Eine Wildente bei Windsfeld war positiv

von | 13. November 2025 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Geflü­gel­pest im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen bei einem Wild­vo­gel nach­ge­wie­sen

Im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen gibt es einen ers­ten Nach­weis für die hoch­pa­tho­ge­ne aviä­re Influ­en­za (HPAI), auch Geflü­gel­pest oder Vogel­grip­pe genannt, bei einer Wild­ente. Das Tier wur­de im Rah­men des Wild­vo­gel­mo­ni­to­rings im Gemein­de­be­reich Winds­feld beprobt.

Das Vete­ri­när­amt Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen ruft alle Geflü­gel­hal­ter zu beson­de­rer Auf­merk­sam­keit und zur strik­ten Ein­hal­tung der Bio­si­cher­heits­maß­nah­men auf.

Das Geflü­gel­pest­vi­rus zir­ku­liert  in Deutsch­land in der Wild­vo­gel­po­pu­la­ti­on. In Bay­ern wird das Risi­ko der Aus­brei­tung der Geflü­gel­pest bei Wild­vö­geln sowie einer Über­tra­gung auf Geflü­gel und ande­re gehal­te­ne Vögel auf­grund der aktu­el­len Seu­chen­fest­stel­lun­gen als hoch ein­ge­stuft.

Um den Ein­trag der Geflü­gel­pest in Bestän­de zu ver­mei­den, ist eine strik­te Ein­hal­tung betriebs­hy­gie­ni­scher Maß­nah­men not­wen­dig. Denn nur durch kon­se­quen­ten Klei­der- und Schuh­wech­sel, Rei­ni­gungs- und Des­in­fek­ti­ons­maß­nah­men, Siche­rung gegen unbe­fug­tes Betre­ten der Hal­tun­gen sowie Unter­bin­dung des Kon­tak­tes zwi­schen Haus­ge­flü­gel und Wild­vö­geln, kön­nen die Ein­schlep­pung des Erre­gers und die dar­aus resul­tie­ren­den erfor­der­li­chen Maß­nah­men ver­hin­dert wer­den.

In die­sem Zusam­men­hang bit­tet das Vete­ri­när­amt Wei­ßen­burg alle Geflü­gel­hal­ter auch Hob­by­ge­flü­gel­hal­ter, sich auf eine even­tu­el­le Stall­pflicht vor­zu­be­rei­ten. Ach­ten Sie auch jetzt schon dar­auf, dass ein Kon­takt zwi­schen Haus­ge­flü­gel und Wild­vö­geln nach­hal­tig unter­bun­den wird. Soll­te eine Stall­pflicht ange­ord­net wer­den müs­sen, wird Volie­ren­hal­tung gestat­tet, wenn der Aus­lauf mit einer für Wild­vö­gel aller Art unüber­wind­ba­ren Bar­rie­re (z.B. eng­ma­schi­ger Git­ter­zaun) ein­ge­fasst und durch eine geschlos­se­ne, dich­te Dach­kon­struk­ti­on gesi­chert ist.

Das Vete­ri­när­amt for­dert noch­mals alle Geflü­gel­hal­ter – auch die von Kleinst­be­stän­den – auf, ihre Tier­hal­tun­gen beim Land­wirt­schafts- und Vete­ri­när­amt sowie bei der Baye­ri­schen Tier­seu­chen­kas­se anzu­mel­den. Wer (Hobby-)Geflügelhalter ist, sei­ne Tier­hal­tung jedoch bis­lang noch nicht beim Vete­ri­när- bzw. Land­wirt­schafts­amt ange­zeigt hat, muss das umge­hend nach­ho­len. Bit­te geben Sie dazu unter Tele­fon 09141/902272 oder per E‑Mail an veterinaeramt@landkreis-wug.de Name, Adres­se und Anzahl der gehal­te­nen Tie­re an. Auch Kleinst­hal­tun­gen sind unbe­dingt zu mel­den!

Es wird aus­drück­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es sich um eine Ord­nungs­wid­rig­keit han­delt, wenn die Hal­tung von Hüh­nern, Enten, Gän­sen, Fasa­nen, Perl­hüh­nern, Reb­hüh­nern, Tau­ben, Trut­hüh­nern, Wach­teln oder Lauf­vö­geln nicht ange­zeigt wird. Dies kann mit einem Buß­geld geahn­det wer­den.

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