Historische Rennwagen und hunderte Freiwillige prägen das Halbzeit-Wochenende
Nürnberg — Die DTM-Saison 2026 nähert sich auf dem altehrwürdigen Norisring ihrem emotionalen Höhepunkt. Vom 3. bis 5. Juli verwandeln sich die Straßen am Dutzendteich wieder in den berühmten Stadtkurs, wo der inoffizielle Halbzeit-Champion gekürt wird.
Spannung an der Tabellenspitze nach Lausitzring-Krimi
Das vergangene Rennwochenende auf dem Lausitzring entwickelte sich zu einem echten Krimi und wirbelte das Klassement ordentlich durcheinander. Am Samstag erbte der erst 21-jährige Ben Dürr im McLaren 720S GT3 Evo von Dürr Motorsport seinen sensationellen ersten DTMSieg, nachdem der ursprüngliche Gewinner Marco Mapelli (38) im Abt Lamborghini Temerario
GT3 wegen eines Tempoverstoßes in einer Gelbphase nachträglich mit einer Zeitstrafe belegt worden war. Am Sonntag triumphierte der Italiener Matteo Cairoli (30) im Ferrari 296 GT3 Evo von Emil Frey Racing und feierte seinen bereits zweiten Saisonsieg. Das Podium komplettierte am Sonntag DTM-Rookie Finn Wiebelhaus (20) im HRT Ford Mustang GT3, der mit einer
fahrerischen Glanzleistung nicht nur sein allererstes DTM-Podest eroberte: Es war zudem die erste Top-3-Platzierung eines Mustang GT3 in der DTM-Geschichte.
Dadurch ist das Klassement an der Spitze extrem zusammenger⁄ckt: DTM-Neueinsteiger Cairoli reist mit 78 Punkten als neuer Tabellenführer nach Nürnberg, dicht gefolgt von Maro Engel (40) aus dem Mercedes-AMG Team Ravenol mit 77 Punkten und Lucas Auer (31) vom Mercedes-AMG Team Landgraf mit ebenfalls 77 Punkten.
Lokalmatador Marco Wittmann in Lauerstellung
Mitten im engen Kreis der Titelaspiranten mischt auch Lokalmatador Marco Wittmann (36) kräftig mit. Der gebürtige Fürther belegt in seinem BMW M4 GT3 EVO von Schubert Motorsport mit 71 Punkten den aussichtsreichen vierten Platz in der Gesamtwertung und befindet sich damit in Schlagdistanz zur Spitze. In der Saison 2018 feierte der BMW-Pilot seinen ersten DTMHeimsieg am Norisring und bezeichnete ihn im Anschluss hochemotional als das „Rennen seines Lebens“. Mit diesem Erfolg im Rücken und der lautstarken Unterstützung der fränkischen Fans geht er auch bei der diesjährigen Auflage mit Siegchancen in die beiden Läufe. Vor den voll besetzten Tribünen möchte der Routinier seiner beeindruckenden Vita am Norisring ein weiteres Highlight hinzufügen.
Streifzug durch 40 Jahre DTM-Geschichte
Zusätzlich haben die Organisatoren einen besonderen Leckerbissen für alle Liebhaber der Motorsport-Historie auf die Beine gestellt: Rund 20 historische Rennfahrzeuge aus über 40 Jahren DTM-Geschichte absolvieren im Rahmenprogramm exklusive Demorunden. Das Feld reicht vom Toyota Supra über den Ford Sierra Cosworth bis hin zu Ikonen wie dem BMW M3 E30 und dem Mercedes 190E Evo II. Auch Fans der jüngeren DTM-Ära ab dem Jahr 2000 kommen voll auf ihre Kosten: Ein Opel Astra Coup«, eine AMG Mercedes C‑Klasse und ein BMW M4 Turbo sorgen garantiert für Gänsehaut bei Piloten und Zuschauern. Den emotionalen
Höhepunkt dieser Zeitreise bildet Prinz Leopold von Bayern (82), der seinen originalen BMW 3.0 CSL aus dem Jahr 1972 selbst über den Traditionskurs steuern wird.
Herz des Norisrings: Der MCN und seine ehrenamtlichen Helfer
Damit die ⁄ber 550 PS starken GT3-Rennwagen überhaupt in der Frankenmetropole antreten können, leisten die Mitglieder des veranstaltenden Motorsport Club Nürnberg e. V. (MCN) und hunderte weitere Freiwillige unermüdliche Arbeit. Unter der Leitung des Vorstands um Wolfgang Schlosser bringen rund 600 ehrenamtliche Helfer in Summe etwa 10.000 Arbeitsstunden auf. Sie verwandeln die öffentlichen Straßen am Dutzendteich in eine international anerkannte Rennstrecke. In wochenlanger Arbeit errichten diese Enthusiasten die komplette temporäre Infrastruktur. Sie errichten fünf Kilometer dreifache Schutzplanken, ziehen
über die gleiche Länge Sicherheitsfangzäund positionieren rund einen Kilometer mobile Beton-Leitplanken. Darüber hinaus platzieren sie mehr als 110 „Sixpacks“ – zu Sechser-Stapeln gebündelte Reifen – an sicherheitsrelevanten Stellen.
Zudem verlegen die Helfer jeweils rund drei Kilometer Wasser- und Abwasserleitungen sowie mehr als fünf Kilometer Stromkabel. Sie bauen Sitzplatztribünen auf und sichern das gesamte Veranstaltungsgelände mit etwa zwölf Kilometern Bauzaun ab. Nach dem Rennwochenende versetzen alle Beteiligten das Areal innerhalb kürzester Zeit wieder in den ursprünglichen Zustand – der Straßenverkehr soll bereits am Sonntagabend wieder planmäßig über die Strecke fahren.
Vollelektrische BMW iX3 Shuttles für die Medien
Die BMW Niederlassung Nürnberg unterstützt die Veranstaltung auch in diesem Jahr tatkräftig. Sie stellt vier vollelektrische BMW iX3 der „Neuen Klasse“ als Media-Shuttles bereit. Diese Presseinformation Fahrzeuge bringen Medienschaffende schnell, komfortabel und lokal emissionsfrei durch das Fahrerlager.
Fans fiebern vielfältig mit
Das umfassende Motorsport-Erlebnis in Nürnberg eignet sich bestens für Familien. Kinder unter 16 Jahren erhalten in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt und haben zusätzlich Zutritt zur beliebten Steintribüne – dem idealen Platz, um die Arbeit der Teams in der Boxengasse zu verfolgen. Die DTM-Tickets für den Norisring gelten während der Veranstaltungstage auch als
Fahrkarten für die öffentlichen Nahverkehrsmittel des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN). So reisen Fans bequem und nachhaltig an oder pendeln oftmals sogar zwischen Unterkunft und Strecke ohne zusätzliche Kosten hin und her. Wer das Spektakel nicht live vor Ort erleben kann, genießt die Übertragung im Free-TV via ProSieben, im Livestream über die
offiziellen DTM-Kan¬le sowie ⁄ber den DTM-YouTube-Kanal.
Schnell sein und noch online Tickets sichern
Letzte Vorverkaufstickets für das Rennwochenende am Norisring erwerben Motorsportfans jetzt noch bequem online über den offiziellen Ticketshop unter tickets.dtm.com, auf www.norisring.de oder über die Hotline +49 911 597051.
Foto: DTM Norisring


