Freundliches Ambiente — Sanierung des Schülerwohnheims der Lehranstalten ist abgeschlossen

von | 21. März 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Tri­es­dorf (red).  9,5 Mil­lio­nen Euro hat der Bezirk Mit­tel­fran­ken in die Gene­ral­sa­nie­rung eines Schü­ler­wohn­heims sei­ner Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten (LLA) im Wei­den­ba­cher Orts­teil Tri­es­dorf inves­tiert. Nun wur­de das 1976 errich­te­te Gebäu­de nach drei­ein­halb­jäh­ri­ger Umbau­pha­se wie­der in Betrieb genom­men. Es bie­tet wie zuvor Platz für knapp 80 jun­ge Leu­te von 16 bis 18 Jah­ren, wel­che die Berufs‑, Fach­ober- oder Tech­ni­ker­schu­le besu­chen.

„In Tri­es­dorf wach­sen die Krä­ne in den Him­mel“, sag­te LLA-Lei­ter Mar­kus Heinz bei sei­ner Begrü­ßung zur Inbe­trieb­nah­me des sanier­ten Wohn­heims, war doch erst elf Tage zuvor der Spa­ten­stich für den zwei­ten Abschnitt des 16,6 Mil­lio­nen Euro teu­ren neu­en Fach­zen­trums für Ener­gie und Land­tech­nik erfolgt. Heinz wer­tet dies „als Zei­chen dafür, dass der Bezirk Mit­tel­fran­ken hin­ter Tri­es­dorf steht“. Eine Ein­schät­zung, die Bezirks­tags­prä­si­dent Peter Dani­el Fors­ter bestä­tig­te und unter­strich, schließ­lich sei „unser Stand­ort Tri­es­dorf der bes­te weit und breit“. Und weil dem so sei, kämen auch etli­che der ins­ge­samt rund 3500 Stu­die­ren­den, Schü­ler und Aus­zu­bil­den­den „von wei­ter weg“, wes­halb man Wohn­heim­plät­ze benö­ti­ge. Mehr als 300 gibt es der­zeit in Tri­es­dorf.

Weil die Grund­sub­stanz des Hau­ses mit der Anschrift Am Sand­buck 4 gut war, hat­te man sich statt Abriss und Neu­bau für die Sanie­rung des nun­mehr wie­der in Betrieb genom­me­nen Wohn­heims ent­schie­den. Bezirks­tags­prä­si­dent Fors­ter zeig­te sich erfreut, weil man hier nicht den ein­fa­chen Weg gegan­gen sei, son­dern Nach­hal­tig­keit bewie­sen habe. Das drei­ge­schos­si­ge, zwei­flü­ge­li­ge Haus ver­fügt über 78 Ein­zel­zim­mer mit Nass­zel­le, die alle­samt saniert wur­den. Die Sanitär‑, Heizungs‑, Lüf­tungs­Elek­tro­in­stal­la­ti­on wur­de kom­plett erneu­ert. Um Bar­rie­re­frei­heit zu erlan­gen, wur­den unter ande­rem zwei Auf­zü­ge ein­ge­baut. Laut der feder­füh­ren­den Archi­tek­tin Maria Hohe wur­de „die Gebäu­de­hül­le in Anleh­nung an die Bau­sub­stanz behut­sam aktu­ell inter­pre­tiert und
ener­ge­tisch ertüch­tigt“.

Die nun­mehr abge­schlos­se­ne, in zwei Bau­ab­schnit­ten vor­ge­nom­me­ne Gene­ral­sa­nie­rung des nahe einem Wohn­ge­biet gele­ge­nen Wohn­heims war von Kos­ten­stei­ge­run­gen und wid­ri­gen Umstän­den beglei­tet, wie auch bei der Fei­er­stun­de deut­lich wur­de. Oli­ver Jusis, Pro­jekt­be­auf­trag­ter des Lie­gen­schafts­re­fe­rats der Bezirks­ver­wal­tung, fass­te dies wie folgt zusam­men: Die Ange­bo­te für die Bau­ar­bei­ten wur­den zu Beginn der Coro­na­pan­de­mie ein­ge­holt, ers­te Preis­stei­ge­run­gen folg­ten. Der Ukrai­ne­krieg hat­te wei­te­re Preis­stei­ge­run­gen zur Fol­ge, sodass am Ende die Insol­venz eines Haupt­auf­trag­neh­mers, meh­re­re Kün­di­gun­gen von und durch Bau­un­ter­neh­men und der zwei­fa­che Wech­sel der Bau­lei­tung zu ver­zeich­nen waren. Dazu kamen laut Maria Hohe „hef­ti­ge Schad­wet­ter­er­eig­nis­se“.

Unterm Strich stie­gen die Kos­ten von den im Jahr 2019 ver­an­schlag­ten 7,1 Mil­lio­nen auf letz­ten Endes 9,5 Mil­lio­nen Euro. Umso mehr freu­te sich nicht nur Maria Hohe über das Ergeb­nis: „Für eine zukunfts­ori­en­tier­te Wohn­si­tua­ti­on sind hier best­mög­li­che bau­li­che Vor­aus­set­zun­gen mit ange­neh­mem, freund­li­chem Ambi­en­te ent­stan­den.“

Bild­un­ter­schrift: Über die Fer­tig­stel­lung freu­ten sich (v. r.) :Bezirks­tags­prä­si­dent Peter Dani­el Fors­ter, Wohn­heim­lei­ter Flo­ri­an Lud­wig, Archi­tek­tin Maria Hohe, LLA-Direk­tor Mar­kus Heinz und der Beauf­trag­te des Bezirks­ta­ges für die LLA, Hans Popp. Fotos: Bezirk Mit­tel­fran­ken