Zucker­fal­le im Oster­nest

Im Oster­nest fin­den sich meist nicht nur bunt bemal­te Hüh­ner­ei­er, son­dern oft auch Eier und Hasen aus Scho­ko­la­de oder Zucker­guss. Mehr als die Hälf­te aller Deut­schen ver­schen­ken an Ostern laut einer You­Gov-Umfra­ge aus dem ver­gan­ge­nen Jahr Scho­ko­la­de. In den meis­ten Fami­li­en erhöht sich dadurch rund um die Fei­er­ta­ge der Ver­zehr von Süßig­kei­ten enorm. Das heißt: Im Oster­nest ist auch ver­mehrt Kari­es ver­steckt. Denn Zucker mögen die Mund-Bak­te­ri­en beson­ders gern. Sie bil­den eine Säu­re, die den Zahn­schmelz angreift. „Für die Mund­hy­gie­ne hilft des­halb nur, sich nach dem Naschen die Zäh­ne gründ­lich zu put­zen“, so Anne­gret Win­ter Ernäh­rungs­exper­tin der AOK in Mit­tel­fran­ken und ergänzt: „Zwi­schen­durch kann man ruhig ein­mal auf zucker­frei­en Kau­gum­mi zurück­grei­fen. Der regt näm­lich die Spei­chel­pro­duk­ti­on an und ver­kürzt nach Mahl­zei­ten die sau­re Pha­se im Mund — erset­zen kann er die gründ­li­che Zahn­pfle­ge aber nicht.“

Lie­ber Hüh­ner- als Scho­ko-Eier

Zucker hat noch wei­te­re Nach­tei­le. So kann er die Blut­fett­wer­te erhö­hen sowie Über­ge­wicht und Krank­hei­ten wie Dia­be­tes begüns­ti­gen. Des­halb rät Anne­gret Win­ter, an Ostern das Hüh­ner­ei den Scho­ko- und ande­ren süßen Eiern vor­zu­zie­hen. Hüh­ner­ei­er ent­hal­ten gesun­de Inhalts­stof­fe wie Eiweiß, Vit­amin A und eini­ge B‑Vitamine. Das dar­in ent­hal­te­ne Cho­le­ste­rin bewer­tet die aktu­el­le For­schung inzwi­schen anders als frü­her. Es hat sich gezeigt, dass der Ver­zicht auf cho­le­ste­rin­hal­ti­ge Nah­rungs­mit­tel den Cho­le­ste­rin­wert kaum ver­än­dert. „Das liegt dar­an, dass der Kör­per das Cho­le­ste­rin über­wie­gend selbst pro­du­ziert und ver­schie­de­ne Fak­to­ren die Höhe des Cho­le­ste­rin­spie­gels beein­flus­sen,“ so Anne­gret Win­ter.

Alter­na­ti­ven zu Süßem

Wich­tig zu wis­sen: Der mensch­li­che Kör­per braucht kei­nen zusätz­lich zuge­führ­ten Zucker. Die WHO emp­fiehlt grund­sätz­lich, den Ver­zehr von Zucker auf unter fünf Pro­zent der täg­li­chen Ener­gie­men­ge zu redu­zie­ren. Das wären bei einem durch­schnitt­li­chen Erwach­se­nen maxi­mal 25 Gramm, bei Kin­dern deut­lich weni­ger. Unse­re Orga­ne, allen vor­an das Gehirn, benö­ti­gen zwar Zucker in Form von Glu­ko­se, um rich­tig zu funk­tio­nie­ren. Aber unser Kör­per kann die­se aus vie­len koh­len­hy­drat­hal­ti­gen Nah­rungs­mit­teln selbst her­stel­len. „Das heißt fürs Oster­nest: Dort fin­den sich idea­ler­wei­se auch gesun­des Obst, zucker­ar­me Frucht­rie­gel oder Nüs­se – und alter­na­ti­ve Oster­ge­schen­ke wie klei­ne Lese­bü­cher, Mal­stif­te oder Spie­le für die Tasche“, schlägt Anne­gret Win­ter vor.

Im Inter­net:

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Foto: Pix­a­bay