Agrarsozialer Arbeitskreis (ASA) zeigt Schülerinnen und Schülern, wie Landwirtschaft in Franken tatsächlich ist.

von | 4. Juli 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Feucht­wan­gen (red).  Der ASA Kreis­ver­band Feucht­wan­gen hat seit eini­gen Jah­ren eine Mis­si­on: Schü­le­rin­nen und Schü­lern zei­gen, wie Land­wirt­schaft in Fran­ken tat­säch­lich ist: Weder wie im Bil­der­buch, wo der Bau­er sei­ne Schwei­ne, Hüh­ner, Kühe, Pfer­de auf sei­nem put­zi­gen Hof dau­er­strei­chelt. Noch eine see­len­lo­se Agrar­in­dus­trie, wie Inter­es­sen­ver­bän­de oder auch Medi­en die Land­wirt­schaft ger­ne por­trä­tie­ren.

Des­halb lädt der Agrar­so­zia­le Arbeits­kreis der Evan­ge­li­schen Land­ju­gend (ASA) jedes Jahr Klas­sen der Feucht­wan­ger Real­schu­le auf vier ver­schie­de­ne Bau­ern­hö­fe in der Umge­bung. „Wir wol­len einen Wis­sens­trans­fer schaf­fen, von einer roman­ti­sie­ren­den Bil­der­buch-Land­wirt­schaft hin zu Rea­li­tät“, erläu­tert Andre­as Sin­del vom ASA Feucht­wan­gen die Absicht hin­ter dem Pro­jekt.

Der Besuch der Real­schu­le auf den land­wirt­schaft­li­chen Betrie­ben passt gut in den Lehr­plan der 6. Klas­se. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler sol­len nicht nur kon­su­mie­ren, son­dern den Besuch auch krea­tiv ver­ar­bei­ten. Sie wer­den dazu in Grup­pen auf­ge­teilt und sol­len sich eigen­stän­dig in ver­schie­de­nen Berei­chen Wis­sen erschlie­ßen. Acker­bau, Tech­nik, Pro­duk­ti­on und Absatz, Tier­hal­tung aber auch der All­tag auf dem Hof sind die breit gefä­cher­ten The­men. Von den viel­fäl­ti­gen Infor­ma­tio­nen, die sie auf dem Bau­ern­hof gesam­melt haben, sol­len die Schü­le­rin­nen und Schü­ler eine Prä­sen­ta­ti­on erstel­len. Die beglei­ten­de Leh­re­rin, Rebec­ca Krin­ke, ist auch von dem Kon­zept sehr ange­tan. „Es ist toll, wenn der Lehr­plan greif­bar gemacht wird. Hier kön­nen die Kin­der mit allen Sin­nen ler­nen, was Land­wirt­schaft aus­macht“ meint die Päd­ago­gin. Es sei auch wich­tig, dass Kin­der erfah­ren, wo Lebens­mit­tel her­kom­men, wie viel und viel­fäl­ti­ge Arbeit dahin­ter­steckt. „Was man kennt, kann man dann auch Wert­schät­zen“. Es ist schon erstaun­lich, wie­viel Zeit sich die Land­wirts­fa­mi­lie Sin­del und Mit­glie­der des ASA für die Schu­le neh­men. Man merkt, dass es ihnen wich­tig ist.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler machen es den Land­wir­ten aber auch leicht. Sie sind ganz begie­rig mehr zu erfah­ren, was auf dem Hof alles Inter­es­san­tes anfällt. Sie stel­len eine Fra­ge nach der ande­ren. Auf die Fra­ge, was sie beson­ders beein­druckt hat, mein­ten sie: „Man merkt, dass die Fami­lie Sin­del mit dem Her­zen an ihren Tie­ren hän­gen. Die inter­es­sie­ren sich wirk­lich für ihre Tie­re und sehen nicht nur Objek­te dar­in“ Ich wuss­te gar nicht, was die alles machen müs­sen und dass die jeden Tag für die Tie­re da sind“

Zum Abschluss durf­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler noch gemein­sam But­ter her­stel­len und mit einer Jogurt Ver­kos­tung den Aus­flug aus­klin­gen las­sen. In ein paar Wochen machen die Land­wir­te und der ASA einen Gegen­be­such in der Real­schu­le Feucht­wan­gen. Dann zei­gen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler den Gäs­ten und den Mit­schü­lern die bes­ten Prä­sen­ta­tio­nen.

Bild­un­ter­schrift: Lern­ort Land­wirt­schaft: Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Real­schu­le Feucht­wan­gen besuch­ten auf Ein­la­dung des Agrar­so­zia­len Arbeits­krei­ses Bau­ern­hö­fe in der Regi­on. Foto: Agrar­so­zia­ler Arbeits­kreis der ELJ