Köche, Kellnerinnen & Co. verdienen mehr – 1.720 Beschäftigte im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen

von | 15. April 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). Rund um The­ke und Küche gibt es mehr Geld: Wer im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen im Gast­haus, Hotel oder Café arbei­tet, bekommt mehr fürs Porte­mon­naie. „Nicht die Kell­ner­geld­bör­se wird dicker, son­dern dies­mal das pri­va­te Porte­mon­naie von Kell­nern, Köchin­nen & Co. Pro­fi­tie­ren wird auch, wer dem­nächst wie­der im Bier­gar­ten jobbt. Denn unter 12,60 Euro pro Stun­de soll­te dann in der Gas­tro­no­mie kei­ner mehr nach Hau­se gehen. Das ist das neue Gas­tro-Lohn­li­mit“, sagt Regi­na Schle­ser von der Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stät­ten.

Die Geschäfts­füh­re­rin der NGG Nürn­berg-Fürth ver­weist dabei auf die aktu­el­le Lohn­er­hö­hung im April, die die Gas­tro-Gewerk­schaft für das Hotel- und Gast­stät­ten­ge­wer­be in Bay­ern erreicht hat. Das gel­te für alle Betrie­be, die im Baye­ri­schen Hotel- und Gast­stät­ten­ver­band (DEHOGA) orga­ni­siert sind. „Damit ist gleich­zei­tig aber auch die ‚Lohn-Lat­te‘ gelegt, an der sich alle Gas­tro-Unter­neh­men ori­en­tie­ren soll­ten“, so Regi­na Schle­ser. Ins­ge­samt arbei­ten im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen rund 1.720 Beschäf­tig­te im Gast­ge­wer­be – von der Gast­haus­kü­che bis zum Restau­rant­ser­vice, von der Hotel­bar bis zur Rezep­ti­on. Und das in knapp 220 Betrie­ben – vom Hotel bis zum Gast­hof mit Bier­gar­ten. Die NGG Nürn­berg-Fürth beruft sich dabei auf Zah­len der Arbeits­agen­tur.

„Wer in der Küche oder im Ser­vice gelernt hat und in Voll­zeit arbei­tet, ver­dient als Berufs­star­ter jetzt gut 2.620 Euro im Monat – und damit 125 Euro mehr als bis­lang“, so NGG-Geschäfts­füh­re­rin Schle­ser. Erfah­re­ne Kräf­te hät­ten sogar knapp 140 Euro mehr in der Tasche und somit gut 2.880 Euro am Monats­en­de auf dem Kon­to. „Selbst ange­lern­te Köche oder Kell­ne­rin­nen gehen ab jetzt mit einem Monats­lohn von 2.340 Euro nach Hau­se. Wer in der Gas­tro­no­mie arbei­tet, soll­te unbe­dingt den April-Lohn che­cken“, sagt Regi­na Schle­ser.

Wer das zusätz­li­che Geld, das die NGG für die Beschäf­tig­ten am Tarif­tisch her­aus­ge­holt habe, nicht bekom­me, dem rät Schle­ser zu einem Anruf bei der Gas­tro-Hot­line der NGG: (040) 380 13 255. „Die Gas­tro-Bran­che sucht hän­de­rin­gend fit­tes Per­so­nal. Wer den Tarif­lohn nicht bezahlt, dürf­te Schwie­rig­kei­ten haben, sei­ne Leu­te zu hal­ten.“ Für eine direk­te Lohn-Bera­tung soll­ten Beschäf­tig­te sich vor Ort an die NGG Nürn­berg-Fürth wen­den: (0911) 20 90 12 0 oder region.nuernberg-fuerth@ngg.net.

Bild­un­ter­schrift: NGG Nürn­berg-Fürth: „Bier­gar­ten-Jobs & Co. – Gas­tro-Lohn­li­mit liegt bei 12,60 Euro pro Stun­de“; Foto: Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stät­ten (NGG), Regi­on Nürn­berg-Fürth