Dorferneuerung in Massenbach rückt den Ortskern in ein neues Licht
Ellingen — Der Schulweg im Ortsteil Massenbach wird künftig ein ganzes Stück sicherer. Mussten die Schüler bisher die Bushaltestelle an der viel befahrenen Bundesstraße 13 nutzen, bringt die nun anlaufende Dorferneuerung eine spürbare Erleichterung für die Buben und Mädchen. Mit dem offiziellen Baubeginn macht sich der Ort fit für die Zukunft. Das Projekt im Herzen des Dorfs zeigt beispielhaft, wie moderne Infrastruktur, Sicherheit und Lebensqualität auf dem Land Hand in Hand gehen.
Rund 1,65 Millionen Euro fließen insgesamt in die Erneuerung des Ortes. Es ist ein echtes Gemeinschaftswerk: Die Teilnehmergemeinschaft Massenbach 2 zieht hierbei an einem Strang mit der Stadt Ellingen und dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Pfaffenberggruppe. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Mittelfranken unterstützt die Straßenraumgestaltung tatkräftig und übernimmt mit einer Förderung von 500.000 Euro die Hälfte der rund eine Million Euro teuren Straßenbaukosten.
„Die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Ellingen und das perfekt abgestimmte Handeln, insbesondere mit Bürgermeister Güngör Bulduk, ist hier absolut hervorzuheben“, betont Rolf Horneber, Projektleiter am ALE Mittelfranken und Vorstandsvorsitzender der Teilnehmergemeinschaft.
Unter der Bauleitung von Jonathan Vulpius (Ingenieurbüro VNI) rücken nun die Bagger der Firma Thannhauser aus Fremdingen an. Sie erneuern unter der Erde nicht nur den Oberflächenwasserkanal und die Wasseranschlüsse, sondern legen auch gleich die Basis für das digitale Zeitalter: Im gesamten Ausbaubereich verschwinden Leerrohre im Boden, damit schnelles Glasfaser-Internet bald Einzug in Massenbach hält.
Die Verbesserung der Verkehrssicherheit steht ganz oben auf dem Wunschzettel der Bürgerinnen und Bürger – besonders für die jüngeren Dorfbewohner. Um den Schulweg komfortabler zu gestalten, wird im Bereich der Kapelle eine zusätzliche Bushaltestelle eingerichtet. Ein neu angelegter Gehweg verbindet die bestehende Haltestelle an der B13 künftig direkt mit dem Dorfgemeinschaftshaus. Das schafft eine durchgehend sichere Verbindung quer durch den Ort.
Auch die soziale Teilhabe für alle Generationen wird großgeschrieben. Der Kapellenvorplatz wird neugestaltet und weitgehend barrierefrei geplant, sodass er für alle Menschen – unabhängig von körperlichen Einschränkungen – nutzbar ist. Ergänzt wird dieses Konzept durch ein taktiles Leitsystem: Rippen- und Noppenplatten im Boden sind mit dem Blindenstock oder den Schuhsohlen deutlich spürbar und erleichtern sehbehinderten Menschen die sichere Orientierung. Eine neue, moderne Ortsbeleuchtung im gesamten Baubereich rundet das Straßenbild ab und sorgt für ein sicheres Gefühl im öffentlichen Raum.
Massenbach stellt mit diesen Investitionen die Weichen konsequent auf Zukunft. Wenn alles nach Plan läuft, sind die Bauarbeiten im Sommer 2027 abgeschlossen – und das Dorf erstrahlt in neuem, sicherem Glanz.
Bildunterschrift: Freuen sich über den offiziellen Baubeginn in Massenbach (von links): Johannes Ziehr (Bauleiter Firma Thannhauser), Bernhard Raab (Geschäftsführer Firma Thannhauser), Güngör Bulduk (Bürgermeister der Stadt Ellingen), Johannes Oberst (Vorstandsmitglied der TG Massenbach 2), Rolf Horneber (Projektleiter und Vorstandsvorsitzender der TG Massenbach 2), Jonathan Vulpius (Bauleiter Ingenieurbüro VNI) und Viktor Erlenbusch (Polier Firma Thannhauser). Foto: Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken


