Erfolgsmodell „Rufbus“ – Fahren ganz nach Bedarf

von | 3. Juni 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen

Gun­zen­hau­sen — Die Stadt Gun­zen­hau­sen und die Mobi­li­täts- und Ver­kehrs-GmbH (MVG) freu­en sich seit Jah­ren über stei­gen­des Inter­es­se am Ruf­bus­an­ge­bot. Als zukunfts­ori­en­tier­te Stadt sind wir über­zeugt: Soll die Mobi­li­täts­wen­de gelin­gen, dann braucht es nicht nur einen star­ken poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Wil­len, son­dern vor allem inno­va­ti­ve ÖPNV-Ange­bo­te. Ein sol­ches ist das Gun­zen­häu­ser Ruf­bus­sys­tem defi­ni­tiv. Das Modell gibt es in Gun­zen­hau­sen seit 2019, damals war die Idee, die Orts­tei­le mit­tels auf­ge­wer­te­ten ÖPNV an die Kern­stadt anzu­schlie­ßen. Das Inter­es­se der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger war groß und es zeig­te sich ein­mal mehr: Gera­de im länd­li­chen Raum sind Alter­na­ti­ven zum Auto noch immer rar gesät. Daher gilt es muti­ge Schrit­te zu gehen, und am bes­ten nicht allein!

Seit 2021 koope­riert Pfo­feld mit der Stadt Gun­zen­hau­sen in Sachen Ruf­bus. „Unser Ruf­bus­mo­dell hat­te bis dahin vie­le Men­schen über­zeugt und das weckt natür­lich das Inter­es­se über die Gren­zen Gun­zen­hau­sens hin­aus“, freut sich MVG-Geschäfts­füh­rer Ste­fan Dietz. „Wir ver­stän­dig­ten uns auf eine Zusam­men­ar­beit und Erwei­te­rung des Sys­tems. Zudem wird das Ruf­bus­sys­tem sei­tens der Regie­rung von Mit­tel­fran­ken finan­zi­ell geför­dert.“

Zum Jah­res­wech­sel 2024/2025 kamen die Gemein­den Dit­ten­heim, Gnotz­heim, Haun­dorf, Abs­berg und West­heim dazu. In genann­ten Orten gibt es seit­dem sowohl wochen­tags als auch an Sams­ta­gen, Sonn­ta­gen und Fei­er­ta­gen ein zusätz­li­ches Mobi­li­täts­an­ge­bot — für den länd­lich-gepräg­ten Raum natür­lich ein Rie­sen­ge­winn. „Im Rah­men der Arbeits­ge­mein­schaft ILE kamen meh­re­re Bür­ger­meis­ter auf den Ers­ten Bür­ger­meis­ter der Stadt Gun­zen­hau­sen, Karl-Heinz Fitz, zu und baten um Prü­fung des Anschlus­ses ihrer Gemein­de an das bestehen­de Ruf­bus­sys­tem“, erklärt Ste­fan Dietz. „Wir sind froh, dass das so rei­bungs­los geklappt hat. Heu­te sind wir stolz auf das Erreich­te und freu­en uns, dass die Ange­bo­te gut ange­nom­men wer­den. Unse­re Idee hat den ÖPNV in der Regi­on wei­ter auf­ge­wer­tet. Dazu wur­de die Urlaubs­de­sti­na­ti­on Gun­zen­hau­sen gestärkt, denn Tou­ris­ten nut­zen immer häu­fi­ger das Ruf­bus­an­ge­bot als auch die Frei­zeit­li­ni­en und las­sen das eige­ne Fahr­zeug am Feri­en­ort ste­hen. Schritt für Schritt bewe­gen wir uns in Rich­tung einer zukunfts­fä­hi­gen Mobi­li­tät. Und die­se soll­te sich immer an den Bedürf­nis­sen der Men­schen ori­en­tie­ren.“

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Ruf­bus­sys­tem kön­nen sie der Inter­net­sei­te www.gunzenhausen-mobil.de ent­neh­men.

Bild­un­ter­schrift: Karl-Heinz Fitz (zwei­ter von links), und MVG-Geschäfts­füh­rer Ste­fan Dietz (ganz rechts) freu­en sich gemein­sam mit den Bür­ger­meis­tern der an das Sys­tem ange­schlos­se­nen Gemein­den über das gro­ße Inter­es­se am Ruf­bus. Foto: Stadt Gunzenhausen/Manuel Gros­ser