Meisterschulen am Ostbahnhof

von | 31. Juli 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

324 Jung­meis­te­rin­nen und ‑meis­ter ver­ab­schie­det

Mün­chen — Die Meis­ter­schu­len am Ost­bahn­hof haben im Fest­saal des Alten Rat­hau­ses den erfolg­rei­chen Abschluss des
Schul­jah­res 2025/2026 gefei­ert. Von 354 zur Prü­fung ange­tre­te­nen Hand­wer­ke­rin­nen und Hand­wer­kern bestan­den 319 ihre
Meis­ter­prü­fung in den Gewer­ken Elek­tro­tech­nik, Infor­ma­ti­ons­tech­nik, Fein­werk­me­cha­nik, Fri­seur­hand­werk, Instal­la­ti­ons- und Hei­zungs­bau, Land­ma­schi­nen­me­cha­nik, Metall­bau und Zahn­tech­nik.

Schul­lei­te­rin Nico­le Kohn­häu­ser erin­ner­te in ihrer Begrü­ßung an den ers­ten Schul­tag, an dem die ange­hen­den Meis­te­rin­nen und Meis­ter noch mit vie­len Erwar­tun­gen vor ihren Lehr­kräf­ten saßen. Das Meis­ter­schul­jahr ver­glich sie mit einem Mara­thon, bei dem zahl­rei­che Etap­pen zu bewäl­ti­gen waren und die Schü­le­rin­nen und Schü­ler kör­per­lich wie geis­tig gefor­dert wur­den. Die­se Her­aus­for­de­run­gen lie­ßen sie wach­sen und berei­te­ten sie auf die Meis­ter­prü­fung sowie ihre beruf­li­che Zukunft vor. Kohn­häu­ser zitier­te außer­dem aus der regel­mä­ßig durch­ge­führ­ten Schul­be­fra­gung. Dar­in lob­ten die Stu­die­ren­den unter ande­rem die fach­li­che Kom­pe­tenz der Lehr­kräf­te, die moder­ne Aus­stat­tung, die gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung und die gute Vor­be­rei­tung auf Selbst­stän­dig­keit und Berufs­le­ben. Sie dank­te dem Kol­le­gi­um und den bei­den Schul­trä­ge­rin­nen, der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen und der Hand­werks­kam­mer für Mün­chen und Ober­bay­ern für die gute Zusam­men­ar­beit.

Ober­bür­ger­meis­ter Domi­nik Krau­se wür­dig­te die bewuss­te Ent­schei­dung der Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten, für rund zehn
Mona­te viel Zeit und Ener­gie in ihre beruf­li­che Wei­ter­bil­dung zu inves­tie­ren. „Sie haben hart gear­bei­tet, inten­siv gelernt und dafür auch Frei­zeit und Pri­vat­le­ben zurück­ge­stellt. Des­halb dür­fen Sie mit Recht stolz auf Ihre Leis­tung sein.“ Das Hand­werk hält Mün­chen am Lau­fen und spielt beim Woh­nen, bei der Mobi­li­tät und bei zahl­rei­chen wei­te­ren Zukunfts­auf­ga­ben eine zen­tra­le Rol­le. Beson­ders hob er auch das gesell­schaft­li­che Enga­ge­ment der Stu­die­ren­den bei der schul­in­tern orga­ni­sier­ten Typi­sie­rungs­ak­ti­on zur Stamm­zel­len­spen­de her­vor. Hier­durch konn­te bereits ein Leben geret­tet wer­den. Pas­send zu ihrem neu­en Titel lud der Ober­bür­ger­meis­ter die frisch geba­cke­nen Meis­te­rin­nen und Meis­ter außer­dem zu einem gemein­sa­men Foto auf den als „Meis­ter­bal­kon“ bekann­ten Rat­haus­bal­kon ein.

Franz Xaver Peteran­derl, Prä­si­dent der Hand­werks­kam­mer für Mün­chen und Ober­bay­ern, bezeich­ne­te den Meis­ter­ab­schluss als
Beginn eines neu­en beruf­li­chen Lebens­ab­schnitts. Die Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten ver­fü­gen nun nicht nur über umfang­rei­ches Fach­wis­sen, son­dern auch über die Qua­li­fi­ka­ti­on als Füh­rungs­kraft, Unter­neh­mer und Aus­bil­der. Mit Blick auf die Digi­ta­li­sie­rung ging Peteran­derl beson­ders auf künst­li­che Intel­li­genz ein. Sie unter­stützt Hand­werks­be­trie­be in vie­len Berei­chen, stößt jedoch bei der prak­ti­schen Umset­zung an Gren­zen. „Künst­li­che Intel­li­genz kann hand­werk­li­ches Geschick, Erfah­rung und die Arbeit in einer rea­len Umge­bung nicht erset­zen“, beton­te Peteran­derl. Er dank­te außer­dem der Schul­lei­tung, den Lehr­kräf­ten und den ehren­amt­li­chen Prü­fe­rin­nen und Prü­fern für ihren Ein­satz.

Der Schü­ler­spre­cher Mari­us Helm­schrott und die Schü­ler­spre­che­rin Lisa Stonies blick­ten auf ein inten­si­ves Jahr mit anspruchs­vol­len Lern- und­Prü­fungs­pha­sen zurück. „Wir neh­men aus die­sem Jahr nicht nur den Meis­ter­ti­tel mit, son­dern auch vie­le Erfah­run­gen, Erin­ne­run­gen und neue Freund­schaf­ten.“ Ihr Dank galt den Lehr­kräf­ten sowie den Fami­li­en und Part­nern, die sie beson­ders wäh­rend der letz­ten Prü­fungs­wo­chen unter­stütz­ten. Zugleich erin­ner­ten sie dar­an, dass der Meis­ter­ti­tel für Ein­satz und Ver­ant­wor­tung steht. Nun gilt es, das erwor­be­ne Wis­sen wei­ter­zu­ge­ben, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und die Zukunft des Hand­werks aktiv mit­zu­ge­stal­ten. Ihr abschlie­ßen­des Mot­to lau­te­te: „Erfolg hat drei Buch­sta­ben: TUN.“

Die bes­ten Schul­ab­schluss­zeug­nis­se erhiel­ten Fri­seur­meis­te­rin Johan­na Innun­ger mit einem Noten­durch­schnitt von 1,08,
Elek­tro­tech­nik­meis­ter Tho­mas Bader mit 1,14 und Metall­bau­meis­ter Seve­rin Lex mit 1,15. Sie wur­den für ihre her­aus­ra­gen­den Leis­tun­gen beson­ders aus­ge­zeich­net.

Die 1968 gegrün­de­ten Meis­ter­schu­len am Ost­bahn­hof sind eine gemein­sa­me Ein­rich­tung der Hand­werks­kam­mer für Mün­chen und Ober­bay­ern und der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es unter www.meisterschulen-mchn.de.

Bild­un­ter­schrift: Auch Instal­la­teur und Hei­zungs­bau­er Napo­koj Fritz aus Wei­ßen­burg wur­de ver­ab­schie­det. Foto: Meis­ter­schu­len am Ost­bahn­hof