Kommunen in der Region erhalten Bedarfszuweisungen/Stabilisierungshilfen des Freistaats

von | 2. November 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg


Wie der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te und Haus­halts­po­li­ti­ker, Har­ry Scheu­en­stuhl, aktu­ell mit­teilt, flie­ßen noch 2026 soge­nann­te Bedarfszuweisungen/Stabilisierungshilfen an Gemein­den, Städ­te und Land­krei­se in der Region/im Stimm­kreis. Ent­schie­den hat über die Anträ­ge der Kom­mu­nen heu­te am 30.10.2026 der Ver­tei­ler­aus­schuss, ein Gre­mi­um aus Ver­tre­tern der kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­de und der Staats­re­gie­rung.

Ins­ge­samt ste­hen Bedarfszuweisungen/Stabilisierungshilfen in Höhe von 250 Mio. Euro im Staats­haus­halt bereit. Dar­in ist eine Stei­ge­rung von 50 Mil­lio­nen gegen­über dem Jahr 2025 aus den Lan­des­leis­tun­gen ent­hal­ten — aller­dings stam­men zusätz­li­che 100 Mil­lio­nen die­ser Gesamt­sum­me aus dem Son­der­ver­mö­gen Infra­struk­tur des Bun­des. Scheu­en­stuhl stellt fest, dass dank der SPD auf Bun­des­ebe­ne nun deut­lich mehr Mit­tel für die Kom­mu­nen zur Ver­fü­gung ste­hen.

Bedarfs­zu­wei­sun­gen sol­len, so der Spre­cher für Kom­mu­nal­fi­nan­zen der SPD-Frak­ti­on im Land­tag, der außer­ge­wöhn­li­chen Lage und den beson­de­ren Auf­ga­ben von Gemein­den und der beson­de­ren Aus­ga­ben­be­las­tung struk­tur­schwa­cher Land­krei­se im Ein­zel­fall Rech­nung tra­gen. Sta­bi­li­sie­rungs­hil­fen sind für struk­tur­schwa­che bzw. von der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung beson­ders nega­tiv betrof­fe­ne, kon­so­li­die­rungs­wil­li­ge Kom­mu­nen vor­ge­se­hen.

In die­sem Jahr wer­den in der Regi­on fol­gen­den Gemein­den, Städ­ten und Land­krei­sen Mit­tel zuge­wie­sen:

  • Die kreis­freie Stadt Fürth erhält 11.000.000,00 Euro,
  • die Gro­ße Kreis­stadt Din­kels­bühl (Lk. AN) erhält 779.500,00 Euro,
  • der Markt Cadolz­burg (Lk. FÜ) erhält 285.000,00 Euro,
  • die Stadt Treucht­lin­gen (Lk. WUG) erhält 1.400.000,00 Euro,
  • der Land­kreis Ans­bach erhält 100.000,00 Euro,
  • der Land­kreis Wei­ßen­burg – Gun­zen­hau­sen erhält 100.000,00 Euro;
    Finanz­ex­per­te Scheu­en­stuhl ver­weist dar­auf, dass die finan­zi­el­le Situa­ti­on der baye­ri­schen Kom­mu­nen
    unver­än­dert dra­ma­tisch ist. Die Ver­schul­dung der Kern­haus­hal­te der baye­ri­schen Kom­mu­nen
    (ohne Kas­sen­kre­di­te) ist in den letz­ten fünf Jah­ren (2021 – 2025) um rund 9,3 Mil­li­ar­den Euro auf 21,7
    Mil­li­ar­den Euro (+75 %) ange­stie­gen. Das Volu­men der Kas­sen­kre­di­te hat sich in den letz­ten fünf Jah­ren
    sogar mehr als ver­drei­facht.

    Die SPD-Land­tags­frak­ti­on for­dert des­halb, der Frei­staat müs­se die Kom­mu­nen finan­zi­ell so aus­stat­ten, dass die Ver­schul­dungs­dy­na­mik gestoppt wird und die Kom­mu­nen wie­der die Kraft haben, stär­ker zu inves­tie­ren. Längst fäl­lig ist zum Bei­spiel die Erhö­hung des Anteils aus der Steu­er­quo­te für die Kom­mu­nen von der­zeit 13,3 auf 15 Pro­zent — in 2026 stün­den den Kom­mu­nen dadurch rund 850 Mil­lio­nen mehr zur Ver­fü­gung. Zudem braucht es eine ech­te Inves­ti­ti­ons­wen­de: weni­ger Büro­kra­tie, deut­lich ver­ein­fach­te För­der­pro­gram­me und höhe­re Zuschuss­quo­ten für struk­tur­schwa­che Regio­nen. Zuwei­sun­gen soll­ten direkt und zweck­ge­bun­den an die Kom­mu­nen aus­ge­schüt­tet wer­den. Scheu­en­stuhl betont abschlie­ßend: „Davon pro­fi­tie­ren unmit­tel­bar die Men­schen in den baye­ri­schen Gemein­den und Städ­ten, denn die Gel­der flie­ßen in Kitas, Schul­häu­ser, Bus­se, Stra­ßen­bah­nen, Spiel­plät­ze und Kran­ken­häu­ser – also in die unver­zicht­ba­re kom­mu­na­le Infra­struk­tur.

Foto: Jens Hartmann/BayernSPD