Landrat Manuel Westphal besuchte die SMAIIA GmbH und Seroton in Gunzenhausen
Gunzenhausen — Deutschland und Europa kämpfen aktuell mit zahlreichen Standortnachteilen. Die Techriesen aus USA und China bestimmen mit ihren Technologien zunehmend etablierte Märkte und zwingen ganze Industrien zum Strukturwandel, wie zum Beispiel die deutsche Automobilindustrie. Das Zentrum für Gründungen und Innovation „UnternehmerTUM“ in München rund um die TU zeigt, wie Innovationen erfolgreich umgesetzt werden können und ist Europas führender Startup Hub. Es bietet ein Ecosystem, das Unternehmensgründer von der ersten Idee bis zur Marktführerschaft finanziert. Namhafte Neugründungen wie Flixbus oder Isar Aerospace sind weit über die Landesgrenzen bekannt und Aushängeschilder für die bayerische Innovationskraft. Auch der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen soll zukünftig von der Strahlkraft des Startup Hubs „UnternehmerTUM“ profitieren.
Neben dem Landrat nahmen auch der Gunzenhäuser Bürgermeister Karl-Heinz Fitz mit seinem Wirtschaftsförderer Matthias Hörr, die Leiterin der Wirtschaftsförderung im Landkreis, Sabine Unterlandstättner, sowie der IHK-Gremiumsvorsitzende Simon Amesöder am Unternehmensbesuch bei der SMAIIA GmbH und Seroton GmbH in Gunzenhausen teil und erklärten, wie man gemeinsam eine Startup-Kultur im Landkreis etablieren kann. Dass der Landkreis ausgezeichnete Voraussetzungen für Startups bietet, davon ist Landrat Manuel Westphal überzeugt: „Die Nähe zum UnternehmerTUM in München, dem weiterentwickelten kunststoffcampus bayern mit dem Technologie- und Studienzentrum in Gesamtverantwortung der Hochschule Ansbach, erfolgreiche Unternehmen und ehemalige Inhaber von Unternehmen sowie günstigere Standortbedingungen als in Metropolen sind echte
Standortvorteile. Gemeinsam mit der Wirtschaft formen wir ab 2026 ein regionales Ecosystem für Startups mit Sprunginnovationen und koppeln dieses mit dem renommierten Zentrum für Gründung und Innovation „UnternehmerTUM“, so kann unser ländlicher Raum von Ansiedlungen junger innovativer Unternehmen profitieren und den industriellen Strukturwandel gestalten.“ Seite 2 von 3
Der IHK-Gremiumsvorsitzende sowie Vorsitzende des Fördervereins des kunststoffcampus bayern, Dr. Simon Amesöder, ist ebenfalls optimistisch: „Unser Landkreis zählt zu den automobilgeprägten Regionen Bayerns. Die IW-Consult-Studie zeigt, dass der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen stark mit der automobilen Produktion verflochten ist und somit unmittelbar von dieser Transformation betroffen ist. Ein regionaler Wissensverbund zusammen mit einem Ecosystem für innovative Startups kann die Innovationskraft und ‑geschwindigkeit der Region deutlich erhöhen.“ Seiner Ansicht nach mangelt es nicht generell an Innovationsfähigkeit in Deutschland. Jedoch falle es schwer, wegweisende Innovationen im Land zu halten und zu einem erfolgreichen Geschäft auszubauen. Neue Produkte erforderten viel Kapital und einen langen Atem. „Wir benötigen deshalb Sprunginnovationen, die schnell in die Umsetzung kommen. Deutschland ist führend bei Innovationen. Es gelingt uns aber nicht ausreichend, diese bis zu einer erfolgreichen Umsetzung im Markt hier in Deutschland bzw. Europa aufzubauen. Hier setzen wir mit der SMAIIA GmbH an und begleiten die jungen Unternehmen individuell mit Erfahrung, Experten, Technologie, unserem Netzwerk und helfen ihnen bei Finanzierungen“, erklärt Markus Gebhardt.
Die SMAIIA GmbH in Gunzenhausen begleitet seit 2023 verschiedene technologieorientierte Startup Unternehmen. Der Fokus liegt auf digitalen Geschäftsmodellen in medizinischen und gesundheitlichen Anwendungen. Eines davon ist die in Gunzenhausen ansässige Seroton GmbH. „Die Seroton GmbH hat mit Begleitung der SMAIIA GmbH ihr Geschäftsmodell seit ihrer Gründung 2023 innerhalb von nur zwei Jahren zur Marktreife gebracht und erzielt bereits erste Umsätze. In der Automobilindustrie hätte allein die Produktentwicklung drei Jahre gedauert“, erläutert Andreas Gebhardt den Unterschied zu herkömmlichen Vorgehensweisen.
Die beiden damaligen Gesellschafter des bis 2022 in Treuchtlingen ansässigen internationalen Automobilzulieferers Alfmeier S.E. entwarfen den Gedanken für ein regionales Ecosystem für innovationsstarke Startups im Landkreis, von dem auch Sabine Unterlandstaettner, die Leiterin der Wirtschaftsförderung im Landkreis, überzeugt ist: „Gemeinsam mit der SMAIIA GmbH, weiteren treibenden Akteuren aus dem Unternehmerumfeld, dem kunststoffcampus bayern und dem UnternehmerTUM in München kann im Landkreis ein starkes Umfeld für Hightech-Startups entstehen. Die Förderung von Innovationen sowie neuer Unternehmensgründungen und Startups im innovativen Technologieumfeld und deren Ansiedlung in der Wirtschaftsregion Altmühlfranken bietet echte Chancen für die regionale Wirtschaftsdynamik.“
Auch Gunzenhausens Rathauschef Karl-Heinz Fitz ist froh, dass sich die SMAIIA GmbH in Gunzenhausen angesiedelt hat: „Die SMAIIA GmbH ist ein starkes Signal für Innovationskraft und Unternehmertum. Wenn wir jungen Hightech-Unternehmen die richtigen Bedingungen bieten, sichern wir die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt und schaffen hochwertige Arbeitsplätze vor Ort.“ Wirtschaftsförderer Mathias Hörr freut sich ebenfalls darüber, dass sich mit der Seroton GmbH ein weiteres innovatives Unternehmen aus der digitalen Geschäftswelt in der Altmühlstadt angesiedelt hat.
Die Vision der beiden SMAIIA-Gesellschafter Markus und Andreas Gebhardt: „Mit der nächsten Generation an Unternehmern wollen wir smarte Geschäftsmodelle für die Zukunft aufbauen.“ Eine Vision, die auch Landrat Manuel Westphal gefällt: „Unser Ziel ist ein eigenes regionales Ecosystem für Innovation und Gründung in Altmühlfranken, mit dem wir weitere Startups in unseren Landkreis bringen und Zukunftstechnologien ansiedeln.“
Bildunterschrift Ecosystem: Landrat Manuel Westphal kann sich ein regionales Ecosystem für Innovation und Gründung in Altmühlfranken vorstellen, das sich aus verschiedenen Puzzleteilen zusammensetzt, zu denen u.a. auch der Kunststoffcampus Bayern und Partnerunternehmen gehören. Foto: Markus Steiner/Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Landrat Manuel Westphal kann sich ein regionales Ecosystem für Innovation und Gründung in Altmühlfranken vorstellen, das sich aus verschiedenen Puzzleteilen zusammensetzt, zu denen u.a. auch der Kunststoffcampus Bayern und Partnerunternehmen gehören.
Foto: Markus Steiner/Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Ein innovatives Produkt, das in Gunzenhausen entwickelt wird: Die Entspannungsliege des Startups seroton, die das Prinzip des Biofeedbacks anwendet und mit Musik, Geräuschen und Massage zu einer schnellen Tiefenentspannung beiträgt. Seroton wurde 2024 in Gunzenhausen gegründet und entwickelt Relaxmöbel, die mit einer App präzise auf den jeweiligen Anwender abgestimmt zur Entspannung beitragen.
Foto: Markus Steiner/Landratsamt WUG


