DTM 2026 am Norisring

von | 29. Juni 2026 | Allgemein, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

His­to­ri­sche Renn­wa­gen und hun­der­te Frei­wil­li­ge prä­gen das Halb­zeit-Wochen­en­de

Nürn­berg — Die DTM-Sai­son 2026 nähert sich auf dem alt­ehr­wür­di­gen Noris­ring ihrem emo­tio­na­len Höhe­punkt. Vom 3. bis 5. Juli ver­wan­deln sich die Stra­ßen am Dut­zend­teich wie­der in den berühm­ten Stadt­kurs, wo der inof­fi­zi­el­le Halb­zeit-Cham­pi­on gekürt wird.

Span­nung an der Tabel­len­spit­ze nach Lau­sitz­ring-Kri­mi

Das ver­gan­ge­ne Renn­wo­chen­en­de auf dem Lau­sitz­ring ent­wi­ckel­te sich zu einem ech­ten Kri­mi und wir­bel­te das Klas­se­ment ordent­lich durch­ein­an­der. Am Sams­tag erb­te der erst 21-jäh­ri­ge Ben Dürr im McLa­ren 720S GT3 Evo von Dürr Motor­sport sei­nen sen­sa­tio­nel­len ers­ten DTM­Sieg, nach­dem der ursprüng­li­che Gewin­ner Mar­co Mapel­li (38) im Abt Lam­bor­ghi­ni Temer­a­rio
GT3 wegen eines Tem­po­ver­sto­ßes in einer Gelb­pha­se nach­träg­lich mit einer Zeit­stra­fe belegt wor­den war. Am Sonn­tag tri­um­phier­te der Ita­lie­ner Matteo Cai­ro­li (30) im Fer­ra­ri 296 GT3 Evo von Emil Frey Racing und fei­er­te sei­nen bereits zwei­ten Sai­son­sieg. Das Podi­um kom­plet­tier­te am Sonn­tag DTM-Roo­kie Finn Wie­bel­haus (20) im HRT Ford Mus­tang GT3, der mit einer
fah­re­ri­schen Glanz­leis­tung nicht nur sein aller­ers­tes DTM-Podest erober­te: Es war zudem die ers­te Top-3-Plat­zie­rung eines Mus­tang GT3 in der DTM-Geschich­te.

Dadurch ist das Klas­se­ment an der Spit­ze extrem zusammenger⁄ckt: DTM-Neu­ein­stei­ger Cai­ro­li reist mit 78 Punk­ten als neu­er Tabel­len­füh­rer nach Nürn­berg, dicht gefolgt von Maro Engel (40) aus dem Mer­ce­des-AMG Team Rave­nol mit 77 Punk­ten und Lucas Auer (31) vom Mer­ce­des-AMG Team Land­graf mit eben­falls 77 Punk­ten.

Lokal­ma­ta­dor Mar­co Witt­mann in Lau­er­stel­lung

Mit­ten im engen Kreis der Titel­aspi­ran­ten mischt auch Lokal­ma­ta­dor Mar­co Witt­mann (36) kräf­tig mit. Der gebür­ti­ge Für­ther belegt in sei­nem BMW M4 GT3 EVO von Schu­bert Motor­sport mit 71 Punk­ten den aus­sichts­rei­chen vier­ten Platz in der Gesamt­wer­tung und befin­det sich damit in Schlag­di­stanz zur Spit­ze. In der Sai­son 2018 fei­er­te der BMW-Pilot sei­nen ers­ten DTM­Heim­sieg am Noris­ring und bezeich­ne­te ihn im Anschluss hoch­emo­tio­nal als das „Ren­nen sei­nes Lebens“. Mit die­sem Erfolg im Rücken und der laut­star­ken Unter­stüt­zung der frän­ki­schen Fans geht er auch bei der dies­jäh­ri­gen Auf­la­ge mit Sieg­chan­cen in die bei­den Läu­fe. Vor den voll besetz­ten Tri­bü­nen möch­te der Rou­ti­nier sei­ner beein­dru­cken­den Vita am Noris­ring ein wei­te­res High­light hin­zu­fü­gen.

Streif­zug durch 40 Jah­re DTM-Geschich­te

Zusätz­lich haben die Orga­ni­sa­to­ren einen beson­de­ren Lecker­bis­sen für alle Lieb­ha­ber der Motor­sport-His­to­rie auf die Bei­ne gestellt: Rund 20 his­to­ri­sche Renn­fahr­zeu­ge aus über 40 Jah­ren DTM-Geschich­te absol­vie­ren im Rah­men­pro­gramm exklu­si­ve Demorun­den. Das Feld reicht vom Toyo­ta Supra über den Ford Sier­ra Cos­worth bis hin zu Iko­nen wie dem BMW M3 E30 und dem Mer­ce­des 190E Evo II. Auch Fans der jün­ge­ren DTM-Ära ab dem Jahr 2000 kom­men voll auf ihre Kos­ten: Ein Opel Astra Coup«, eine AMG Mer­ce­des C‑Klasse und ein BMW M4 Tur­bo sor­gen garan­tiert für Gän­se­haut bei Pilo­ten und Zuschau­ern. Den emo­tio­na­len
Höhe­punkt die­ser Zeit­rei­se bil­det Prinz Leo­pold von Bay­ern (82), der sei­nen ori­gi­na­len BMW 3.0 CSL aus dem Jahr 1972 selbst über den Tra­di­ti­ons­kurs steu­ern wird.

Herz des Noris­rings: Der MCN und sei­ne ehren­amt­li­chen Hel­fer

Damit die ⁄ber 550 PS star­ken GT3-Renn­wa­gen über­haupt in der Fran­ken­me­tro­po­le antre­ten kön­nen, leis­ten die Mit­glie­der des ver­an­stal­ten­den Motor­sport Club Nürn­berg e. V. (MCN) und hun­der­te wei­te­re Frei­wil­li­ge uner­müd­li­che Arbeit. Unter der Lei­tung des Vor­stands um Wolf­gang Schlos­ser brin­gen rund 600 ehren­amt­li­che Hel­fer in Sum­me etwa 10.000 Arbeits­stun­den auf. Sie ver­wan­deln die öffent­li­chen Stra­ßen am Dut­zend­teich in eine inter­na­tio­nal aner­kann­te Renn­stre­cke. In wochen­lan­ger Arbeit errich­ten die­se Enthu­si­as­ten die kom­plet­te tem­po­rä­re Infra­struk­tur. Sie errich­ten fünf Kilo­me­ter drei­fa­che Schutz­plan­ken, zie­hen
über die glei­che Län­ge Sicher­heits­fang­zäund posi­tio­nie­ren rund einen Kilo­me­ter mobi­le Beton-Leit­plan­ken. Dar­über hin­aus plat­zie­ren sie mehr als 110 „Six­packs“ – zu Sech­ser-Sta­peln gebün­del­te Rei­fen – an sicher­heits­re­le­van­ten Stel­len.

Zudem ver­le­gen die Hel­fer jeweils rund drei Kilo­me­ter Was­ser- und Abwas­ser­lei­tun­gen sowie mehr als fünf Kilo­me­ter Strom­ka­bel. Sie bau­en Sitz­platz­tri­bü­nen auf und sichern das gesam­te Ver­an­stal­tungs­ge­län­de mit etwa zwölf Kilo­me­tern Bau­zaun ab. Nach dem Renn­wo­chen­en­de ver­set­zen alle Betei­lig­ten das Are­al inner­halb kür­zes­ter Zeit wie­der in den ursprüng­li­chen Zustand – der Stra­ßen­ver­kehr soll bereits am Sonn­tag­abend wie­der plan­mä­ßig über die Stre­cke fah­ren.

Voll­elek­tri­sche BMW iX3 Shut­tles für die Medi­en

Die BMW Nie­der­las­sung Nürn­berg unter­stützt die Ver­an­stal­tung auch in die­sem Jahr tat­kräf­tig. Sie stellt vier voll­elek­tri­sche BMW iX3 der „Neu­en Klas­se“ als Media-Shut­tles bereit. Die­se Pres­se­infor­ma­ti­on Fahr­zeu­ge brin­gen Medi­en­schaf­fen­de schnell, kom­for­ta­bel und lokal emis­si­ons­frei durch das Fah­rer­la­ger.

Fans fie­bern viel­fäl­tig mit

Das umfas­sen­de Motor­sport-Erleb­nis in Nürn­berg eig­net sich bes­tens für Fami­li­en. Kin­der unter 16 Jah­ren erhal­ten in Beglei­tung eines Erwach­se­nen frei­en Ein­tritt und haben zusätz­lich Zutritt zur belieb­ten Stein­tri­bü­ne – dem idea­len Platz, um die Arbeit der Teams in der Boxen­gas­se zu ver­fol­gen. Die DTM-Tickets für den Noris­ring gel­ten wäh­rend der Ver­an­stal­tungs­ta­ge auch als
Fahr­kar­ten für die öffent­li­chen Nah­ver­kehrs­mit­tel des Ver­kehrs­ver­bunds Groß­raum Nürn­berg (VGN). So rei­sen Fans bequem und nach­hal­tig an oder pen­deln oft­mals sogar zwi­schen Unter­kunft und Stre­cke ohne zusätz­li­che Kos­ten hin und her. Wer das Spek­ta­kel nicht live vor Ort erle­ben kann, genießt die Über­tra­gung im Free-TV via Pro­Sie­ben, im Live­stream über die
offi­zi­el­len DTM-Kan¬le sowie ⁄ber den DTM-You­Tube-Kanal.

Schnell sein und noch online Tickets sichern
Letz­te Vor­ver­kaufs­ti­ckets für das Renn­wo­chen­en­de am Noris­ring erwer­ben Motor­sport­fans jetzt noch bequem online über den offi­zi­el­len Ticket­shop unter tickets.dtm.com, auf www.norisring.de oder über die Hot­line +49 911 597051.

Foto: DTM Noris­ring