Im Landkreis soll ein neues Zentrum für Startups etabliert werden.

von | 13. November 2025 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen

Land­rat Manu­el West­phal besuch­te die SMAIIA GmbH und Sero­ton in Gun­zen­hau­sen

Gun­zen­hau­sen — Deutsch­land und Euro­pa kämp­fen aktu­ell mit zahl­rei­chen Stand­ort­nach­tei­len. Die Techrie­sen aus USA und Chi­na bestim­men mit ihren Tech­no­lo­gien zuneh­mend eta­blier­te Märk­te und zwin­gen gan­ze Indus­trien zum Struk­tur­wan­del, wie zum Bei­spiel die deut­sche Auto­mo­bil­in­dus­trie. Das Zen­trum für Grün­dun­gen und Inno­va­ti­on „Unter­neh­mer­TUM“ in Mün­chen rund um die TU zeigt, wie Inno­va­tio­nen erfolg­reich umge­setzt wer­den kön­nen und ist Euro­pas füh­ren­der Start­up Hub. Es bie­tet ein Eco­sys­tem, das Unter­neh­mens­grün­der von der ers­ten Idee bis zur Markt­füh­rer­schaft finan­ziert. Nam­haf­te Neu­grün­dun­gen wie Flix­bus oder Isar Aero­space sind weit über die Lan­des­gren­zen bekannt und Aus­hän­ge­schil­der für die baye­ri­sche Inno­va­ti­ons­kraft. Auch der Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen soll zukünf­tig von der Strahl­kraft des Start­up Hubs „Unter­neh­mer­TUM“ pro­fi­tie­ren.

Neben dem Land­rat nah­men auch der Gun­zen­häu­ser Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Fitz mit sei­nem Wirt­schafts­för­de­rer Mat­thi­as Hörr, die Lei­te­rin der Wirt­schafts­för­de­rung im Land­kreis, Sabi­ne Unter­land­stätt­ner, sowie der IHK-Gre­mi­ums­vor­sit­zen­de Simon Ames­öder am Unter­neh­mens­be­such bei der SMAIIA GmbH und Sero­ton GmbH in Gun­zen­hau­sen teil und erklär­ten, wie man gemein­sam eine Start­up-Kul­tur im Land­kreis eta­blie­ren kann. Dass der Land­kreis aus­ge­zeich­ne­te Vor­aus­set­zun­gen für Start­ups bie­tet, davon ist Land­rat Manu­el West­phal über­zeugt: „Die Nähe zum Unter­neh­mer­TUM in Mün­chen, dem wei­ter­ent­wi­ckel­ten kunst­stoffcam­pus bay­ern mit dem Tech­no­lo­gie- und Stu­di­en­zen­trum in Gesamt­ver­ant­wor­tung der Hoch­schu­le Ans­bach, erfolg­rei­che Unter­neh­men und ehe­ma­li­ge Inha­ber von Unter­neh­men sowie güns­ti­ge­re Stand­ort­be­din­gun­gen als in Metro­po­len sind ech­te

Stand­ort­vor­tei­le. Gemein­sam mit der Wirt­schaft for­men wir ab 2026 ein regio­na­les Eco­sys­tem für Start­ups mit Sprung­in­no­va­tio­nen und kop­peln die­ses mit dem renom­mier­ten Zen­trum für Grün­dung und Inno­va­ti­on „Unter­neh­mer­TUM“, so kann unser länd­li­cher Raum von Ansied­lun­gen jun­ger inno­va­ti­ver Unter­neh­men pro­fi­tie­ren und den indus­tri­el­len Struk­tur­wan­del gestal­ten.“ Sei­te 2 von 3

Der IHK-Gre­mi­ums­vor­sit­zen­de sowie Vor­sit­zen­de des För­der­ver­eins des kunst­stoff­cam­pus bay­ern, Dr. Simon Ames­öder, ist eben­falls opti­mis­tisch: „Unser Land­kreis zählt zu den auto­mo­bil­ge­präg­ten Regio­nen Bay­erns. Die IW-Con­sult-Stu­die zeigt, dass der Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen stark mit der auto­mo­bi­len Pro­duk­ti­on ver­floch­ten ist und somit unmit­tel­bar von die­ser Trans­for­ma­ti­on betrof­fen ist. Ein regio­na­ler Wis­sens­ver­bund zusam­men mit einem Eco­sys­tem für inno­va­ti­ve Start­ups kann die Inno­va­ti­ons­kraft und ‑geschwin­dig­keit der Regi­on deut­lich erhö­hen.“ Sei­ner Ansicht nach man­gelt es nicht gene­rell an Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit in Deutsch­land. Jedoch fal­le es schwer, weg­wei­sen­de Inno­va­tio­nen im Land zu hal­ten und zu einem erfolg­rei­chen Geschäft aus­zu­bau­en. Neue Pro­duk­te erfor­der­ten viel Kapi­tal und einen lan­gen Atem. „Wir benö­ti­gen des­halb Sprung­in­no­va­tio­nen, die schnell in die Umset­zung kom­men. Deutsch­land ist füh­rend bei Inno­va­tio­nen. Es gelingt uns aber nicht aus­rei­chend, die­se bis zu einer erfolg­rei­chen Umset­zung im Markt hier in Deutsch­land bzw. Euro­pa auf­zu­bau­en. Hier set­zen wir mit der SMAIIA GmbH an und beglei­ten die jun­gen Unter­neh­men indi­vi­du­ell mit Erfah­rung, Exper­ten, Tech­no­lo­gie, unse­rem Netz­werk und hel­fen ihnen bei Finan­zie­run­gen“, erklärt Mar­kus Geb­hardt.

Die SMAIIA GmbH in Gun­zen­hau­sen beglei­tet seit 2023 ver­schie­de­ne tech­no­lo­gie­ori­en­tier­te Start­up Unter­neh­men. Der Fokus liegt auf digi­ta­len Geschäfts­mo­del­len in medi­zi­ni­schen und gesund­heit­li­chen Anwen­dun­gen. Eines davon ist die in Gun­zen­hau­sen ansäs­si­ge Sero­ton GmbH. „Die Sero­ton GmbH hat mit Beglei­tung der SMAIIA GmbH ihr Geschäfts­mo­dell seit ihrer Grün­dung 2023 inner­halb von nur zwei Jah­ren zur Markt­rei­fe gebracht und erzielt bereits ers­te Umsät­ze. In der Auto­mo­bil­in­dus­trie hät­te allein die Pro­dukt­ent­wick­lung drei Jah­re gedau­ert“, erläu­tert Andre­as Geb­hardt den Unter­schied zu her­kömm­li­chen Vor­ge­hens­wei­sen.

Die bei­den dama­li­gen Gesell­schaf­ter des bis 2022 in Treucht­lin­gen ansäs­si­gen inter­na­tio­na­len Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rers Alf­mei­er S.E. ent­war­fen den Gedan­ken für ein regio­na­les Eco­sys­tem für inno­va­ti­ons­star­ke Start­ups im Land­kreis, von dem auch Sabi­ne Unter­land­staett­ner, die Lei­te­rin der Wirt­schafts­för­de­rung im Land­kreis, über­zeugt ist: „Gemein­sam mit der SMAIIA GmbH, wei­te­ren trei­ben­den Akteu­ren aus dem Unter­neh­mer­um­feld, dem kunst­stoff­cam­pus bay­ern und dem Unter­neh­mer­TUM in Mün­chen kann im Land­kreis ein star­kes Umfeld für High­tech-Start­ups ent­ste­hen. Die För­de­rung von Inno­va­tio­nen sowie neu­er Unter­neh­mens­grün­dun­gen und Start­ups im inno­va­ti­ven Tech­no­lo­gie­um­feld und deren Ansied­lung in der Wirt­schafts­re­gi­on Alt­mühl­fran­ken bie­tet ech­te Chan­cen für die regio­na­le Wirt­schafts­dy­na­mik.“

Auch Gun­zen­hau­sens Rat­haus­chef Karl-Heinz Fitz ist froh, dass sich die SMAIIA GmbH in Gun­zen­hau­sen ange­sie­delt hat: „Die SMAIIA GmbH ist ein star­kes Signal für Inno­va­ti­ons­kraft und Unter­neh­mer­tum. Wenn wir jun­gen High­tech-Unter­neh­men die rich­ti­gen Bedin­gun­gen bie­ten, sichern wir die Zukunfts­fä­hig­keit unse­rer Stadt und schaf­fen hoch­wer­ti­ge Arbeits­plät­ze vor Ort.“ Wirt­schafts­för­de­rer Mathi­as Hörr freut sich eben­falls dar­über, dass sich mit der Sero­ton GmbH ein wei­te­res inno­va­ti­ves Unter­neh­men aus der digi­ta­len Geschäfts­welt in der Alt­mühl­stadt ange­sie­delt hat.

Die Visi­on der bei­den SMAI­IA-Gesell­schaf­ter Mar­kus und Andre­as Geb­hardt: „Mit der nächs­ten Gene­ra­ti­on an Unter­neh­mern wol­len wir smar­te Geschäfts­mo­del­le für die Zukunft auf­bau­en.“ Eine Visi­on, die auch Land­rat Manu­el West­phal gefällt: „Unser Ziel ist ein eige­nes regio­na­les Eco­sys­tem für Inno­va­ti­on und Grün­dung in Alt­mühl­fran­ken, mit dem wir wei­te­re Start­ups in unse­ren Land­kreis brin­gen und Zukunfts­tech­no­lo­gien ansie­deln.“

Bild­un­ter­schrift Eco­sys­tem: Land­rat Manu­el West­phal kann sich ein regio­na­les Eco­sys­tem für Inno­va­ti­on und Grün­dung in Alt­mühl­fran­ken vor­stel­len, das sich aus ver­schie­de­nen Puz­zle­tei­len zusam­men­setzt, zu denen u.a. auch der Kunst­stoff­cam­pus Bay­ern und Part­ner­un­ter­neh­men gehö­ren. Foto: Mar­kus Steiner/Landratsamt Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

Bild­un­ter­schrift Eco­sys­tem:
Land­rat Manu­el West­phal kann sich ein regio­na­les Eco­sys­tem für Inno­va­ti­on und Grün­dung in Alt­mühl­fran­ken vor­stel­len, das sich aus ver­schie­de­nen Puz­zle­tei­len zusam­men­setzt, zu denen u.a. auch der Kunst­stoff­cam­pus Bay­ern und Part­ner­un­ter­neh­men gehö­ren.
Foto: Mar­kus Steiner/Landratsamt Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen
Bild­un­ter­schrift Relaxlie­ge:
Ein inno­va­ti­ves Pro­dukt, das in Gun­zen­hau­sen ent­wi­ckelt wird: Die Ent­span­nungs­lie­ge des Start­ups sero­ton, die das Prin­zip des Bio­feed­backs anwen­det und mit Musik, Geräu­schen und Mas­sa­ge zu einer schnel­len Tie­fen­ent­span­nung bei­trägt. Sero­ton wur­de 2024 in Gun­zen­hau­sen gegrün­det und ent­wi­ckelt Relax­mö­bel, die mit einer App prä­zi­se auf den jewei­li­gen Anwen­der abge­stimmt zur Ent­span­nung bei­tra­gen.
Foto: Mar­kus Steiner/Landratsamt WUG