Landrat Dr. Bläse und Bürgermeisterin Marita Funk geben den Startschuss für die diesjährige Aktion der gelben Bänder

Ostalbkreis (pm). In der Obstanlage des Obst- und Gartenbauvereins Lorch- Waldhausen an der Rattenharzer Straße informierten Landrat Dr. Joachim Bläse und Bürgermeisterin Marita Funk am Freitag 25.08.23 über das kreisweite Projekt Gelbe Bänder. Dies soll dazu beitragen, die Wertschätzung und Nutzung von Streuobst zu fördern. Die Anlage mit mehr als 500 Obstbäumen wird laut dem Vereinsvorsitzenden Sebastian Zinsser von den Mitgliedern mit viel Engagement und Herzblut gepflegt. In ihr finden regelmäßig Schnittkurse und gesellige Veranstaltungen für die Bevölkerung statt. „Streuobstwiesen sind bei uns im Ostalbkreis ein prägendes Element unserer vielfältigen Kulturlandschaft“, erklärte der Landrat vor Ort. Sie bieten Lebensraum und Nahrung für über 5000 verschiedene Tier- & Pflanzenarten. Besonders hervorzuheben ist aber auch der positive Einfluss jedes Baumes gegen die negativen Auswirkungen des Klimawandels: Schattenwurf, Sauerstoffproduktion, Bindung von Kohlendioxid, Absenken der Umgebungstemperatur und Speicherung von kostbarem Wasser sind nur einige der Aufgaben, die jeder einzelne Baum übernimmt. Leider nimmt die Zahl der Streuobstbäume aber wegen mangelnder Nutzung und Pflege kontinuierlich ab. Jedes Jahr verdirbt tonnenweise wertvolles Obst. Die Ernte ist mühsam und das Lebensmittel Streuobst wird oft wenig geschätzt und nur schlecht bezahlt. Als Gegenmaßnahme hat der Ostalbkreis diesen Herbst zum 3. Mal eine Initiative gestartet. Das Landratsamt stellt allen interessierten Städten und Gemeinden gelbe Bänder zur Verfügung. Diese werden in den kommenden Wochen an gemeindeeigenen Streuobstbäumen befestigt. Das Obst dieser Bäume darf dann, sobald es reif ist, von jedermann und jederfrau geerntet werden. Wie Landrat Dr. Bläse betont, bestehen die Bänder aus speziellem Papier und zersetzen sich nach 1 – 2 Jahren ohne Umweltbelastung. 29 Städte und Gemeinden nehmen dieses Mal an der Aktion teil, 7 mehr als im vergangenen Jahr. Die Kommunen können die Bänder auch an Privatleute weitergeben, deren markierte Bäume dann ebenfalls frei gepflückt werden dürfen. Die Einzelheiten über den Ablauf müssen interessierte Bürgerinnen und Bürger mit dem zuständigen Rathaus klären. Landrat Dr. Bläse und Bürgermeisterin Funk sind von der Maßnahme überzeugt. Es hat sich in den letzten beiden Jahren hier im Ostalbkreis schon gezeigt, dass dadurch deutlich mehr Früchte geerntet und verarbeitet worden sind. Streuobst wird nicht gespritzt, ist regional und `Bio´. Jeder Kauf eines regionalen Streuobstproduktes trägt dazu bei, die Wertschöpfung der Flächen zu verbessern und sie dadurch zu erhalten. Um optimale Qualität und Geschmack der Früchte und der daraus entstehenden Produkte zu gewährleisten, sollten sie unbedingt erst dann geerntet werden, wenn sie ihre Pflückreife erreicht haben. Bei vielen späteren Sorten entwickelt sich die eigentliche Genussreife für den Direktverzehr sogar erst nach entsprechender Lagerung. Beachten Sie bitte bei der Ernte Ihre eigene Sicherheit und gehen auch mit den Bäumen sorgsam um. Farbige Tafeln informieren vor Ort zusätzlich über das Procedere. Landrat Dr. Bläse hofft, dass viele Bürger die Aktion nutzen und Köstliches aus Streuobst zubereiten werden.

Folgende Gemeinden nehmen an der Aktion in diesem Jahr teil:

Raum Aalen/Ellwangen:

  • Adelmannsfelden, Aalen, Abtsgmünd, Ellenberg, Ellwangen, Jagstzell, Lauchheim, Neresheim, Neuler, Oberkochen, Rosenberg, Stödtlen, Tannhausen, Unterschneidheim, Westhausen, Wört

 

Raum Schwäbisch Gmünd: Anlage

  • Bartholomä, Böbingen, Durlangen, Eschach, Obergröningen, Heubach, Iggingen, Lorch, Mutlangen, Ruppertshofen, Spraitbach, Täferrot, Waldstetten

Bildunterschrift/Titelfoto: Bürgermeisterin Marita Funk und Landrat Dr. Joachim Bläse bringen das erste gelbe Band an.  Bild: Landratsamt Ostalbkreis