le einer Erwerbs­tä­tig­keit nach, 87 oder 2,8 Pro­zent benö­ti­gen noch eine För­der­maß­nah­me, die sie auf eine Aus­bil­dung vor­be­rei­tet. 21 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 0,7 Pro­zent leis­ten einen gemein­nüt­zi­gen oder sozia­len Dienst wie zum Bei­spiel Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst.

Weni­ger unbe­setz­te Aus­bil­dungs­stel­len als im Vor­jahr

Von 4.319 gemel­de­ten Aus­bil­dungs­stel­len waren Ende Sep­tem­ber 529 Stel­len bezie­hungs­wei­se 12,2 Pro­zent unbe­setzt. Das sind 131 unbe­setz­te Aus­bil­dungs­stel­len weni­ger als vor einem Jahr.

Das Aus­bil­dungs­jahr nach Bran­chen

Im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be waren von den 1.393 gemel­de­ten Aus­bil­dungs­stel­len Ende Sep­tem­ber noch 146 bezie­hungs­wei­se 10,5 Pro­zent unbe­setzt. Im Han­del, der Instand­hal­tung und Repa­ra­tur von Kfz waren von 1.115 Stel­len noch 96 bezie­hungs­wei­se 8,6 Pro­zent unbe­setzt. Das Bau­ge­wer­be hat 541 Stel­len gemel­det, von denen noch 117 bezie­hungs­wei­se 21,6 Pro­zent unbe­setzt waren. Aus dem Bereich Erbrin­gung von frei­be­ruf­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Dienst­leis­tun­gen wie zum Bei­spiel Rechts- und Steu­er­be­ra­tung oder Ver­wal­tung und Füh­rung von Unter­neh­men waren 55 der 350 Aus­bil­dungs­stel­len unbe­setzt (15,7 Pro­zent). Das Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen hat 212 Stel­len ange­bo­ten, von denen bis­lang 33 bezie­hungs­wei­se 15,6 Pro­zent nicht besetzt wer­den konn­ten. Im Gast­ge­wer­be waren von 148 Aus­bil­dungs­stel­len noch 35 frei bezie­hungs­wei­se 23,6 Pro­zent.

Aus­bil­dungs­si­tua­ti­on in der Stadt und den Land­krei­sen

Stadt Ans­bach

In der Stadt Ans­bach gab es 318 Bewerber*innen für 527 Aus­bil­dungs­stel­len. Das ent­spricht 1,7 Aus­bil­dungs­stel­len pro Bewerber*in. 36 Aus­bil­dungs­stel­len bezie­hungs­wei­se 6,8 Pro­zent waren Ende Sep­tem­ber noch unbe­setzt. Das sind 22 unbe­setz­te Aus­bil­dungs­stel­len weni­ger als im ver­gan­ge­nen Jahr.

In der Stadt Ans­bach waren 4 Bewerber*innen noch unver­sorgt, 140 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 44,0‬ Pro­zent haben eine Berufs­aus­bil­dung begon­nen. 63 Bewerber*innen oder 19,8 Pro­zent absol­vie­ren eine wei­te­re Schu­le, ein Stu­di­um oder ein Prak­ti­kum. Eine Erwerbs­tä­tig­keit haben 25 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 7,9 Pro­zent auf­ge­nom­men. 12 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 3,8 Pro­zent benö­ti­gen noch eine För­der­maß­nah­me, die sie auf eine Aus­bil­dung vor­be­rei­tet.

Im Han­del und der Instand­hal­tung und Repa­ra­tur von Kfz waren von 141 Aus­bil­dungs­stel­len zum Stich­tag noch sie­ben unbe­setzt, was 5,0 Pro­zent ent­spricht. Im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be waren von den 103 Aus­bil­dungs­stel­len 7 unbe­setzt (6,8 Pro­zent). Von den 34 Aus­bil­dungs­stel­len im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen waren nahe­zu alle besetzt. 8 von 26 Stel­len aus dem Bau­ge­wer­be sind unbe­setzt (30,8 Pro­zent). Aus dem Bereich Erbrin­gung von frei­be­ruf­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Dienst­leis­tun­gen wie zum Bei­spiel Rechts- und Steu­er­be­ra­tung oder Ver­wal­tung und Füh­rung von Unter­neh­men waren 6 der 90 ange­bo­te­nen Aus­bil­dungs­stel­len unbe­setzt (6,7 Pro­zent).

Land­kreis Ans­bach

Im Land­kreis Ans­bach gab es 1.249 Bewerber*innen für 1.518 Aus­bil­dungs­stel­len. Das ent­spricht rund 1,2 Stel­len pro Bewerber*in. 176 Aus­bil­dungs­stel­len (11,5 Pro­zent) waren Ende Sep­tem­ber noch unbe­setzt. Das sind 118 unbe­setz­te Aus­bil­dungs­stel­len weni­ger als im ver­gan­ge­nen Jahr.

Elf Bewerber*innen waren noch unver­sorgt, 813 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 65,1 Pro­zent haben eine Berufs­aus­bil­dung begon­nen. 199 Bewerber*innen oder 15,9 Pro­zent absol­vie­ren eine wei­te­re Schu­le, ein Stu­di­um oder ein Prak­ti­kum. Eine Erwerbs­tä­tig­keit haben 57 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 4,6 Pro­zent auf­ge­nom­men. 30 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 2,4 Pro­zent benö­ti­gen noch eine För­der­maß­nah­me, die sie auf eine Aus­bil­dung vor­be­rei­tet. Neun Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 0,7 Pro­zent leis­ten einen gemein­nüt­zi­gen oder sozia­len Dienst wie zum Bei­spiel Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst.

Im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be waren von den 609 gemel­de­ten Aus­bil­dungs­stel­len Ende Sep­tem­ber noch 51 bezie­hungs­wei­se 8,4 Pro­zent unbe­setzt. Im Han­del und Instand­hal­tung und Repa­ra­tur von Kfz waren von 318 Stel­len noch 21 bezie­hungs­wei­se 6,6 Pro­zent unbe­setzt. Das Bau­ge­wer­be hat 267 Stel­len gemel­det, von denen noch 58 bezie­hungs­wei­se 21,7 Pro­zent unbe­setzt waren. Aus dem Bereich Erbrin­gung von frei­be­ruf­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Dienst­leis­tun­gen wie zum Bei­spiel Rechts- und Steu­er­be­ra­tung oder Ver­wal­tung und Füh­rung von Unter­neh­men waren zehn der 105 Aus­bil­dungs­stel­len unbe­setzt (9,5 Pro­zent). Das Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen hat 61 Stel­len ange­bo­ten, von denen bis­lang sie­ben bezie­hungs­wei­se 11,5 Pro­zent nicht besetzt wer­den konn­ten.

Land­kreis Roth

Im Land­kreis Roth gab es 734 Bewerber*innen für 1.259 Aus­bil­dungs­stel­len. Das ent­spricht 1,7 Aus­bil­dungs­stel­len pro Bewerber*in. 127 Aus­bil­dungs­stel­len bezie­hungs­wei­se 10,1 Pro­zent waren Ende Sep­tem­ber noch unbe­setzt. Das sind 18 unbe­setz­te Aus­bil­dungs­stel­len weni­ger als im ver­gan­ge­nen Jahr.

Nahe­zu alle Bewerber*innen sind ver­sorgt, 447 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 60,9 Pro­zent haben eine Berufs­aus­bil­dung begon­nen. 108 Bewerber*innen oder 14,7 Pro­zent absol­vie­ren eine wei­te­re Schu­le, ein Stu­di­um oder ein Prak­ti­kum. Eine Erwerbs­tä­tig­keit haben 43 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 5,9 Pro­zent auf­ge­nom­men. 19 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 2,6 Pro­zent benö­ti­gen noch eine För­der­maß­nah­me, die sie auf eine Aus­bil­dung vor­be­rei­tet. Sechs Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 0,8 Pro­zent leis­ten einen gemein­nüt­zi­gen oder sozia­len Dienst wie zum Bei­spiel Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst.

Im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be waren von den 372 gemel­de­ten Aus­bil­dungs­stel­len Ende Sep­tem­ber noch 28 bezie­hungs­wei­se 7,5 Pro­zent unbe­setzt. Im Han­del und Instand­hal­tung und Repa­ra­tur von Kfz waren von 396 Stel­len noch 32 bezie­hungs­wei­se 8,1 Pro­zent unbe­setzt. Das Bau­ge­wer­be hat 155 Stel­len gemel­det, von denen noch 24 bezie­hungs­wei­se 15,5 Pro­zent unbe­setzt waren. Das Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen hat 69 Stel­len ange­bo­ten, von denen bis­lang 17 bezie­hungs­wei­se 24,6 Pro­zent nicht besetzt wer­den konn­ten. Aus dem Bereich Erbrin­gung von frei­be­ruf­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Dienst­leis­tun­gen wie zum Bei­spiel Rechts- und Steu­er­be­ra­tung oder Ver­wal­tung und Füh­rung von Unter­neh­men waren sechs der 52 Aus­bil­dungs­stel­len unbe­setzt (11,5 Pro­zent).

Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

Im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen gab es 847 Bewerber*innen für 1.015 Aus­bil­dungs­stel­len. Das ent­spricht 1,2 Aus­bil­dungs­stel­len pro Bewerber*in. 190 Aus­bil­dungs­stel­len bezie­hungs­wei­se 18,7 Pro­zent waren Ende Sep­tem­ber noch unbe­setzt. Das sind 27 unbe­setz­te Aus­bil­dungs­stel­len mehr als im ver­gan­ge­nen Jahr.

Elf Bewerber*innen waren noch unver­sorgt, 473 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 55,8 Pro­zent haben eine Berufs­aus­bil­dung begon­nen. 163 Bewerber*innen oder 19,2 Pro­zent absol­vie­ren eine wei­te­re Schu­le, ein Stu­di­um oder ein Prak­ti­kum. 26 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 3,1 Pro­zent benö­ti­gen noch eine För­der­maß­nah­me, die sie auf eine Aus­bil­dung vor­be­rei­tet.

Im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be waren von den 309 gemel­de­ten Aus­bil­dungs­stel­len Ende Sep­tem­ber noch 60 bezie­hungs­wei­se 19,4 Pro­zent unbe­setzt. Im Han­del und Instand­hal­tung und Repa­ra­tur von Kfz waren von 260 Stel­len noch 36 bezie­hungs­wei­se 13,8 Pro­zent unbe­setzt. Aus dem Bereich Erbrin­gung von frei­be­ruf­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Dienst­leis­tun­gen wie zum Bei­spiel Rechts- und Steu­er­be­ra­tung oder Ver­wal­tung und Füh­rung von Unter­neh­men waren 33 der 103 Aus­bil­dungs­stel­len unbe­setzt (32,0 Pro­zent). Das Bau­ge­wer­be hat 93 Stel­len gemel­det, von denen noch 27 bezie­hungs­wei­se 29,0 Pro­zent unbe­setzt waren. Das Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen hat 48 Stel­len ange­bo­ten, von denen bis­lang sechs bezie­hungs­wei­se 12,5 Pro­zent nicht besetzt wer­den konn­ten.

Foto: Bri­git­te Dorr